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„Hört zu Christen“ - zum 90. Geburtstag des Komponisten Günter Berger
un.er.hört - neue kirchenmusik an der stadtkirche st. marien celle

Kirchenmusik ist nicht nur zeitloser Kunstgenuss,
sondern sie kann auch existenzielle Grundfragen des Glaubens für die Welt, in der wir heute leben, stellen.

Hört zu Christen“ - so lautet das Motto einer Veranstaltungsreihe zum 90. Geburtstag des Komponisten Günter Berger (Dötlingen bei Bremen) vom 14.-17.11.2019 jeweils um 18.00 Uhr in der Stadtkirche St. Marien und im Notenkeller Celle (Braunschweiger Heerstraße 7).

Die Erinnerungen an seine Kindheit im oberschlesischen (heute polnischen) Oppeln (Opole), die als Reichspogromnacht bekannte Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und die abenteuerliche Flucht 1945 sind bis heute lebendig. „Auf der Suche nach dem unfassbaren Gott“ entstand so die Vertonung des „Liedes vom ausgemordeten jüdischen Volk“ des 1944 in Auschwitz ermordeten jüdischen Dichters Jizchak Katzenelson - ein unmittelbar ergreifendes Werk, das zum Abschluss des ersten Konzertabends am Donnerstag, den 14.11., gemeinsam mit Werken von Henry Purcell (1659 - 1695) erklingt. Es singt die Sopranistin Anna-Elisabet Muro, begleitet von Tobias Liebezeit (Perkussion), Michael Voigt (Orgel), Daniel Kunert (Sprecher) und dem Komponisten selbst am Flügel.

Anhand seiner Autobiographie „Vaters Kalikukafranz“ findet am Freitag, den 15.11. ein Gesprächsabend mit Prof. Günter Berger (Dötlingen bei Bremen) im Notenkeller statt.

Am Samstag, den 16.11. sind zwei „Kantaten für Menschen von heute“ zu hören: Mit den „Tangos und Chorälen für Dietrich Bonhoeffer“ gewann Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) 2006 den Kompositionspreis der Stadt Neuss. Nach dem „Divertimento“ für Perkussion und Orgel von Jürg Baur (1918 - 2010) erklingt die Kantate „Hört zu Christen“ von Günter Berger, ein Werk, das unmittelbar zugänglich Meditation und Zeitgeschichte verbindet. Neben den Solisten Anna-Elisabet Muro (Sopran) und Bert Mario Temme (Bariton) sind Daniel Kunert als Sprecher, die Jugendkantorei der Ev. Singschule Celle und ein Instrumentalensemble (Flöte, Posaune, Kontrabass, Marimba, Perkussion, Cembalo, Orgelpositiv, Orgel) unter der Leitung von Michael Voigt zu hören.

Den Abschluss der Reihe bildet am Sonntag, den 17.11., eingerahmt von Werken von Franz Liszt (1811 - 1886) das 2010 im Kompositionswettbewerb des Altenberger Doms preisgekrönte Orgelwerk „Aus der Tiefe der Zeiten“, in dem Berger Gregorianik und neue Klänge faszinierend verbindet. Jeweils im Wechsel singt die Schola Gregoriana Cellensis unter der Leitung von Klaus-Hermann Anschütz die Choräle im Original.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei - am Ausgang wird eine Spende zur Finanzierung erbeten.

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Vielen Dank.

Pressemeldung der Stadtkirche St. Marien Celle
weiterführende Links:

Webseite Stadtkirche Celle
Webseite Notenkeller Celle