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Kompositionswettbewerb Orgel 2019 der Stiftsmusik Stuttgart
Preisträger gekürt | Preisträgerkonzert am 29. Juni

Die Würfel sind gefallen, die Jury hat am 25. März getagt und entschieden, wer die Preisträger des ersten Kompositionswettbewerbs Orgel der Stiftsmusik Stuttgart sind. Gefragt war ein Werk für Orgel solo von maximal 10 Minuten Dauer, dem ein Cantus firmus freier Wahl zugrunde liegt. Die Jurymitglieder Prof. Daniel Glaus (Zürich/Bern, Jury-Vorsitz), Prof. Jon Laukvik (Stuttgart), Prof. Axel Ruoff (Stuttgart) und Prof. Gunnar Idenstam (Stockholm) haben 44 Einsendungen ausgewertet und einstimmig zwei Preise vergeben: 

Der 1. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 1.500 € geht an Samuel Cosandey aus der Schweiz für seine Komposition »… Sommerzeit?«.
Den 2. Preis und 500 € erhält Günter Berger aus Niedersachsen für seine »Sinfonische Rhapsodie«. Beide Werke kommen beim Stiftsmusikfest im Sommer 2019 zur Uraufführung: im Preisträgerkonzert am Samstag, 29. Juni 2019, um 10 Uhr auf der großen Mühleisenorgel in der Stuttgarter Stiftskirche.

Außerdem hat die Jury drei weitere Werke ausgewählt, die ebenfalls beim Preisträgerkonzert uraufgeführt werden. Das sind: »Figment for Organ« von Jean Francois de Guise aus Sachsen-Anhalt, »Organum supra Te Deum« von Jan Lehtola aus Finnland sowie »Orgelwerk II Prelude – Finale« von Michael Phillips aus Großbritannien. 

Einstudiert und aufgeführt werden alle Werke von Studierenden aus der Orgelklasse von Prof. Ludger Lohmann an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. 


DIE PREISTRÄGER

Samuel Cosandey, Jahrgang 1992, ist Titularorganist an der Temple-Kirche in Fribourg und Organist des Schweizer Paraplegiker-Zentrums. Er unterrichtet Orgel an der Musikschule in Aigle. Neben seiner Tätigkeit als Pädagoge, Kirchenmusiker und Konzertorganist komponiert er sowohl für die Liturgie als auch für verschiedene Schweizer Ensembles. Seine erste Orgelausbildung erhielt Samuel Cosandey bei Martine Reymond in Montreux. Parallel dazu absolvierte er die Matura für Künstler und Spitzensportler am Gymnasium Auguste-Piccard. Nach seinem 2014 abgeschlossenen Bachelor of Arts in Orgel an der Hochschule der Künste Bern studierte er weiterhin Orgel bei Daniel Glaus bis zum Master of Arts im Fach Orgel 2016. Bis 2018 folgte ein Master-of-Arts-Studium im Fach Musical Creation, das er summa cum laude abschloss. Ergänzend besuchte er regelmäßig Sommerschulen und Meisterkurse u.a. bei Guy Bovet, Emmanuel le Divellec, Tobias Willi, Luigi Ferdinando Tagliavini, Michel Bouvard, Olivier Latry und Zsigmond Szathmary. Samuel Cosandey war Preisträger des Internationalen Orgelwettbewerbs 2015 in Bern und des Migros-Kulturprozent-Preises 2017. | www.samuelcosandey.com

Günter Berger, 1929 geboren und aufgewachsen im oberschlesischen Oppeln, hat bereits früh sein Interesse für geistliche Musik und Orgeln entdeckt. In Halle (Saale) studierte er Kirchenmusik, war in den Jahren 1948–51 Organist und Chorleiter an der dortigen Propsteikirche und später lange Zeit als Kantor in Delmenhorst tätig. Durch geradezu revolutionäre Klangerweiterungen erregte Berger – aus der strengen Berliner Schule von Joseph Ahrens kommend – schon an seiner ersten Organistenstelle großes Aufsehen und wird seither vereinfachend der Postmoderne zugerechnet. Tatsächlich pflegt er jedoch einen ausgesprochen eigenwilligen Stil, vielfach von Olivier Messiaen beeinflusst, den Günter Berger bis 1979 als Dozent für Klavier, Cembalo und Orgel an der Pädagogischen Hochschule Vechta sowie als Professor für Orgelliteratur und Orgelimprovisation an der Hochschule für Künste Bremen lehrte. Zu den bekanntesten Eigenkompositionen des mehrfach ausgezeichneten Künstlers gehören seine »Passion nach Johannes« für Soli und gemischte Chöre, die 1991 mit dem Kompositionspreis der Stadt Neuss geehrt wurde, das Stück »Echos et couleurs«, für das er 2008 beim Internationalen Orgelfestival in Düsseldorf den ersten Preis bekam. 2014 gewann er den Kompositionspreis Zeitgenössische geistliche Musik des Festivals Europäische Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd für sein Werk »El Roi-Impressionen« für Knabenchor a cappella. Heute lebt und arbeitet Günter Berger in Dötlingen bei Bremen.

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Pressemeldung Stifsmusik Stuttgart
Foto der Mühleisenorgel: Luca Taukert
weiterführende Links:

Webseite Stiftsmusik Stuttgart