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Die Orgel im Konzerthaus Berlin

Geschichte
Disposition


Geschichte

Das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt entstand 1818-1821 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel unter Verwendung von sechs Portikussäulen des 1817 abgebrannten Nationaltheaters von Carl Gotthard Langhans. Die Hauptfront des überhöhten Mittelbaus in strengen klassizistischen Formen mit einem prächtigen Portikus in ionischen Formen über einer breiten Freitreppe erzielt eine monumentale Wirkung und steht in einem harmonischen Gleichgewicht mit den beiden flankierenden Kirchen der Friedrichstadt. Das Innere, im zweiten Weltkrieg stark beschädigt und ausgebrannt, erhielt Anfang der 80er Jahre seine vornehme Ausstrahlungskraft zurück: der Neuausbau zu einem Konzertsaal in klassizistischen Formen und die vom ursprünglichen Zustand abweichende Innengestaltung folgten wieder der Schinkelschen Architektur.

Im Hintergrund des Orchesterpodiums bildet die Orgel der Firma Jehmlich, Dresden, einen krönenden Abschluss. Das Werk wurde 1983 gebaut und 1984 aufgestellt und intoniert. Die Bauleitung hatte der ehemalige Mitarbeiter der Orgelbaufirma, Eberhard Mager, inne, der heute das Instrument regelmäßig betreut. Am 30. August 1984 wurde das fertige Instrument übergeben. Seitdem erklingt es regelmäßig in Konzerten auswärtiger Gäste und in Darbietungen des Konzerthausorganisten Joachim Dalitz.

1994 wurde die technische Anlage der Orgel im Zuge der Erweiterung um einen fahrbaren Spieltisch mit elektrischer Traktur überarbeitet. Das Instrument erhielt eine neue Setzerkombination und einige Nebenregister.

Text: U. Pape: Orgeln in Berlin, 2003 (herzlichen Dank an Uwe Pape)


Disposition

Hauptwerk II C-c4 Positiv I C-c4 Oberwerk III C-c4 Schwellwerk IV C-c4 Pedal C-f1
Prinzipal 16´ Holzgedackt 8´ Quintade 16´ Liebl. Gedackt 16´ Prinzipal 16´
Oktave 8´ Quintatön 8´ Prinzipal 8´ Zartgeige 16´ Subbaß 16´
Koppelflöte 8´ Prästant 4´ Weitgedackt 8´ Flötenprinzipal 8´ Zartbaß 16´
Viola di Gamba 8´ Rohrflöte 4´ Oktave 4´ Querflöte 8´ Quinte 10 2/3´
Oktave 4´ Oktave 2´ Blockflöte 4´ Salizional 8´ Oktave 8´
Spillpfeife 4´ Blockflöte 2´ Nasat 2 2/3´ Schwebung 8´ Holzflöte 8´
Quinte 2 2/3´ Oktave 1´ Oktave 2´ Oktave 4´ Choralbaß 4´
Oktave 2´ Terzian 2fach Terz 1 3/5´ Dulzflöte 4´ Koppelflöte 4´
Waldflöte 2´ Zimbel 3fach Quinte 1 1/3´ Schweizer Pfeife 2´ Nachthorn 2´
Mixtur 5-6fach Vox humana 8´ Sifflöte 1´ Septime 4/7', 1 1/7' Hintersatz 4fach
Scharf 4fach Tremulant Tonus fabri 2fach Sesquialtera 2fach Pedalmixtur 6fach
Kornett 5fach ab g0 Scharfzimbel 5fach Plein Jeu 5-6fach Kontrafagott 32´
Trompete 16´ Holzdulzian 16´ Terzzimbel 3fach Posaune 16´
Trompete 8´ Cromorne 8´ Cor anglais 16´ Dulzian 16´
Spanisch Regal 8´ Rohrschalmey 4´ Trompette harm. 8´ Trompete 8´
Glockenspiel ab g0 * Hautbois 8´ Feldtrompete 4´
Tremulant Clairon 4´ Singend Kornett 2´

Tremulant Tremulant
* (1994 ergänzt) Kleinpedal

Schleifladen, mechanische Spieltraktur, elektrische Registertraktur.

Manualkoppeln: I-II, III-II, IV-II, IV-III
Pedalkoppeln I-P, II-P, III-P, IV-P (elektrische Koppeln).

256 Setzerkombinationen, Sequenzschalter, Walze (Spieltisch an der Orgel).
Fahrbarer (zweiter) Spieltisch mit elektrischer Traktur (1994 ergänzt).

Nebenregister (1994 ergänzt): Zimbelstern I, Zimbelstern II, Kuckuck, Vogelgeschrei.


Mit freundlicher Genehmigung von Uwe Pape
Text: U. Pape: Orgeln in Berlin, 2003
Fotos: Wikipedia, beide PublicDomain /gemeinfrei
OI-B-98
weiterführende Links

Webseite Pape-Verlag
Webseite Konzerthaus Berlin



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