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Die Orgel der Basilika St. Vitus in Ellwangen

Orgel
Disposition

St. Vitus
Ellwanger Zeittafel
Kontakt


Eine Orgel

dürfte die Ellwanger Klosterkirche schon im Spätmittelalter besessen haben. In den Jahren 1530, 1544, 1584, 1737 und 1776 wird ausdrücklich von einem Pfeifeninstrument berichtet.

In das erhalten gebliebene, 1776 von Johann Anton Ehrlich gefertigte Barockgehäuse baute Werner Walcker-Mayer (*1923) aus Ludwigsburg 1964 eine von Dr. Hans Böhringer, Stuttgart, entworfene Orgel mit drei Manualen, Pedal und 44 klingenden Registern ein. 1994 wurde sie durch Eduard Wiedenmann (*6.11.1953) aus Eberhardzell restauriert und um acht Stimmen auf 45 erweitert. Besonderheiten sind das Cornett, die Vox coelestis, das Krummhorn und die Röhrenglocken.


Disposition

Hauptwerk I

Schwellwerk II Kronwerk III Pedal
Rohrflöte 16' Weitprinzipal 8' Gedeckt 8' Prinzipalbaas 16'
Principal 8' Holzflöte 8' Rohrquintade 8' Subbass 16'
Gernshom 8' Harfpfeife 8' Prinzipal 4' Oktavbass 8'
Octave 4' Vox coelestis 8' Gemsrohr ged. 4' Rohrpfeife 8'
Koppelflöte 4' Holzprinzipal 4' Quintflöte 2 2/3' Waldflöte 4'
Quinte 2 2/3' Blockflöte 2' Octave 2' Choralbass 4'
Superoktave 2' Mixtur 4f l' Terz l 3/5' Hintersatz 4f 22/3'
Cornett 3f 2 2/3' Fagott 16' Quinte l 1/3' Kontrafagott 32'
Mixtur 5-6f 2' Trompette hann 8' Sifflöte 1' Posaune 16'
Trompete 16' Vox humana 8' Scharfzimb.4f 2/3' Bombarde 8'
Trompete 8' Schalmey 4' Dulcian 16'
Tremulant Tremulant Krummhorn 8'


Tremulant
Röhrenglocken








Renovierung und Umbau:
1994 Firma Orgelbau Wledenmann

Sachverständiger
Prof. Bernhard Ader Rottenburg/Stuttgart


Koppeln: III/I; II/I; III/II

Elektr. Setzer 16 Ebenen, 12 Kombinationen
Registerfessel
Sequenzer vor- und rückwärts
Röhrendampfung ab
Crescendo
Schweller
Zungen ab


St. Vitus

Die Lebensgeschichte dieses Heiligen ist von Legenden umrankt. Er soll der Sohn sizilianischer Eltern gewesen sein. Sein Vater habe ihn als jungen Mann vom christlichen Glauben abbringen wollen. Später als Anhänger Jesu verhaftet, sei er unter Kaiser Diokletian zum Tod verurteilt und in einen Kessel mit siedendem Öl geworfen und so gemartert worden. Schon um 450 wurde in der Kirche am 15. Juni seiner gedacht. Seine Gebeine gelangten 583 von Sizilien nach Unteritalien und 756 ins Kloster St-Denis. Ein Teil davon kam 836 in die Abtei Corvey und vor 930 von dort aus nach Prag. Wahrscheinlich über den Abt von Gladbach, dessen Kirche dem Märtyrer geweiht war, erhielt um 987 auch Ellwangen eine Reliquie.

Im Spätmittelalter und in der Barockzeit wurde Vitus in ganz Europa verehrt und zählte zu den Vierzehn Nothelfern. Abgebildet wurde er meist mit oder in einem Kessel. Der Heilige wurde von vielen Ständen und bei vielerlei Krankheiten angerufen. Vituskirchen finden sich an zwölf weiteren Orten der Diözese, darunter in Jagstzell. Dazu kommen vielerorts eigene Vitusaltäre.


Ellwanger Zeittafel

  • um 764 Die fränkischen adeligen Brüder Hariolf und Erlolf gründen das Benediktinerkloster
  • 814 König Ludwig der Fromme gewährt dem Konvent St. Sulpitius und Servilianus Unabhängigkeit und freie Abtswahl
  • 817 Das Kloster ist Reichsabtei (979 unter päpstlichem Schutz)
  • um 987 St. Vitus wird neuer Kirchen-und Klosterpatron 1
  • 100-1124 Bau der zweiten, hochromanischen Abteikirche und Konventanlage
  • 1024 Der Virngrundwald wird Abteiforst
  • um 1150 Der Klosterflecken erhält das Marktrecht
  • 1182-1233 Nach einer Feuersbrunst dritter Neubau der Konventanlage und der heutigen, spätromanischen Vitusbasilika (Weihe 3.10.1233)
  • 1215 Die Äbte sind Reichsfürsten 1229 Ellwangen erstmals als Stadt (civitas) bezeichnet
  • 1398 Neubau der Marienkirche (1487-1492 umgestaltet, 1752-1753 barockisiert)
  • 12.12.1443 Verheerender Stadt- und Klosterbrand
  • 2.4.1460 Die Reichsabtei wird in ein adliges Chorherrenstift umgewandelt
  • Vor 1468 Neubau der Stiftsgebäude, des Kreuzgangs und 1473 der Liebfrauenkapelle
  • 1473-1476 Wolfgangkirche (seit 1969 Pfarrkirche)
  • 1611 Jesuitenkloster
  • 1680-1704 Der Jesuitenpater Philipp Jeningen im Herrschaftsgebiet tätig
  • 1661-1662 Stiftskirche instandgesetzt und erstmals barockisiert
  • 1682-1695 Hochbarocke Wallfahrtskircheauf dem Schönenberg (1709 -1715 wegen Blitzschlag erneuert)
  • 1720-1723 Jesuitenkolleg und Gymnasium
  • 1724 Jesuitenkirche (1802 Garnisonsund seit 1817 Evangelische Stadtkirche)
  • 1724-1729 Stiftskirche barockisiert
  • 1737-1741 Donato Riccardo Retti, Emanuelo Pighini und Carlo Carlone gestalten die Stiftskirche im Rokokostil aus
  • 1749-1756 Schönenberg-Priesterseminar
  • um 1800 Das Ellwanger Herrschaftsgebiet umfasst 500 km2 und 20 000 Einwohner
  • 1802/1803 Die Fürstpropstei wird säkularisiert und gelangt an Württemberg
  • 1803-1938 Württembergisches Oberamt Ellwangen
  • 1812-1816 König Friedrich errichtet in Ellwangen für die an Württemberg gekommenen Katholiken ein Generalvikariat, eine katholische Landesuniversität und ein Priesterseminar
  • 1817 König Wilhelm von Württemberg verlegt Generalvikariat und Seminar nach Rottenburg und die Theologische Fakultät nach Tübingen•
  • 1909/1910 Renovation der Stiftskirche
  • 1959-1964 St. Vitus umfassend restauriert, Krypta wieder hergestellt
  • 1964 Papst Paul VI. erhebt St. Vitus in den Rang einer „Basilika minor"
  • 1972 Ellwangen wird Große Kreisstadt
  • 1983 750-jähriges Weihejubiläum der Stiftskirche
  • 1999 Frühbarocke Sebastianskapelle wird ökumenische Begegnungsstätte

Ansprechpartner

Kath. Pfarramt St. Vitus
Priestergasse 11
73479 Ellwangen/Jagst

Email: sankt.vitus(at)t-online.de

Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
Foto: Heinrich Wolf
OI-E-5
weiterführende Links

Webseite Seelsorgeeinheit Ellwangen



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