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Die Orgel der ev. Kirche in Ahlerstedt

Geschichte der Orgel
Disposition

Die Geschichte der Gemeinde
Ansprechpartner


Geschichte der Orgel

Im Zuge des Neubaus der Ahlerstedter Kirche 1865 wurde mit Spenden von König Georg V. von Hannover und dem Londoner Kaufmann Friedrich Huth eine neue Orgel angeschafft. Diese wurde von Orgelbauer Röwe aus Stade gebaut.

Während des ersten Weltkrieges mussten die zinnernen Prospektpfeifen der Orgel 1916 zu Rüstungszwecken abgeliefert werden. Erst 1927 konnten sie ersetzt werden. Gleichzeitig erhielt die Orgel einen Motor, so dass niemand mehr nötig wurde, um die Bälge für die Luftzufuhr zu betätigen.

Bedingt durch die Heizungsluft und Temperaturschwankungen hatte die Orgel ihren Klang verändert und wurde so reparaturbedürftig, dass eine Wiederherstellung nicht mehr lohnend war. 1970 erbaute die Firma Eule aus Bautzen eine neue Orgel. Mit dem Einbau der Orgel wurde die Empore um einen Meter abgesenkt und das Instrument vom Turmraum getrennt, um es gegen die enormen Temperaturschwankungen zu isolieren.
Die jetzige Orgel hat zwei Manuale und sechzehn Register.

Das Amt des Organisten war in früheren Zeiten an das Amt des Hauptlehrers gebunden. Für ihn erbaute die Gemeinde 1895 das Organistenhaus direkt gegenüber der Kirche. Dieses wurde später verkauft und 1970 wurde ein Neubau neben der Kirche errichtet.
Ab 1924 wurden Kirchen- und Schulamt in Deutschland getrennt. In Ahlerstedt blieb es jedoch bis auf weiteres bei der alten Regelung. Der Organist und Lehrer Mangels blieb bis zu seiner Pensionierung in den 60er Jahren in beiden Ämtern. Danach waren verschiedenen Organisten aushilfsweise tätig.

Mit dem neuen Instrument vermittelte die Firma Eule der Kirchgemeinde einen neuen Organisten, den Kirchenmusikdirektor i.R. Hans Kühnemund aus Halberstadt.
Er übte das Organisten-Amt von 1970 bis 1986 aus. In seinem Testament vermachte er der Gemeinde einen größeren Geldbetrag, der für die Sanierung der Orgel bestimmt war. Dies geschah schließlich 2003 nach erheblichen Baumaßnahmen an der Kirche in den 90er Jahren.

Seit 2016 ist Thankmar Corleis als Organist und Chorleiter in der Kirchgemeinde tätig.


Disposition

Hauptwerk C-g’’’ Brustwerk C-g’’’ Pedal C-f’
Bordun 16’ Rohrflöte 8’

Subbaß 16’

Prinzipal 8’ Hohlflöte 4’ Prinzipalbaß 8’
Gedackt 8’ Prinzipal 2’ Oktave 4’
Oktave 4’ Sesquialtera 2 fach Trompete 8’
Gemshorn 4’ Scharf 3 fach
Rauschpfeife 2 fach
Mixtur 4 fach

Tremulant auf dem Brustwerk
Schwelltritt für BW-Schweller
Mechanische Spieltraktur
Schleifladen
Koppeln:
HW an Pedal, Koppel BW an Pedal., Manualkoppel (als Tritte)


Die Ev. Kirche in Ahlerstedt

Die Geschichte der Gemeinde

Ein Blick zurück Wann und von wem in Ahlerstedt die erste Kirche gebaut wurde, ist nicht nachzuprüfen. Vermutlich hat es schon vor dem Jahr 1200 eine Kirche oder zumindest eine Kapelle gegeben. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde diese weitgehend zerstört. Die Trümmer wurden benutzt, um 1656 eine neue Kirche zu erbauen. Es war eine einfache Kirche ohne viel Schmuck. Die Kirchenbänke standen auf ungepflastertem Boden. Im Mauerwerk fanden sich unterschiedliche Sorten von Steinen. Der Kirchturm stand für sich und bestand aus Eichenbalken und Tannenbrettern. Das einzige Schmuckstück waren die Buntglasfenster, die Bilder von biblischen Geschichten zeigten. Der Taufstein aus diesen frühen Zeiten ist erhalten geblieben. Er ist aus Granit und steht heute vor dem Gemeindehaus.

Im Laufe des 19.Jahrhunderts wurde die Kirche zu klein. Die Ahlerstedter Bevölkerung war enorm gewachsen. 1753 gehörten zum Kirchspiel Ahlerstedt ca. 65 Haushalte. Hundert Jahre später gab es schon 231 Häuser. Also beschloss der damalige Kirchenvorstand am 22.12.1860 den Neubau. Die alte Kirche wurde abgebrochen und aus dem abfallenden Material entstand auf dem Kirchengelände eine Scheune. Diese diente während der Bauphase (1862-1865) als „Notkirche“.Am 12. November 1865 waren fast 3000 Menschen anwesend, um die Einweihung der neuen Kirche mitzuerleben. Dass so viele Menschen bei diesem Fest dabei sein wollten, lag zum einen daran, dass die Ahlerstedter dankbar waren für ihr neues Kirchengebäude. Zum anderen wollten alle wohl auch einen Blick auf den damaligen König Georg V. von Hannover werfen.Der König und seine Frau hatten zum Bau der Kirche viel beigetragen und wurden darum wohl noch herzlicher begrüßt. 500 Taler hatte der König für die neue Orgel gespendet. Die Buntglasfenster im Altarraum waren ein Geschenk der Königin Marie von Hannover. Leider wurde ein Teil 1944 durch Bombensplitter zerstört und musste mit neuen Scheiben ergänzt werden. Auch Friedrich Huth, ein reicher Londoner Kaufmann, der aus Harsefeld stammte, trug mit 300 Talern zur neuen Orgel bei. Ein Künstler mit Namen Bergmann schenkte der Gemeinde die Altarbilder. Auf ihnen ist Jesus Christus zu sehen als neugeborenes Kind, als Gekreuzigter und Auferstandener. Auch die Kanzel und der Taufstein stammen aus dieser Zeit, vermutlich auch durch Spenden ermöglicht. Kein Wunder bei so vielen Geschenken, dass die Ahlerstedter glücklich waren über ihre neue Kirche.

Nach und nach kamen neue Anschaffungen hinzu. 1909 erhielt der Kirchturm eine Uhr. Im gleichen Jahr wurde die alte Glocke von 1639 durch zwei neue ersetzt. Während des ersten und des zweiten Weltkriegs wurden unsere Glocken für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Die jetzigen vier Glocken wurden 1959 zum Erntedankfest eingeweiht. Jede Glocke hat eine eigene Bedeutung. Die kleinste läutet bei Taufen, eine andere bei Trauungen. Die Scheideglocke läutet zu Beerdigungen. Die vierte Glocke ist die sogenannte Betglocke. Zum Gottesdienst läuten alle vier Glocken gemeinsam. Weihnachten 1937 gab es ein weiteres Geschenk: Familie Fitschen aus Bokel ließ zwei elektrische Kronleuchter anschaffen, die die alten Petroleumlampen ablösten. Die Inschrift im vorderen Leuchter zeugt davon.
Immer wieder gab es Veränderungen in und an der Kirche. Türen wurden vermauert, der Friedhof um die Kirche herum verlagert, eine neue Orgel angeschafft, Heizungsanlagen installiert usw.. Der Charakter der Kirche ist dabei erhalten geblieben. Eine einfache und schlichte Kirche dient uns, Gott zu danken, zu bitten und zu loben. Viele verschiedene Menschen haben mit Spenden und Geschenken, mit ihrer Zeit und ihrer Kraft dazu beigetragen, dass unsere Kirche so ist, wie sie heute ist. Das ist ein guter Ausdruck dessen, was Gemeinde ist: ein Ort, an dem jeder vor Gott treten kann und sich mit seinen Gaben einbringt.In Anlehnung an die Festschrift zur Hundertjahrfeier von Jürgen Hühnke, 1965


Ansprechpartner

Detlef Beneke. Seit 2010 Pastor in Ahlerstedt. Sie erreichen Herrn Beneke per e-Mail unter kg.ahlerstedt(at)evlka.de.

Pfarrbüro
Pfarrrbüro Ahlerstedt
Stader Straße 33
21702 Ahlerstedt
Büroöffnungszeiten: Dienstag und Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr

Ausführliche Informatonen zu den Aktivitäten der Gemeinde, Gottesdiensten, Veranstaltungen und Terminen finden Sie auf der Webseite der Kirchengemeinde.


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
A-13
weiterführende Links

Webseite Ev. Kirchengemeinde



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