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Intonationen zum Gotteslob für Orgel und andere Tasteninstrumente

Komponist: Franz Leinhäuser
Verlag: Bärenreiter


Unter die Begleit-Publikationen des neuen katholischen Gesangbuchs „Gotteslob“ ist auch der vorliegende Band zu rechnen, eine Fleißarbeit des früheren Regionalkantors im Bistum Trier, Franz Leinhäuser. Da das offizielle Orgel(begleit)buch keine Intonationen enthält, unterzog sich Leinhäuser der Aufgabe, 678 Intonationen zu allen Liedern und Gesängen zu schreiben und damit vor allem den nebenamtlichen, im Improvisieren weniger gewandten oder mutigen Organisten eine Hilfestellung zu geben. Aber auch Berufsmusiker können der Sammlung mancherlei Anregungen für improvisierte Intonationen entnehmen.

Man muß dem Autor bescheinigen, daß es ihm gelungen ist, leichte, praxisgerechte Intonationen zu erfinden und dabei einen erstaunlichen Abwechslungsreichtum an den Tag zu legen, was bei den kleinen  Formaten von nur 4 bis 8 Takten gar nicht so leicht ist. Leinhäuser erliegt nie dem Zwang zur Typisierung, sondern setzt sich kreativ mit dem Vorgegebenen auseinander und hält dabei immer ein bestimmtes Niveau. Gelegentlich kommt es sogar zu Ausflügen in neuere Tonsprache. Freilich ließ es sich bei der gegebenen Fülle nicht vermeiden, dass gewisse Formtypen mehr präsent sind als andere, z. B. die Kontraktion von erster und letzter Liedzeile. Häufiger finden sich auch Sequenzen, die das Anfangsmotiv sogleich auf benachbarten Stufen wiederholen. Ein großer Vorzug der Intonationen besteht darin, dass sie Metrum und Tempo des Liedes vorwegnehmen und damit einen musikalischen Zusammenhang zwischen Intonation und Lied herstellen, ein allzu häufig vernachlässigter Aspekt. Wenn einige wenige Intonationen nicht in den Anfangston des nachfolgenden Liedes münden, sondern in einer anderen Lage schließen, so wird das eine aufmerksame Gemeinde nicht als Überforderung, sondern eher als willkommene Abwechslung betrachten.

Eine verdienstvolle Publikation, deren Wert nicht zuletzt darin liegt, dass sie eine vorhandene Lücke schließt.

Klemens Schnorr - für www.orgel-information.de
Juli 2016 / Februar 2017


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