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Die Orgel der Pfarrkirche St. Laurentius in Saarburg

Informationen zur Orgel
Klangbeschreibung
Glockenspiel
Prospekt der Orgel
Disposition

Informationen zur Orgel

In der Vorgängerkirche stand eine im Jahr 1739 angeschaffte gebrauchte Orgel, die nach knapp vierzig Jahren (1777) durch ein zweimanualiges Instrument des Trierer Orgelbauers Carl Caspar Molitor[6] ersetzt wurde. Der Saarburger Dechant Biunda hat sie 1857 zusammen mit der Eichenholzbrüstung für die Empore nach dem Totalumbau des Kirchengebäudes an die Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Freudenburg für 300 Taler verkauft.

Die Orgel für den Kirchenneubau stammte aus der Werkstatt des Linzer Ludwig Hünd, kostete 1 450 Taler und wurde 1866 eingeweiht. Im Jahr 1905 ließ die Kirchgemeinde eine neue Orgel der Firma Hock aus Saarlouis installieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit kamen einige Teile der Hünd-Orgel zur Wiederverwendung. Die Hock-Orgel erlitt 1944 beim Bombenabwurf einen Totalschaden. Nach dem 1947 begonnenen Wiederaufbau der Kirche lieferte die Firma Oberlinger aus Windesheim im Jahr 1949 eine neue Orgel, die bis Ende 2003 ihren Dienst tat.

Nachdem eine Restaurierung der alten Oberlinger Orgel nicht mehr wirtschaftlich erschien, entschied sich die Kirchengemeinde zur Anschaffung einer neuen Orgel. Am Sylvestertag 2003 ertönte letztmals das in den Nachkriegsjahren angeschaffte Instrument.

Die neue Pfeifenorgel in St. Laurentius wurde im Rahmen eines festlichen Hochamtes am Sonntag, 19. September 2004 durch den damaligen Ordinariatsdirektor Hans Wilhelm Ehlen (bis 2002 Pfarrer in Saarburg) geweiht. Die Orgel ist das Opus 295 aus der Orgelbauwerkstatt Josef Weimbs GmbH in Hellenthal / Eifel. Sie verfügt über 27 Register verteilt auf 2 Manuale und Pedal.


Klangbeschreibung Autor: Edwin Fell

Die Disposition des Hauptwerkes auf 16’ – Basis besitzt neben einem lückenlosen Principalchor von 8’ bis zum 2’ zwei Flöten in 8’ und 4’ Lage und einen Streicher in 8’ Lage. Ein dreifaches Cornet composé, eine vierfache Mixtur 1 1/3’ und eine Trompete 8’ geben dem Werk Brillianz.

Die Register des Schwellwerks stehen in einem geschlossenen Gehäuse, dessen vordere, in den Kirchenraum gerichtete Jalousien während des Orgelspiels stufenlos geöffnet und geschlossen werden können. Dadurch wird der austretende Klang vom Pianissimo bis zum Fortissimo regelbar. Ein Principalregister in 8’-Läne ergänzt die weiteren 8’-Stimmen zu den jeux de fonds. Weiterhin besitzt das Schwellwerk ein Cornet décomposé mit überblasenden Flöten. Der Zungenchor in 16’ und 8’ Lage gibt dem Werk Kraft, die Register Basson 16’ und Hautbois 8’ legen zusammen mit den jeux de fonds den Klangteppich für romantische Literatur.

Das Pedal ist ganz auf fundamentalen Klang ausgerichtet. Ein weit dimensionierter Subbass 16’ und eine Principalflöte 8’ bilden das Fundament. Bombarde 16’ und Posaune 8’ ergänzen das Zungenensemble der Manuale in der Basslage.


Glockenspiel

Die Orgel verfügt außerdem über ein Glockenspiel aus der Saarburger Glockengießerei Mabilon, ähnlich den bekannten holländischen Carillons. Das Glockenspiel hat den Umfang von zwei Oktaven (24 Glocken) und ist von beiden Manualen und Pedal aus spielbar. Damit schließt sich für die Glockengießerei Mabilon in Saarburg ein Kreis. Als Urbanus Mabilon sich 1720 in Saarburg niederließ, goss er für St. Laurentius und die Stadt 7 Glocken. Drei der Glocken (1722) läuten bis zum heutigen Tag im Turm der Kirche. Die letzten Glocken, die in Saarburg gegossen wurden, klingen in der neuen Orgel von St. Laurentius. Die Glockengießerei ist heute ein Museum.
Prospekt der Orgel

Das symmetrische, modern gestaltete Gehäuse strebt in die Höhe, ähnlich einer geöffneten und ausgestreckten Handinnenfläche. Gehäuseabschlüsse als halbe Kreise prägen sein außergewöhnliches Äußeres. Diese Rundungen sind dem Schiffsbau entnommen. Sie erinnern uns an eine alte Saarburger Tradition, die auch schon Geschichte ist, die der Schifferfamilien. Der blaue Stoff zwischen den Türmen symbolisiert das Wasser der Saar.

Disposition:
Weimbs 2004 (II/27/P)

I. Hauptwerk C-g3

II. Schwellwerk C-g3

Pedal C-f1

Bordun 16'

Diapason 8'

Subbass 16'

Principal 8' Flute ouverte 8' Octave 8'
Hohlflaut 8' Salicional 8' Bombarde 16'
Viola da Gamba 8' Voix celeste ab c Posaune 8'
Octave 4' Flute traversiere 4' Glockenspiel
Flaut 4' Nazard 2 2/3'
Quinte 2 2/3' Flageolet 2'
Superoctav 2' Tierce 1 3/5'
Cornet III ab f 2 2/3' Fourniture IV 2'
Mixtur IV 1 1/3' Basson 16'
Trompete 8' Basson / Hautbois 8'
Tremulant Trompette Harmonique 8'
Glockenspiel Tremulant
Glockenspiel

Koppeln / Spielhilfen: II/I, I/P, II/P


Mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde
Informationen zur Orgel teilweise aus Wikipedia
Foto: Orgelbau Weimbs
OI-S-32
weiterführende Links:

Webseite Pfarreiengemeinschaft Saarburg



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