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Die Orgel der Klosterkirche St. Marien in Doberlug-Kirchhain

Die Orgel
Disposition


Die Orgel

Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain setzt sich aus dem Handwerkerstädtchen Kirchhain und der im 17. Jahrhundert gegründeten Residenzstadt Doberlug zusammen. Letztere geht auf das für die ganze Niederlausitz prägende Zisterzienserkloster Dobrilugk zurück, das sich nach der Auflösung infolge der Reformation zur Residenz ausbauen ließ. Ein Renaissanceschloss wurde errichtet und die alte romanische Klosterkirche zur Schlosskirche gemacht. Von der barocken Gestalt blieb nach einer Purifizierung nichts übrig. Diese wurde jedoch in einer historisierenden Renovierung 1905-09 rückgängig gemacht, sodass man sich heute in einem romanischen Raum mit prächtiger Barockausstattung wiederfindet.

Dem ordnet sich auch das Orgelgehäuse ein. Das Instrument selbst wurde schon 1874 als op. 209 von Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder errichtet. Er verwendete Pfeifenmaterial von 1790 wieder, sodass sich eine ungewöhnliche Disposition nach romantischem Grundmuster ergab.
Die Orgel hat mechanische Kegelladen.
Das Obermanual steht hinter einem Schweller, der durch einen Tritt nur im geöffneten oder geschlossenen Zustand, aber nicht in Zwischenstufen gehalten werden kann. Register wie Flûte harmonique (überblasende Flöte) und Voix celeste (sanfte Streicherschwebung) hat Sauer in Frankreich kennen gelernt und in seine Orgeln übernommen.

2002 wurde die Orgel von Christian Scheffler, Sieversdorf, restauriert und rekonstruiert.


Disposition
erbaut von Wilhelm Sauer, Frankfurt/Oder, 1874 (op. 209)
Rekonstruktion Christian Scheffler, Sieversdorf 2002

Hauptmanual (C-f’’’)

Obermanual (C-f’’’)
Jalousieschweller

Pedal (C-d’)

Bourdon 16’

Geigenprincipal 8’

Prinzipal 16’

Prinzipal 8’

Gedact 8’

Subbaß 16’

Gedackt 8’

Viol d’amour 8’

Prinzipal 8’

Flûte harm. 8’

Voix celeste 8’ ab c

Baßflöte 8’

Gambe 8’ (urspr. Gemshorn 8’)

Flauto dolce 4’

Cello 8’ (urspr. Violon 16’)

Nassard 5 1/3’

Gemshorn 4’

Quinte 5 1/3’

Oktave 4’

Oktave 4’

Rohrflöte 4’

Posaune 16’

Spitzflöte 4’

Rauschquinte 2 2/3’+2'

Mixtur 3-5fach

Cornett 2-5fach


Manual-Koppel; Pedal-Koppel
Volles Werk

Mit freundlicher Genehmigung von Albrecht Bönisch
Foto: Rudolf Bönisch
OI-D-37
weiterführende Links

Webseite Klosterkirchengemeinde Doberlug



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