Daniel Kunert - Dienstleistungen
Das Portal der Königin

- Startseite - Orgeln Deutschland - Beilstein - St. Josef


Die Orgel in St. Josef in Beilstein

Geschichte der Orgel
Disposition


Geschichte der Orgel

Entdeckungsgeschichte
Die Orgel Beilsteins galt schon immer als gut klingend und wertvoll. Aber über den ursprünglichen Erbauer gab es nur vage Vemutungen. Das änderte sich mit dem Besuch des Sachverständigen Dr. Bösken aus Mainz im Jahre 1966. Er wollte nur nachsehen, ob die Orgel nicht doch von der Familie Stumm aus dem Hunsrück gebaut wurde. Dabei entdeckte er auf einer Pfeife die Gravur: Solcena

Diese Registerbezeichnung kennt aber nur Balthasar König (1684 – 1756), der zuerst in Münstereifel, dann in Köln seine Werkstatt hatte. Nun begann die Suche nach Quellen und Akten über den Neubau der Orgel. Nach spärlichen Erfolgen mehrerer Orgelfachleute ergab erst der Abbau der Orgel für die Restauration im Jahre 2002 Klarheit über den Erbauer. Alle Spuren, die sich beim Abmontieren zeigten, erhärteten die Vermutung: B. König.

OBM Hubert Fasen, der die Arbeiten leitete, konnte Vergleiche mit der bereits restaurierten Orgel in Niederehe anstellen. Dabei gab die Jahreszahl „1738“ an der Emporebrüstung einen Anhalt für das Erbauungsjahr.


Baugeschichte
Die wunderschöne Emporebrüstung mag B. König bewogen haben, das vielleicht vorgesehene Rückpositiv anders in die Orgel einzubauen. Er baute ein extrem hohes Untergehäuse, in dem das Positiv und auch das Pedalwerk (2 Register, 1 Oktave) Platz fanden. Der Spieltisch befand sich vorne, in der Mitte. Spuren sind heute noch zu finden.

Ein wesentlicher Eingriff erfolgte 1867 durch OBM Heinrich Voltmann aus Klausen, der zwar die Orgel dem Zeitgeschmack nach umbaute, aber sehr viel originale Pfeifen wieder verwendete. Nur – einige Aliquoten verschwanden ganz und gar. Dagegen wurde das Pedal um 4 Töne erweitert. Bei dieser Maßnahme wurde die Orgel seitenspielig.

Als Hubert Fasen die Restaurierung in Angriff nahm, gelang es ihm, den Umbau Voltmanns zurück zu verfolgen. Er schaffte die Rekonstruktion aller König – Register und der ursprünglichen Disposition, die heute im Grunde wieder vorhanden ist.


Zeitgeschichte
Die Einweihung der Orgel im Dezember 2002 war ein bewegendes Ereignis: Bischof Reinhard Marx, Ministerpräsident Kurt Beck und Domorganist J. Still waren u.a. anwesend. Orgelkenner fanden ihre Freude an den barocken Orgelklängen und der mitteltönigen Stimmung nach B. König.

Inzwischen haben viele Konzerte stattgefunden und mehrere CD’s wurden aufgenommen. Immer wieder erstaunt die Orgel ihre Zuhörer in den Gottesdiensten und Andachten. Möge sie noch viele Jahre ihre barocken Klänge in das Moseltal schicken!

Winfried Hansel

Disposition:
König 1738 (II/P/22)

I. Hauptwerk C, D-c3

Echo-Positiv C, D-c3

Pedal C-f0

Praestant 8' Bordun 8' Subbass 16'
Hohlpfeif 8' Praestant 4' Octavbass 8'
Octav 4' Fleutginn 4'
Fleut 4' Octav 2'
Quint 3' Nassart 2-fach
Superoktav 2' Crummhorn 8' Discant
Solcena 2-fach Crummhorn 8' Bass
Tintinabel 2-fach
Cimbel 2-fach
Cornet 3-fach
Mixtur 4-fach
Vox humana 8'
Trompet 8' Discant

Trompet 8' Bass


Pedalkoppel, Tremulant, Nachtigall

Mit freundlicher Genehmigung des Kultursommer Rheinland-Pfalz e.V.
Foto: Orgelbau Hubert Fasen
OI-B-36
weiterführende Links

Webseite St. Josef Beilstein



Daniel Kunert - Dienstleistungen - Braunschweiger Heerstraße 7 - 29221 Celle - Telefon: 05141/308-1600 - Telefax: 05141/308-2615 - E-Mail: info@orgel-information.de
(c) Daniel Kunert - Dienstleistungen - Impressum - Datenschutzerklärung - Information -