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Die Orgeln der evangelischen Stadtkirche Karlsruhe

Die Steinmeyer-Orgel
Die neue Chor-Orgel
Dispostition
Beschreibung


Die Architektur
Zerstörung und Neugestaltung
Die Unterkirche
Chöre
Konzertreihen



Die Steinmeyer-Orgel

Disposition
Erbaut 1958 - elektrische Traktur und Registrieranlage

I. Manual HW II. Manual OW III. Manual SW

IV. Manual
(Barockwerk-Kronwerk)

Pedalwerk

Prinzipal 16' Rohrpommer 16' Quintadena 16' Flötgedackt 8' Prinzipalbass 16'
Prinzipal 8' Engprinzipal 8' Holzflöte 8' Copula 4' Subbass 16'
Grobgedackt 8' Spitzgedackt 8' Singend Gedackt 8' Weitquinte 2 2/3' Quintadena 16'
Spitzflöte 8' Weidenpfeife 8' Flöte 8' Blockflöte 2' Quintbass 10 2/3'
Praestant 4' Kupferprinzipal 4' Gambe 8' Querpfeife 1' Oktavbass 8'
Rohrflöte 4' Nachthorn 4' Unda maris 8' Cymbel 1/6 3 f. Holzgedackt 8'
Quintnasat 2 2/3' Gemsquinte 2 2/3' Kleinprinzipal 4' Rankett 16' Choralbass 4'
Oktav 2' Schwegelpfeife 2' Blockflöte 4' Krummhorn 8' Nachthorn 2'
Waldflöte 2' Terzflöte 1 3/5' Quintgedackt 2 2/3' Spitzregal 4' Basszink 5 1/3' 3 f.
Terzprinzipal 1 3/5' Spitzquinte 1 1/3' Spillpfeife 2' Zimbelstern 4' Rauschwerk 2' 3 f.
Sedecima 1' Septime 1 1/7' Oktävlein 1' Tremulant Bombarde 32'
Mixtur 2' 5-7 f. Blockflöte 1' Mixtur 1 1/3' 4-6 f.   Posaune 16'
Helle Zimbel 1/2' 3 f. Scharfmixtur 1' 5 f. Nonquintan 1 1/3' 2 f.   Fagott 16'
Fagott 16' Rohrschalmei 8' Engtrompete 8'   Trompete 8'
Solotrompete 8' Kleinoboe 4' Clarine 4'  

Clarine 4'

Feldtrompete 4'

Tremulant

Tremulant

  Singend Kornett 2'

Spielhilfen: Computer-Setzeranlage (mit Fernbedienung), Walze

Die neue Rémy-Mahler-Orgel
(von Dr. Martin Kares, Orgelsachverständiger der Badischen Landeskirche)

Der Respekt vor dem Erbe der Steinmeyer-Orgel und der zwischenzeitliche gewandelte Ausbildungsstand bei den Organisten hinsichtlich historischer Aufführungspraxis ließ die Idee einer Chororgel reifen, welche neben besonderen klanglichen und spieltechnischen Eigenschaften auch die Möglichkeiten des Musizierens in Gottesdiensten und Konzerten vervielfältigen sollte. Dabei bot sich beim Blick in die Orgellandschaft der Region an, eine Hommage an die ursprüngliche Silbermann-Orgel der Stadtkirche zu komponieren. Der Blick auf die Orgeldisposition zeigt denn auch, dass das Oberwerk der Silbermann-Orgel quasi kopiert und durch verhältnismäßig wenige Register ergänzt wird. Die Register des Oberwerkes bilden mit denjenigen des „Resonance“-Manuals das Hauptwerk. Ein Koppelmanual fügt daher diese beiden klanglichen Teilbereiche zusammen.


Disposition:

III. Manual
Oberwerk (Positif)

II. Manual
Resonance

I. Manual (Koppelmanual)
Hauptwerk/Grand Orgue

Pedale

Bourdon 8' Coppel 16´ Coppel 16´ TM
Prestant 4´ Montre 8´ Montre 8´ TM
Flute 4´ Flute a´ cheminee 8´ Flute 8´
Nazard 2 2/3´ Gambe 8´ Flute 4´ TM
Doublette 2´ Flute a´fuseau 4´ Bombarde 16´
Tierce 1 3/5´ Cornet V Trompette 8´ TM
Larigot 1 1/3´ Trompette 8´
Fourniture III Tremblant doux
Cromorne 8´
Tremblant doux

Koppeln: Positif/Pedale, Resonance/Pedale

Beschreibung der Orgel

Der expressive Entwurf des Orgelbauers formt aus der Orgel eine gen Himmel strebende Skulptur, die im zeitgenössischen Orgelbau bislang so keine Parallele hat. Der hoch betagte Architekt des Wiederaufbaus der Stadtkirche, Herr Prof. Linde, gab hierzu vor einem hochrangig besetzten Gremium (Staatliches Hochbauamt, Denkmalamt, Kirchenbauamt) seinen ausdrücklichen Segen. So besteht nun das Orgelgehäuse aus Ahorn (Unterbau), Kirsche (Verblendungen der Pfeifentürme) und mit weißfarbenem „Stukko“ gefassten Zwischenflächen.

Die äußere Gestalt des Instrumentes in Form eines Turmes mit zwei Schauseiten führte zu einer besonderen Innenkonstruktion: Die beiden großen Windladen der C und Cis-Seite des Hauptwerkes liegen nicht wie üblich neben- sondern hintereinander. Dadurch musste etwa die Registertraktur quasi verdoppelt und die Spieltraktur für beide Laden V-förmig schräg nach oben geführt werden. Während die Elemente der Spieltraktur eiscnließlich der Klaviaturen extrem ausgedünnt und gewichtsreduziert wurden, um ein möglichst sensibles Spielgefühl zu erreichen, verschlang die Registermechanik einen halben elsässischen Eichenwald.

Das Pfeifenwerk stammt aus Mahler´scher Herstellung und weist einige Besonderheiten auf: Die gegossenen Zinn-/Bleiplatten für die Pfeifen sind mit einer speziellen Hammerschmiedetechnik verdichtet und auf die exakte Wandungsstärke gebracht worden. Verschiedene ungewöhnliche Details gerade beim Pfeifenbau erschließen sich erst im Orgelinneren – so etwa die „doppelt bombierte“ Körperform der Rohrflöten.

Die Keilbalganlage im Treppenhaus ist mit einer pneumatischen Aufblasvorrichtung ausgestattet, die den Motorwind vom eigentlichen Pfeifenwind trennt. Dadurch erhält der Orgelklang eine besondere Ruhe und Elastizität, welche dem gewählten Orgelstil in besonderem Maße entgegenkommt.


Die Architektur

Die Evangelische Stadtkirche wurde nach Plänen des berühmten Karlsruher Architekten Friedrich Weinbrenner (1766 - 1826) als Cathedralkirche des Landes Baden nach Weisungen von Großherzog Karl Friedrich (1746 - 1811) erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte am 8. Juni 1807, die Einweihung der Kirche am 2. Juni 1816 (Pfingsten). Weinbrenner gestaltete die Kirche nach dem Vorbild eines griechischen Tempels, auf den Glockenturm bestand der Großherzog höchstpersönlich. 1821 war die Stadtkirche Ort der Verabschiedung der Unionsurkunde für die Evangelische Landeskirche in Baden.


Zerstörung und Neugestaltung

1944 wurde die Kirche bei Fliegerangriffen zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte in beinahe sieben Jahren nach den Plänen des damaligen Leiters des Staatlichen Hochbauamtes Horst Linde. Eingeweiht wurde die neuerrichtete Kirche am 30. November 1958 vom damaligen Landesbischof Bender. Entsprechend der Tradition ist der Bauherr das Land Baden-Württemberg, lediglich der Betrieb und die Inneneinrichtung obliegt der Kirchengemeinde.
Der Innenraum wurde neu gestaltet; lichter, weiter, ein Durchbruch der Stirnwand, in der jetzt der Altar steht, keine Bilder und Statuen, leichte Säulen statt der ursprünglichen korinthischen Säulen. Ein Lichtband entlang der Längswände zieht den Blick nach oben. Die Decke ist gewölbt statt der ursprünglichen Kassettendecke. Entsprechend dem Baustil in den 50er Jahren wird das Material gezeigt: Stein, Beton, Holz, Stahl, Leder.


Die Unterkirche - heutiger Ausstellungsraum

Die Unterkirche diente Ursprünglich als Grablege der Großherzoglichen Familie. Die Särge wurden 1946 in das Mausoleum im Fasanengarten überführt, weil ein Sarg aufgebrochen worden war. Im Gewölbe unter dem Portikus finden sich die sterblichen Reste des Erbauers Friedrich Weinbrenner. In dieser Gruft sind auch Gedenktafeln an den Augenarzt, Schriftsteller und Berater des Großherzogs, Jung-Stilling, und des ersten Pfarrers an der Stadtkirche, Gottlieb August Knittel, zu finden. 1991 wurde die Unterkirche durch das Land als Ausstellungsraum hergerichtet. So hat sich die Möglichkeit ergeben - zumeist in Verbindung mit Veranstaltungen in der Stadtkirche - Ausstellungen durchzuführen.


Chöre

Der Bachchor Karlsruhe
...ist einer der großen Oratorienchöre Karlsruhes. Er führt zweimal jährlich große oratorische Werke auf. Darüber hinaus werden auch a cappella Konzerte und  die Gottesdienste der Stadtkirche mitgestaltet. Stimmliche Vorbildung ist erwünscht. Die Leitung hat Kantor Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser.

Probe ist Dienstags 20 bis 22.00 Uhr in der Kreuzstraße 13
www.bachchorkarlsruhe.de

Der CoroPiccolo Karlsruhe

...ist das Vokalensemble der Stadtkirche. Es werden vorwiegend a cappella-Werke aller Epochen, aber auch gelegentlich oratorische Werke erarbeitet und aufgeführt. Stimmliche Vorbildung und Blattsingkentnisse sind erforderlich. Die Leitung hat ebenfalls Kantor Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser.

Probe ist Donnerstags 20 bis 22.00 Uhr in der Kreuzstraße 13
www.coropiccolo.de

Cantus Juvenum Karlsruhe
"Cantus Juvenum Karlsruhe" – ist eine Singschule für Knaben und Mädchen.
Der Knabenchor ist an der Ev. Stadtkirche Karlsruhe beheimatet, der Mädchenchor an der Christuskirche.
Die künstlerische Leitung des Knabenchor haben Friedrich Wilhelm Möller und Christian-Markus Raiser und die Leitung des Mädchenchores Priska Schöner und Carsten Wiebusch.
Die Proben der verschiedenen Chorgruppen vom Vorchor bis zum Konzertchor finden Sie auf den Seiten des Cantus Juvenum Karlsruhe.
http://cantus-juvenum.de


Konzertreihen

Stunde der Kirchenmusik
Am letzten Freitag im Monat findet die 'Stunde der Kirchenmusik' als Forum für Vokal- und Instrumentalensembles statt.

Internationaler Orgelsommer
Der Internationale Orgelsommer findet an 5 Sonntagen im Juli/August statt . Es treten dabei herausragende Organisten aus aller Welt auf. Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr mit der Gesprächsrunde “Das blaue Sofa” und danach, um ca. 21 Uhr findet das Konzert statt.

Musik zum Advent
Die Musik im Advent findet in der Regel an den Adventssonntagen um 17 Uhr statt. Bei großen oratorischen Aufführungen kann sich die Uhrzeit auch ändern.


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
OI-K-10
weiterführende Links

Webseite Stadtkirche Karlsruhe



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