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Die Orgel in St. Georg Denzlingen

Geschichtliches
Das Instrument
Disposition
Räumlichkeit und Aufstellung


Geschichtliches

Die Vermutung besteht, dass ein erstes Instrument schon im 16. Jahrhundert vorhanden war. Das erste dokumentierte Instrument wurde um 1740 durch den Orgelbauer Bernhard Heinrich Fromm gebaut. Vermutlich noch spielbar, wurde es 1756 nach Bischoffingen, einem kleinen Weinort im Kaiserstuhl verkauft.

Ersetzt wurde es durch ein neues Instrument des Orgelbauers Johann Baptist Hug aus Freiburg. Größere Reparaturen erfolgten 1772 durch Georg Markus Stein und 1819/20 durch die Waldkircher Orgelbauer Mathias und Ludwig Martin.

1852 erfolgte ein erster Umbau durch Josef Merklin auf 8 Manualregister und 3 Pedalregister, 1890 ein weiterer auf nunmehr 9 Manualregister und 3 Pedalregister in geänderter Ausstattung zwecks Anpassung an den Zeitgeschmack.

Schon 1907 und dann nochmals 1928 wurde dieser Orgel Unbrauchbarkeit bescheinigt; 1933 wird dann ein völlig neues Instrument angeschafft, ein 2-manualiges Werk mit Pedal von der Tochterwerkstatt Walcker in Steinfurt mit pneumatischer Traktur, welches 1961 von der Firma Kemper auf einen elektrischen Spieltisch und einer elektropneumatischen Traktur umgebaut wurde.

In der Folgezeit erwies sich dieses Instrument als recht unzuverlässig, sodass 1983 die Anschaffung der heutigen Tzschöckel-Orgel beschlossen wurde.


Das Instrument

Nach dem Verständnis des seinerzeitigen verantwortlichen Organisten Hannfried Lucke sollte die Ausgestaltung der Orgel den Bedürfnissen des Gottesdienstes und der konzertanten Aufführung von Orgelliteratur verschiedener Stilepochen gleichermaßen dienlich sein. Dem folgend hat das Instrument 2 Manualwerke und 1 Pedalwerk sowie 1 drittes Manual als Koppelmanual und ist mit Schleifladen und mit mechanischer Spieltraktur ausgestattet.
Das Hauptwerk hat 9, das schwellbare Brustwerk 8 und das Pedalwerk 6 klingende Register. Jedes Manual hat einen Tremulanten und ist auf das je andere und auf das Pedal koppelbar. Als Spielhilfe dienen dem Instrument drei zusätzliche freie Kombinationen.


In der Reihenfolge ihrer Anordnung und Bezifferung ist die Disposition wie folgt.

Koppeln: I/P; II/P; II/I; I/II

Hauptwerk
C - g‘‘‘ (I. Manual)

Brustwerk
C - g‘‘‘ (II. und III. Manual, schwellbar)

Pedal
C - f ´

Bourdon 16‘ Gedeckt 8‘ Subbaß 16‘
Prinzipal 8‘ Rohrflöte 4‘ Oktavbaß 8‘
Koppelflöte 8‘ Prinzipal 2‘ Gemsbaß 8‘
Oktave 4‘ Nasard 2 2/3‘ Flötgedeckt 4‘
Salizet 4‘ Oktävlein 1‘ Hintersatz 4‘-2‘-1 1/3‘-1‘
Blockflöte 2‘ Quinte 1 1/3‘ Fagott 16‘
Kleinkornett 3fach
4‘/2 2/3‘/1 3/5‘ (ab g0)
Terz 1 13/5‘  
Mixtur 4f. 2‘ Krummhorn 8‘  
Trompete 8‘ Tremulant  
Tremulant
 

Das Erscheinungsbild der Orgel mit der geteilten Anordnung der Pfeifenkästen ist einem modern gestalteten Engelsbild nicht unähnlich, wie es etwa von Paul Klee stammen könnte.


Räumlichkeit und Aufstellung

Die St.Georgskirche in Denzlingen ist eine nach Osten ausgerichtete Saalkirche mit rechteckigem Grundriss, deren Ostwand von einem großen gotischen Chorbogen durchbrochen und in einen gotisch gewölbten quadratischen Chor führt, welcher das Erdgeschoß des Kirchenturmes bildet. An der Westseite des Saals in ganzer Breite und an den Längsseiten in etwa dreiviertel Länge ist eine durchlaufende Empore angebracht. Die Vorgängerorgeln standen auf der Westempore, die neue Orgel hingegen, bedingt durch ihr deutlich größeres Format, ist an der nordöstlichen Ecke des Saales, also links vorne, ebenerdig aufgestellt.


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
Foto der Kirche - Quelle: Wikipedia - Fotograf: Wikipedia-Nutzer Mondberg
Foto der Orgel: Orgelbau Tzschöckel
Quelle: Festschrift anlässlich der Einweihung der Tzschbckel-Orgel am 12. Mai 1985
Karl Kornagel, Denzlingen - Oktober 2005
OI-D-3
weiterführende Links

Webseite Ev. Kirche Denzlingen



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