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Göttsche, Gunther Martin

KMD Gunther Martin Göttsche, Jahrgang 1953, wuchs in einer Musikerfamilie auf.
Nach der Schulzeit in Mannheim und Speyer (Abitur 1972) studierte er Schulmusik (Hauptfächer Klavier und Violine) und Komposition (Prof. Hans Vogt) an der Mannheimer Musikhochschule; in diese Zeit fallen auch private Orgelstudien bei Hermann Schäffer, Mannheim, sowie erste kirchenmusikalische Erfahrungen als Kantor und Organist der Ev. Kirchengemeinde Viernheim.

Nach dem Schulmusikexamen (1977) ging er zum Kirchenmusikstudium nach Berlin-Spandau und war dort Schüler von Karl Hochreither (Orgel), Renate Zimmermann (Improvisation) und Ernst Pepping (Kontrapunkt). Seit 1978 war er gleichzeitig Assistent von KMD Martin Behrmann im Kantorat des Ev. Johannesstifts Berlin-Spandau. 1979 war er Träger des Sonderpreises "Improvisation" beim Orgelwettbewerb der Kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten Deutschlands.

Nach dem A-Examen (1981) ging er als Bezirkskantor nach Aalen/Württemberg und war dort Organist an der Stadtkirche, Leiter der Kantorei sowie des Kammerorchesters "Collegium Musicum", bis er 1987 zum Landeskirchenmusikdirektor der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig und Organisten an St. Trinitatis, Wolfenbüttel, berufen wurde.

1992 wechselte er nach Schlüchtern/Hessen, wo er bis 2013 als Direktor der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck tätig war. In der im ehemaligen Kloster Schlüchtern seit 1970 angesiedelten Fortbildungssstätte - der größten ihrer Art im Bundesgebiet - war Göttsche für ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsangebot für haupt- und nebenberufliche Kirchenmusiker zuständig.

Von 2008 bis 2013 nahm er zusätzlich einen Lehrauftrag für Orgelimprovisation an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg wahr.

Nach dem Ende seiner 21jährigen Schlüchterner Tätigkeit ging Gunther Martin Göttsche für einen fünfjährigen Auslandsdienst nach Jerusalem/Israel. Dort wirkt er seit dem 1. Februar 2013 als Organist und Kantor der deutschen Evangelischen Gemeinde, leitet den Gemeindechor, ist Organist an der Erlöserkirche und der Himmelfahrtkirche und organisiert die Konzertreihe. Im März 2018 wird er nach Deutschland zurückkehren.

Gunther Martin Göttsche ist seit 1981 kompositorisch tätig; sein umfangreiches kompositorisches Oeuvre umfasst Werke für nahezu alle Gattungen der Kirchenmusik, insbesondere zahlreiche Werke für Chor, Orgel, Kinderchor und instrumentale Besetzungen. Seit einigen Jahren wird er immer wieder zur Ausführung größere Kompositionsaufträge eingeladen; so entstand die "MISSA DA CAMERA" (Uraufführung Dezember 2008, Braunschweig) oder die Psalmkantate "VIER TORE" (Uraufführung September 2008, Neubrandenburg). Für die Chöre der kath. Diözese Fulda schrieb er 2010 die "FULDAER MESSE", die 2012 in Rom uraufgeführt wurde. 2016 entstand sein abendfüllendes Oratorium „JERUSALEM“ für 6 Soli, Chor und großes Orchester, das 2017 in Landau/Pfalz uraufgeführt wurde.

Von seiner besonderen Liebe zum gottesdienstlichen Orgelspiel, insbesondere zum Choralvorspiel, zeugt eine Anzahl von über 200Choralbearbeitungen, die im Laufe der Jahre entstanden und von denen viele Eingang in gängige Choralvorspiel-Sammlungen wie "IN EWIGKEIT DICH LOBEN" (Breitkopf) oder das „OEKUMENISCHE ORGELBUCH“ des Bärenreiter-Verlages gefunden haben.
2010 veröffentlichte er im Bärenreiter-Verlag das "Schlüchterner Orgelbuch". Im gleichen Verlag erscheint seit 2008 die Reihe "Kleine Choralvorspiele und Begleitsätze", in der Göttsche zusammen mit Martin Weyer (Marburg) Choralbearbeitungen zu sämtlichen Liedern des Evangelischen Gesangbuchs schreibt.

Er äußerte sich als Autor (MUSIK UNDKIRCHE, FORUM KIRCHENMUSIK), ist als Herausgeber von Orgelmusik tätig (u.a. JAZZ INSPIRATIONS 1-4 Bärenreiter) und arbeitete im Autoren-Team des "Ökumenischen Handbuches Kirchenmusik" (Carus) mit.
Als Organist konzertierte er in zahlreichen Städten Deutschlands sowie in Italien, Israel und den USA, war Organist bei Rundfunk- und Fernsehgottesdiensten und spielte mehrere CD-Aufnahmen ein.

2005 gründete Göttsche im Ostseebad Rerik/Mecklenburg die "Sommerliche Orgelakademie für junge Organisten", die er bis 2012 leitete und die sich die Förderung des Orgelspiels und des Bekanntwerdens der historischen Orgeln in Mecklenburg zum Ziel gesetzt hat.

mit freundlicher Genehmigung von Gunther Martin Göttsche
OI-KM-G-6
weiterführende Links:

Webseite von Gunter Martin Göttsche



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