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Die Orgel der Pauluskirche Bad Kreuznach

Pfingstmontag 2012 - Einweihung der Eule-Orgel
Disposition


Pfingstmontag 2012 in der Pauluskirche Bad Kreuznach – Einweihung der Eule-Orgel

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen, um mit Goethe zu sprechen. Schöner hätte der Rahmen nicht sein können für die festliche Einweihung der Eule-Orgel in der Pauluskirche. Das Wetter gab sich von seiner schönsten Seite, die Platanen um die Kirche hatten ihr frühlingsgrünes Festgewand angelegt und unablässig strömten die rund 1000 Besucher von nah und fern schon frühzeitig in die Pauluskirche zum ökumenischen Gottesdienst am Pfingstmontag.

War dieser Rahmen von unserem Presbyterium doch bewusst gewählt worden. Denn die neue Orgel an ihrem angestammten Platz über dem barocken Ensemble von Altar und Kanzel verdankt ihre Existenz den vielen Spenden von Menschen, seien sie kirchlich geprägt, seien sie musikbegeistert oder sogar richtige Orgelliebhaber, die über alle Grenzen von Region und Religion gemeinsam dazu beigetragen haben, dieses Werk für Generationen zu schaffen. Damit alle diese Menschen sich von uns in der Gemeinde auf- und angenommen fühlten in der Gemeinschaft der Feier eines Gottesdienstes für alle Christen und Musikliebhaber, hatten wir diesen Termin gewählt, auch wenn er im Vorfeld teilweise bei manchen zunächst Erstaunen hervorrief. Der musikalisch prächtig ausgestattete Gottesdienst war ein Fest! Der mächtige Klang der neuen Orgel, vereint mit dem Gesang eines riesigen Chores auf beiden Seiten der Empore ließ ein Gefühl entstehen, wie es bestenfalls am Hl. Abend bei der Christvesper in der Jahrhunderte alten evangelischen Mutterkirche von Bad Kreuznach zu erleben ist.

Viele engagierte Menschen haben mit ihren Ideen und ihrem Organisationstalent dazu beigetragen, dass der Tag ein Fest wurde, das kaum Wünsche offen ließ. Ihnen allen sei unser Dank gewidmet. Gedankt sei auch unserer rührigen Kantorin, die künstlerische Gäste eingeladen hatte, die nach dem Gottesdienst bis in die Abendstunden ein buntes musikalisches Programm boten, das breite Interessen befriedigte.

Mit der Eule-Orgel haben wir in der Bad Kreuznacher Orgellandschaft ein Instrument das nicht nur musikalische Akzente setzt, sondern auch in der handwerklichen Ausführung höchsten Ansprüchen gerecht wird und daher auf Langlebigkeit angelegt ist – sofern es in Zukunft auch regelmäßig gewartet wird.

Das Instrument mit 40 Registern und traditioneller mechanischer Traktur bei elektrischer Registertraktur ist mit einem einem großen Schwellwerk, 2 Manualen, Pedal und mit mehreren Spielhilfen ausgestattet und auch elektronisch programmierbar, was für Konzertorganisten wichtig ist. Von der Disposition her enthält sie einen barocken „Kern“ der auf die Disposition der früheren Stumm-Orgel (bis 1945) zurückgeht. Aber zur Darstellung insbesondere franzözischer und Literatur der Romantik verfügt sie über eine reichhaltige, dabei auch auf Grundtönigkeit mit vielen 16’ und 8’-Registern ausgelegte Registervielfalt, bis hinunter zu einem 32’-Untersatz. So lässt sie keine Wünsche für konzertierende Organisten offen.

Bei dieser Gelegenheit: Sie können zum Preis von nur 10 EUR die schöne Festschrift erwerben, in der alles Wichtige und Interessante über und um die Orgel zu finden ist. Ihre Begeisterung über die neue Orgel können sie Ihren Lieben, die nicht in unserer schönen Heimat leben, auch mit der neuen Postkarte mit dem Titelbild der Festschrift mitteilen. Sie ist für 1 EUR in der Kirche erhältlich.

Doch nun zurück zum Orgelfest am Pfingstmontag.

Am Spätnachmittag, vor der einfallsreichen Orgel-Show, waren im letzten Konzertprogramm dieses Tages alle drei Orgeln zu hören. Die Neue, die kleine Truhenorgel und die alte Oberlinger-Orgel von 1957, die durch eine Generalstimmung auf die Stimmung der beiden anderen Orgeln angeglichen worden war. Damit ist es jetzt möglich, auch Orgelliteratur für 2 Orgeln darzubieten. Eine Kostprobe dieser Möglichkeit war am Pfingstmontagabend zu erleben. Lassen wir uns überraschen, was da in Zukunft gelegentlich zu hören ist. Natürlich nur, wenn es gelingt, die Oberlinger-Orgel bespielbar zu halten.


Disposition
Eule-Orgelbau - opus 668 I erbaut 2012

I. Hauptwerk C-a’’’ II. Schwellwerk C-a’’’ Pedal C-f’)
Bordun 16’ Viola d’amour 16’

Untersatz 32‘ Extens.

Principal 8‘

Geigenprincipal 8‘

Principalbass 16’

Viola di Gamba 8‘ Salicional 8’

Violonbass 16‘ (Holz)

Flute harmonique 8’

Flauto traverso 8’

Subbass 16’

Rohrflöte 8‘

Gedackt 8’

Octavbass 8’ Extens.

Octave 4‘

Unda maris 8’ ab c°

Violoncello 8’ (Zinn)

Spitzflöte 4‘

Fugara 4’

Bassflöte 8’ Extens.

Quinte 2 2/3‘

Flauto amabile 4’

Octave 4’ Extens.

Superoctave 2‘

Nasard 2 2/3’

Posaunenbass 16‘

Quinte 1 1/3‘ VA aus Mixtur

Octave 2‘ VA aus H. aeth.

Trompetenbass 8‘

Mixtur 4fach 1 1/3‘

Waldflöte 2’

Claironbass 4‘ Extens.

Cornett 1-4fach 1 3/5‘

Tertia 1 3/5‘

Trompete 8‘

Sifflöte 1‘

Harm. aetherea 2-3fach 2’

Trompette harmonique 8’

Oboe 8‘

Tremulant

Spielhilfen / Nebenregister

  • Cymbelstern mit 6 ungestimmten Messingglocken
  • 3 Normalkoppeln (mechanisch)
  • 4 Oktavkoppeln Super II-II, II-I und Sub II-II, II-I (elektrisch)
  • Schwelltritt II. Manual mit Digitalanzeige
  • Walze mit 4 Einstellungen (davon 3 frei programmierbar), Digitalanzeige, Absteller
  • Setzeranlage mit 10.000 Kombinationen, Sequenzer mehrfach angelegt als Pistons, Fußtritte, Knöpfe für Registranten, Digitalanzeige, 4 abschließbare1000er-Bereiche, externe Speichermöglichkeit auf USB-Stick
  • Stimmtonhöhe a‘ = 442 Hz bei 18° C, Stimmungsart gleichschwebend

    Geigenprincipal 8‘Flauto traverso 8’Gedackt 8’Unda maris 8’ ab c°Fugara 4’Untersatz 32‘ Extens.Principalbass 16’Violonbass 16‘ (Holz)Subbass 16’Octavbass 8’ Extens.

Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde (Frau Rux-Voss)
Fotos: K.-H. Wendel
OI-B-102
weiterführende Links

Webseite Pauluskirche Bad Kreuznach



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