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Die Orgel in St. Severi Otterndorf

Die Geschichte der Orgel
Disposition


Kontakt


Die Orgel nach der Restaurierung 2024 - Foto: Renetrost - Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0 international“.

Die Geschichte der Orgeln
Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Severikirche_(Otterndorf)) - abgerufen am 20.08.2026

Die erste Orgel wurde 1553 vom Buxtehuder Orgelbauer Matthias Mahn gebaut, dann im Jahre 1596 von Antonius Wilde um- bzw. neugebaut, und um 1662 wurden weitere Änderungen von dem Hamburger Orgelbauer Hans Riege durchgeführt.

1741–1742 baute Dietrich Christoph Gloger die Orgel mit 46 Registern auf drei Manualen und Pedal neu auf, unter Verwendung von Pfeifenwerk aus 23 Registern des Vorgängerinstruments. Mit ihren insgesamt 2676 Pfeifen war sie damals und ist bis in die heutige Zeit die größte Barockorgel im Elbe-Weser-Dreieck sowie eine der bedeutendsten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Das unter Denkmalschutz stehende Instrument steht auf der oberen Westempore.

Im 19. Jahrhundert wurden einige Register durch solche ersetzt, die stärker dem Zeitgeschmack entsprachen. Die originalen Pfeifen im Prospekt wurden 1916 an die Rüstungsindustrie abgeliefert. Ein schwerwiegender Eingriff in die historische Substanz erfolgte 1936, als die Firma P. Furtwängler & Hammer die Orgel auf unsachgemäße Weise renovierte, so dass nur noch 21 historische Register aus Renaissance und Barock erhalten blieben. Dabei kamen minderwertige Materialien zum Einsatz, Pfeifen wurden verkürzt und wenig fachgerecht repariert sowie durch unpassende Register ergänzt.
1978 erfolgte eine Sanierung der Windladen durch die Werkstatt Alfred Führer, 2013 eine erweiterte Wartung und Stabilisierung durch Orgelbau Steinhoff.

Zuletzt war die Orgel in einem durch Schimmel und durch die Maßnahmen von 1936 stark beeinträchtigtem Zustand und bedurfte einer umfassenden Rekonstruktion nach modernen denkmalpflegerischen Standards. Im Januar 2022 wurde die Orgel daher abgebaut und zur Restaurierung in die Werkstatt von Hendrik Ahrend gebracht, wo sie innerhalb von zweieinhalb Jahren auf den ursprünglichen Zustand zurückgeführt wurde. Die Wiedereinweihung erfolgte in einem Gottesdienst am 20. Oktober 2024 durch Regionalbischof Hans-Christian Brandy und Regionalkantor Kai Rudl. Die Kosten für die Sanierung beliefen sich auf 1,8 Millionen Euro, die durch die Evangelische Landeskirche, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Fördertöpfe und private Spenden, unterstützt von einem Förderverein, aufgebracht wurden.
Disposition
Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Severikirche_(Otterndorf)) - abgerufen am 20.08.2026

I Hauptwerk C–c3 II Hinterwerk C–c3 III Brustwerk C–c3 Pedal C–d1
1. Quintadena 16' G 13. Bartpfeiff 8' 25. Gedact 8' H 35. Principal 16'
2. Principal 8' 14. Quintadena 8' G 26. Rohrfloit 4' H 36. Subbass 16' H
3. Gedact 8' H 15. Octav 4' G 27. Nasat 2 2⁄3' 37. Octav 8' H
4. Octav 4' G 16. Spitzfloit 4' H 28. Octav 2' G 38. Octav 4' G
5. Gedact 4' G 17. Quint 2 2⁄3' G 29. Waldfloit 2' 39. Nachthorn 2'
6. Quint 2 2⁄3' G 18. Octav 2' G 30. Gemshorn 2' 40. Tertian II 3 1⁄5'
7. Octav 2' G 19. Siffloit 1 1⁄3' 31. Sexquialtera II 41. Mixtur III
8. Tertian II 3 1⁄5' 20. Sexquialtera II 32. Cimbel II 42. Posaun 16' teilw. H
9. Rauschpfeiff II 21. Mixtur IV 33. Krumphorn 8' 43. Dulcian 16'
10. Mixtur IV H 22. Fagott 16' 34. Trechterregal 8' 44. Trommet 8' teilw. H
11. Trommet 16' teilw. H 23. Vox humana 8'   45. Trommet 4'
12. Trommet 8' 24. Schalmey 4'   46. Cornet 2'

Koppeln: II/I, III/I

Spielhilfen:
4 Ventiele
2 Tremulanten: II, III/I
Cimbelstern
Anmerkungen:

H = historisches Pfeifenmaterial aus dem 16.–18. Jahrhundert, u. a. von Antonius Wilde (1596) und Hans Riege (1662)
G = Register von Gloger (1741–42)


Die Orgel vor der Restaurierung 2024 - Foto Patric Leo

Kontakt

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Severi
Gemeindebüro
Himmelreich 2
21762 Otterndorf

Telefon: 04751/3935
E-Mail: kirchenbuero(at)kirche-otterndorf.de

mit freundlicher Unterstützung des Musikfest Bremen
Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Severikirche_(Otterndorf)) - abgerufen am 20.08.2026

Fotos:
Orgel frontal: Foto: Wikipedia-User Renetroost
Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0 international“.
Orgel leicht seitlich: Patric Leo - mit freundlicher Genehmigung des Musikfest Bremen

OI-O-30 - veröffentlicht: 20.08.2026

weiterführende Links:

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