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Die Orgel der Neuapostolischen Kirche Senden

Disposition der Orgel
Konzeption
Disposition
erbaut 1985/2017 Orgelbau Andreas Offner, Kissing

Manual I Manual II Manual III Pedal
Geigenprincipal 8' Salicional 8' Holzgedeckt 8' Subbass 16'
Principal 4' Rohrflöte 4' Apfelregal 8'  
  Sesquialter 2 2/3' II    
  Octave 2'    

Traktur, mechanisch/Schleiflade
Koppeln: I/II, III/II, III/P, II/P


Konzeption

Bei der Renovierung der Kirche in Senden wurde die E-Orgel durch eine kleine Pfeifenorgel ersetzt. Das Instrument wurde aus zwei gebrauchten Orgeln zusammengestellt und mit einem neuen Gehäuse versehen.
Die technische Grundlage bildeten Windladen, Lagerwerk, Traktur und dreimanualige Spielanlage samt Pedal und Bank einer Hausorgel, die 1985 von Bernhard Schmidt, Gelnhausen, gebaut wurde. Das Instrument stand mit einer neobarocken Disposition (u.a. Basis nur auf Quintade 8' und "Salicional" – eigentlich leisen Geigenprincipal-Pfeifen –, sowie Apfelregal) in einem Privathaushalt als Üborgel. Das restliche Pfeifenwerk, um damit z.B. eine ordentliche Basis auf Geigenprincipal, Salicional und Gedeckt zu bekommen und auch den Rest der Disposition aufzustocken, stammt aus der ehemaligen Orgel der NAK Bad Wildbad, die 1976 von Robert Hammer in Eigenleistung und unter Verwendung älteren Pfeifenmaterials gebaut wurde. Überarbeitung und Neuorganisation der Disposition sowie das neue Gehäuse und die neue Windanlage stammen von Andreas Offner, Kissing.

Die Orgel steht mittig auf der rückwärtigen Empore. Dazu wurde die oberste Stufe der Empore auf breiter Front nach vorne gezogen und ermöglicht nun neben der Orgelaufstellung ein Musizieren mit Instrumentalensemble und vor der Orgel angeordnetem Chor. Der Sichtkontakt zu Altar und Dirigent wird über einen großen Spiegel hergestellt.

Das technische Konzept der Üborgel erlaubt es, von einem reicher besetzten Manual auszugehen und einzelne Grundstimmen von Nebenwerken aus zukoppelbar zu machen. Das mittlere Manual ist damit auch das zentrale Manual mit der Klangkrone der Octave 2' und der Sesquialter, die sowohl als Kleinmixtur als auch in Soloregistrierungen eingesetzt werden kann. Auf ihm befinden sich mit dem recht grundtönigen Salicional 8' und der Rohrflöte 4' zudem leise Klangfarben. Die eigentliche Basis des vollen Werks ist mit Geigenprincipal 8' und Principal 4' auf dem unteren Manual vorhanden, das an das zweite Manual ankoppelbar ist (I/II). Damit ist ein Vorplenum mit 8' + 4' auf I und gleichzeitig ein Plenum bis zur Klangkrone auf II getrennt voneinander spielbar. Ebenfalls an das zweite Manual ankoppelbar ist das dritte Manuel (über III/II), das mit dem Holzgedeckt 8' ein Begleitregister und mit dem Apfelregal eine seltene kurzbechrige Solo-Zungenstimme enthält. Daß das Pedal mit Subbaß 16' nur über III/P und II/P mit den oberen beiden Manualen verstärkbar ist, erklärt sich aus der ursprünglichen Konzeption der Hausorgel, in der das erste Manual mit dem Pedal kombiniert, der Subbaß als Bourdon 16' im ersten Manual spielbar war. Diese Transmission wurde aufgelöst, der Subbaß verselbständigt und das Manual mit 8' und 4' besetzt. Eine zusätzliche Koppel einzubauen war nicht möglich.

Die Windanlage, Motor und Vorbalg, ist im neuen Gehäuse über der hinten stehenden Windlade von Manual I und Pedal angebracht. Dadurch entfällt die separat neben dem Gehäuse stehende Motorkiste. Der Motor ist trotz der exponierten Lage und den meist flexiblen Kondukten zu den Windladen sehr leise.
Die Traktur ist in ungekoppeltem Zustand leichtgängig. Die bestehenden Koppelanlagen der Üborgel sind allerdings so gelagert, daß es doch eines gewissen Kraftaufwands bedarf, wenn beide Manualkoppeln geschaltet sind.
Die Stimmung der Orgel ist ungleichstufig nach Bach/Kellner angelegt.

Andreas Ostheimer



 


mit freundlicher Genehmigung von Andreas Ostheimer
OI-S-98
weiterführende Links:

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