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Die Orgel der St. Michaeliskirche Buttstädt

Geschichte
Disposition

Die Kirche (Kurzinfo)
Ansprechpartner


Geschichte der Orgel

Am 29. Juli 1696 wurde mit dem Orgelmacher Peter Heroldt ein Neubau-Vertrag geschlossen. Im Jahr 1700 verstarb dieser jedoch plötzlich, woraufhin sein Geselle, der Orgelbauer Johann Georg Fincke, die Arbeiten übernahm und die Orgel im Jahr 1701 fertigstellte.
Kurz nach Fertigstellung gab es bereits die erste Reparatur, durchgeführt von Heinrich Nicolaus Trebs. Den Auftrag dazu gab es nach Erstellung eines Gutachtens des Weimarer Stadtorganisten und "Orgelprüfer" Johann Gottfried Walther, auf Verlangen des Organisten Johann Tobias Krebs (Schüler von Bach und Walther und Vater des späteren Bach-Schülers Johann Ludwig Krebs).

Eine Erweiterung der Orgel erfolgte in den Jahren 1764-1766 durch Johann Michael Hartung, im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Orgel leider ebenfalls mehrfach verändert. Nicht immer zu ihrem Vorteil.


Die Disposition aus dem Jahre 1696:

Oberwerck I Unterwerck II Pedalwerck
Quinta Thön 16' Gedackt 8' Sub Baß 16'
Principal 8' Quinta Thön 8' Flötgen Bässgen 1'
Gems Horn (Flach Flöte) 8' Principal 4' Posaunen Baß 16'
Viola di gamba 8' Quinta 3' Cornet Bässgen 2'
Gedackt 8' Sesquialtera III
Octava 4' Octava 2'
Quinta 3' Zimbelstimme III
Super Octava 2' Trompeten Regal 8'
Sexa
Mixture VVI
Zimbelstimme III

Die heutige Disposition der Heroldt-Fincke-Orgel:

Hauptwerk C, D-d Brustwerk C, D-d Pedalwerk C, D-d
Bordun 16' Prinzipal 8' Subbaß 16'
Prinzipal 8' Quintatön 8' Violonbaß 16'
Gedact 8' Lieblich Gedact 8' Prinzipalbaß 8'
Gambe 8' (keine Pfeifen) Harmonika 8' Choralbaß 4'
Oktave 4' Oktave 4' Posaunenbaß 16'
Hohlflöte 4' Flöte 4'
Quinte 2 2/3' Nachthorn 2'
Oktave 2' Scharff 3fach 1'
Terz 1 3/5'
Mixtur 4fach 2'
Trompete 8'

Koppeln (als Züge): Manualkoppel II/I; Pedalkoppel I/P

Zwischen 1946 und 1949 fand eine Ausreinigung und Stimmung der Orgel in mehreren kleinen Schritten statt. Ausgeführt wurden diese Arbeiten von Orgelbaumeister Gerhard Kirchner. Derzeit ist die Orgel, aufgrund von zahlreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen, nicht spielbar. Eine Restaurierung ist nicht absehbar, die Gemeinde bedient sich leider momentan einer elektronischen Orgel.

Die Kirche (Kurzinfo)

1510 am 2.Pfingstfeiertag wird der Grundstein zur jetzigen Kirche gelegt.

1551 am 29. September, am Gedenktag des Erzengels Michael wird die Kirche geweiht und in gottesdienstlichen Gebrauch genommen.

1684 beim großen Stadtbrand am 18.Juli brennt auch die Kirche aus. Erhalten bleiben nur der Hohe Chor und die Umfassungsmauern des Turmes.

1689 am 29.Oktober erfolgt die Wiedereinweihung der neuerbauten, im Inneren sehr schlichten Kirche.

1690 neigt sich der Kirchturm einige Grad in südlicher Richtung

1696 - 1701 Einbau einer neuen Orgel (24 Register) durch den Orgelbauer Peter Herold, Apolda.

1718 am 10.Oktober ruft Superintendent Mylius zur inneren Gestaltung der Kirche auf.

1720 unterzeichnen der Stadtvogt Frohwein und Superintendent Mylius einen Kontrakt mit dem Florentiner Kunsthandwerker Franziskus Dominikus Minetti zur Ausgestaltung des Kircheninneren.

1722 Der Bachschüler Johann Tobias Krebs (1690 — 1762) wird Organist an der Michaeliskirche Buttstädt.

1724 Fertigstellung der Orgel. Die Abnahme erfolgt durch den Stadtorganisten Johann Gottfried Walther aus Weimar, einem Vetter J.S. Bachs

1726 bis 1728 errichtet der Hofbildhauer Friedrich Ph. Poppert aus Jena, ein Schwiegersohn des Superintendenten Mylius, den barocken Kanzelaltar. 1863 in der Nacht zum 21.Januar stürzt nach einem Blitzschlag des Vortages der Engel vom Turm auf den Marktplatz.

1899 das Kircheninnere wird grundlegend renoviert.

1978 am 6.Mai stürzen Teile des Gesimses von der Kirchendecke. Der Gemeindekirchenrat schließt die Kirche und beschließt den Bau des Gemeindehauses hinter dem Pfarrhaus.

1988 am 8.August feiert die Gemeinde das Knopffest nach einer Neueindeckung der Turmlaterne.

1989 bis zum heutigen Tage wurden und werden noch umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt.

2002 im Dezember Abbau des Gerüstes im Chorraum, vorläufige Beendigung der Arbeiten an der Chorraumdecke.

2003 Seit Pfingsten 2003 wird die Kirche wieder regelmäßig für Gottesdienste und Konzerte genutzt. Im
selben Jahr wird der barocke Kanzelaltar restauriert

2004 Restaurierung der Decke im Kirchenschiff
Im Juni Einbau einer digitalen Sacral Orgel, Typ Excellent mit 37 klingenden Registern durch die niederländische Orgelbaufirma Johannus in Ede. Die Peter-Heroldt-Orgel erklingt schon lange nicht mehr, eine Restaurierung ist nicht in Sicht.


Ansprechpartner/Kontakt

Evangelische Kirchgemeinde
Pfarramt/Kirchenbüro

Gustav-Reiman-Str. 1
99628 Buttstädt

Telefon 036373/99669
Dienstags 16.00 Uhr - 18.00 Uhr

E-Mail: kirchenbuero(at)kirche-buttstaedt.de
Webseite: www.kirche-buttstaedt.de


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde und Unterstützung von Kantor i.R. Horst Mey
Foto: Photo Porst Buttstädt - www.porst-buttstaedt.de
OI-B-95
weiterführende Links:

Webseite Kirche Buttstädt



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