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Die Orgeln in St. Johannes Backnang

Die erste Orgel
Die zweite Orgel
Die Orgel von 1988
Disposition der Orgel von 1988

Geschichte und Bau der Kirche
Glocken
Orgel
Innenausstattung der Kirche
Geschichte der Gemeinde
Die Gemeinde heute
Chöre
Beziehungen


Ihre erste Orgel 1894 - 1963, Fa. Link,
erhielt die Kirche noch im Jahr ihrer Erbauung 1894. Leider gibt es von dem Instrument der Firma Link kein Bild. Die zwölf Register standen auf pneumatischen Kegelladen, d.h. die Steuerung der Wind- (=Luft-) Zufuhr in die Pfeifen erfolgte wiederum mit Hilfe von Luftdruck, der kleine kegelförmige Ventile derart anhob, dass der bereitstehende Wind in die Pfeifen strömen konnte. Dieses System dominierte die Orgeltechnik in der Zeit von ca. 1890 – 1930. Die Disposition, die Auflistung der Register der Orgel lautete wie folgt:

Typisch für die Zeit ist die relativ große Zahl an 8-füßigen Registern, die eine subtile Differenzierung der Klangfarbe zulässt, ohne höhere Oktavlagen zu benutzen.

I. Manual C-f''' II. Manual C-f'''

Pedal C-d'

Prinzipal 8' Geigenprinzipal 8' Subbaß 16'
Gamba 8' Salicional 8' Oktavbaß 8'
Flöte 8' Lieblich Gedackt 8'
Oktave 4' Fugara 4'
Rohrflöte 4'

Mixtur, 3 fach 2 2/3'


Die zweite Orgel 1963 - 1988, Fa. Späth (Ennetach)
wurde 1963 eingebaut. Ihr Erbauer war die Firma Späth aus Ennetach. Mit 15 Registern war sie etwas größer als das Vorgängerinstrument.

Die Traktur, die Verbindung von Taste und Pfeifenventil, war nun mechanisch. Sogenannte Abstrakten (hier aus Aluminium gefertigte Zugruten) übertrugen die Bewegung der Taste auf das Ventil. Diese mechanische Bauweise hatte sich über Jahrhunderte im Prinzip bewährt. Allerdings hatte man die Kunstfertigkeit "der Alten" in den Sechzigerjahren noch nicht wiedererlangt. Auch die Materialien, die verwendet wurde, ließen zu wünschen übrig.

Die Disposition verrät die Vorliebe dieser Epoche für hellere Klangfarben.

I. Manual Hauptwerk II. Manual Schwellpositiv

Pedal

Prinzipal 8' Kammergedeckt 8' Subbaß 16'
Salicional 8' Sifflöte 4' Oktavbaß 8'
Oktav 4' Superoktave 2' Waldflöte 4'
Rohrflöte 4' Scharff, 3 fach
Sesqualtera, 2 fach Rohrschalmey 8'
Gemshörnle 2'

Mixtur, 4 fach


Die Orgel von St. Johannes seit 1988, Fa. Mühleisen (Straßburg)

Mit der Schaffung einer hauptamtlichen Kirchenmusikerstelle kam dann bald der Wunsch nach einem angemessenen Instrument auf, das den Ansprüchen der regen kirchenmusikalischen Tätigkeit des damaligen Dekanatskantors Klaus Rothaupt entsprechen konnte.

Das heutige Instrument verfügt über eine rein mechanische Bauweise, d.h. sowohl die Pfeifenventilsteuerung als auch die Registersteuerung erfolgt auf rein mechanischem Wege. Zusätzlich steht dem Organisten ein 72facher Setzer zur Verfügung, der beliebige Registerkombinationen auf elektronischen Wege abrufbar macht.

Klanglich ist die Orgel an dem Musik ihres Herkunftslandes orientiert: Das Hauptwerk und das (Rück-) Positiv beinhalten die typischen Register der klassischen französischen Barockorgel mit ihren charakteristischen Zungenregistern und Cornetten. Das große Schwellwerk ist eine französisches "Recit", das in der Romantik durch den berühmten Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll seine typische Ausprägung erfuhr. Mit allein fünf Zungenregistern, der überblasenden "Flûte harmonique" und der Streicherschwebung "Voix célèste" stellt es alle Register zur Verfügung, die für die Darstellung der Musik von Guilmant über Franck und Widor bis zu Messiaen benötigt werden.


Disposition

Die Disposition enthält insgesamt 43 Register, davon 8 Wechselschleifen zwischen Recit und Pedal.

Hauptwerk Rückpositiv Schwellwerk Pedal
Bourdon 16' Montre 8' Bourdon 16' Flûte 16'
Montre 8' Bourdon 8' Flûte harmonique 8' Bourdon 16' (WS)
Flûte à fuseaux 8' Prestant 4' Salicional 8' Flûte 8'
Prestant 4' Flûte à cheminée 4' Voix célèste 8' Flûte harmonique 8' (WS)
Flûte 4' Nazard 2 2/3' Prestant 4' Prestant 4' (WS)
Doublette 2' Quart de Nazard 2' Flûte octaviante 4' Flûte octaviante 4' (WS)
Fourniture IV 1 1/3' Tièrce 1 3/5' Flûte traversière 2' Flûte traversière 2' (WS)
Cornet V ab g° Larigot 1 1/3' Plein jeu IV-V 2' Plein jeu 2' (WS)
Trompette 8' Cymbale III 1' Basson 16' Posaine 16'

Cormorne 8' Trompette 8' Trompette 8' (WS)
Appel Tremulant Hautbois 8' Clairon 8' (WS)
Anches G.O Voix humaine 8'
Anches Pos. Clairon 4'
Anches Recit Tremulant

Koppeln:  II/I; I/P; II/I; II/P; III/II; III/P

Mechanische Spiel- und Registertraktur
72 elektronische Setzerkombinationen
WS=Wechselschleife Schwellwerk

Geschichte und Bau

Der Bau einer katholischen Kirche war notwendig geworden, weil durch das Wachstum der Industrie gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Einwohnerzahl Backnangs stark zugenommen hatte. Mit dieser Zuzugsbewegung kamen auch viele Katholiken nach Backnang. So schien es mit der Zeit nicht mehr möglich, dass alle Katholiken in Oppenweiler und auf dem Ebersberg in die Kirche gingen. Außerdem stellte sich die Frage nach dem Katholischen Religionsunterricht. So wandten sich im Jahr 1886 Backnanger Bürger mit ihrer Sorge an das bischöfliche Ordinariat in Rottenburg. Am 30. Dezember 1886 konnte ein Stockwerk eines Hauses angemietet werden, so dass ein Betsaal vorhanden war, in dem auch der Religionsunterricht abgehalten werden konnte. 1891 konnte eine katholische Konfessionsschule gegründet werden. Am 21. September 1893 war die Grundsteinlegung der Kirche.

Die Kirche wurde 1893-94 im neogotischen Stil mit Ziegelsteinen aus den Hüttenwerken Wasseralfingen erbaut. Sie wurde innen mit neogotischen Holzaltären und Glasfenstern im Chor ausgestattet und bekam eine Orgel der Firma Link. Die Einweihung der Kirche durch den damaligen Rottenburger Bischof Bischof Wilhelm von Reiser wird im Murrtalboten als sehr festliches Ereignis geschildert.


Glocken

Die ersten drei Glocken der Kirche wurden von der Firma Zoller in Biberach gegossen. Im ersten Weltkrieg mussten zwei der drei Glocken eingeschmolzen werden. 1926 konnte das Geläut durch 2 Glocken der Firma Kurz aus Stuttgart ergänzt werden. Allerdings wurden diese Glocken schon 1942 wieder beschlagnahmt. So war die Freude am 7. Mai 1953 groß, als die beiden neuen Glocken in Stuttgart bei der Firma Schellinger gegossen und am 17. Mai eingeweiht wurden.


Orgel

Die erste Orgel der Kirche wurde von der Firma Link in Giengen an der Brenz gebaut (1894). Wahrscheinlich war sie schon bei der Einweihung aufgestellt. Am 8. Dezember 1963 wurde die zweite Orgel der Firma Späth in der Kirche eingeweiht. 1983 schließlich beschloss der Kirchengemeinderat den Bau einer dritten Orgel, weil die Stimmung der Späthorgel sehr stark von der Temperatur abhing. Mit dem Bau dieser dritten Orgel wurde die Firma Mühleisen beauftragt. Die Orgel hat 3 Manuale und 35 Register und wurde am 26. März 1988 in einem festlichen Gottesdienst eingeweiht.

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Innenausstattung der Kirche

Die Innenausstattung der Kirche war bei der Einweihung ganz im neogotischen Stil gehalten. Auf alten Bildern sind neogotische Holzaltäre und bunte Glasfenster im Chor zu sehen. 1947-48 ließ Pfarrer Hanser die Kirche innen renovieren. Im Zuge dieser Renovation kamen die Figur mit Johannes dem Täufer, ein neuer Altar, Ambo, Taufstein und Kommunionbank aus Stein in die Kirche. In der Folge dieser Renovierung sind auch die Glasfenster erneuert worden. Inhaltlich wird bei der Umgestaltung das Leben des Kirchenpatrons Johannes des Täufers aufgegriffen, so wie es in den vier Evangelien bezeugt ist. Deswegen sind wohl auch die Symbole der vier Evangelisten im Chorraum mit in die Komposition einbezogen. Auf der rechten Seite ist eine schöne Madonna zu finden. Außerdem steht in der Kirche eine Fatima-Madonna, die ein Zeichen dafür ist, dass hier in Backnang und in dieser Kirche auch die portugiesische Gemeinde seit vielen Jahren ihre Heimat hat.


Geschichte der Gemeinde

1810 stellte eine Volkszählung in Backnang vier Katholiken fest, 1824 waren es acht. 1871 waren es bereits 71, und 1893 zählte man 272 katholische Christen in der Stadt.

Der Neuanfang der katholischen Kirche im Dekanat Backnang nach der Reformation liegt auf dem Ebersberg. Herzog Friedrich von Württemberg verkaufte am 4. Juli 1606 das Rittergut Ebersberg. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gelangte es 1654 in den Besitz von Jeremias Vollmar, Schenk von Winterstetten. Dieser war Katholik.

1698 erwarb das Kloster Schöntal die Burg und schickte zwei Zisterziensermönche auf den Ebersberg. Daraus entwickelte sich die erste katholische Gemeinde mit eigenem Gottesdienst, eigener Kirche (heute der Rittersaal der Burg) und eigenem Friedhof.

1786 wurde die katholische Gemeinde Ebersberg offiziell errichtet. Da die Zahl der Katholiken im Backnanger Raum wuchs, wurde 1848 die Pfarrei Oppenweiler gegründet: 155 Städte, Dörfer, Weiler und Einzelgehöfte gehörten damals dazu!

Durch die einsetzende Industrialisierung und den Bau der Bahnlinie wanderten immer mehr Katholiken zu. 1895 wurde deshalb die Stadtpfarrei Backnang gegründet, die dann 16 Außenstationen hatte. Im Laufe von hundert Jahr wurden folgende "Tochtergemeinden" selbstständig:

* Winnenden (1951)
* Christkönig Backnang (1969)
* Kirchberg/Murr (1969)
* Weissach im Tal (1977)

Vor gut 100 Jahren, im Jahre 1894, wurde die Kirche St. Johannes in Backnang erbaut und Johannes dem Täufer geweiht. Der damalige Rottenburger Bischof Dr. Wilhelm Reiser (1893-1898) weihte die Kirche am 28. August 1894.

Näheres zur Geschichte der Kirchengemeinde St. Johannes ist der Festschrift zum 100jährigen Jubiläum im Jahr 1994 nachzulesen. Die Festschrift ist im Pfarramt erhältlich.


Die Gemeinde heute

Die St. Johannes-Gemeinde mit ihren ca. 4100 Gemeindemitgliedern ist die größere der beiden katholischen Kirchengemeinden der Stadt Backnang. Sie umfasst heute große Teile der Kernstadt sowie die Ortsteile Germannsweiler, Heiningen, Maubach, Sachsenweiler, Schöntal, Stiftsgrundhof und Waldrems. Der andere Teil der Kernstadt sowie der Ortsteil Steinbach gehören zur Kirchengemeinde Christkönig mit ihren ca. 3500 Gemeindemitgliedern. Die Pfarreigrenze bildet in etwa die Murr und der Größeweg.

Die beiden Kirchengemeinden sind verwaltungsmäßig in der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Backnang zusammengeschlossen, die u.a. Trägerin der Katholischen Sozialstation und der Kindergärten ist.

Durch die Umstrukturierung der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Seelsorgeeinheiten werden in Zukunft die beiden Gemeinden St. Johannes und Christkönig eine solche Seelsorgeeinheit bilden und noch stärker zusammenarbeiten.


Vier gute Gründe, im Chor zu singen:

Sopran - Alt - Tenor - Bass

donnerstags Kinderchöre
15.00 - 15.45 Kinderchor I (5-7 J.)
16.15 - 17.15 Kinderchor II (ab 8 J.)
Probe im Gemeindehaus Christkönig

freitags Kinderchöre
15.00 - 15.45 Kinderchor I (5-7 J.)
16.00 - 17.00 Kinderchor II (ab 8 J.)
Probe im Gemeindehaus St. Johannes

freitags
17.30 - 19.00 Jugendchor CHORios (ab 6. Klasse)
9.45 - 11.00 Känguru-Chor
Probe im Gemeindehaus St. Johannes

donnerstags
n.V. 20.00 - 21.30 Troubadix-Chor

dienstags
20.00 -22.00 Chorgemeinschaft
Proben abwechselnd in den Gemeindehäusern von St. Johannes und Christkönig

mittwochs und samstags n.V.
Backnanger Vokalensemble

weitere Informationen auf der Webseite der Gemeinde.


Die Beziehungen zu den anderen christlichen Kirchen der Stadt

Die Stadt Backnang hat heute ca. 36000 Einwohner, davon sind ca. 7600 katholisch.

Auf dem Gemeindegebiet von St. Johannes und Christkönig gibt es fünf evangelische Kirchengemeinden (Stift, Matthäus, Markus, Heinigen-Maubach-Waldrems, Steinbach-Sachsenweiler), die evangelisch-methodistische Gemeinde, die Baptistengemeinde (evangelische freikirchliche Gemeinde), die Mennoniten-Gemeinde sowie die griechisch-orthodoxe Gemeinde. Sie alle arbeiten in der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) Backnang zusammen.

Es gibt mit einzelnen evangelischen Gemeinden eine unterschiedlich starke Zusammenarbeit. Dies umfaßt zum Beispiel ökumenische Gottesdienste, ökumenische Bibelseminare, ökumenisches Hausgebet, ökumenische Krankenhausseelsorge und gemeinsame Sitzungen der Kirchengemeinderäte.


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
OI-B-3
weiterführende Links

Webseite St. Johannes Backnang



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