Die Orgel
Die Orgel in der Kirche zu Dranse wurde 1892 vom Orgelbauer Friedrich Hermann Lütkemüller erbaut. Sie steht auf der Westempore der 1861 erbauten, für ländliche Verhältnisse großen und geräumigen Dorfkirche.
Der Orgelbauer fertigte bald nach Beginn seiner Selbständigkeit 1844 zwei Gehäuseentwurfe an, die er den Auftraggebern zur Auswahl vorlegte. Neben der hier in Dranse realisierten romanischen Front auch eine - in anderen Kirchen viel häufiger gebaute - gotische Fassade.
Die Entscheidung der Gemeinde für die romanische Prospektfassade in Dranse war richtig, denn sie wirkt im Raum stimmig.
Die Orgel mit neun Registern auf einem Manual und Pedal ist in allen ihren Teilen unverändert erhalten geblieben, derzeit (2026) jedoch nicht spielbar und stark beschädigt. Ursachen dafür sind ein sehr langer Stillstand der Orgel und ein über viele Jahre negativ auf die Orgel wirkendes Raumklima, bis hin zu Wassereinbruch in die Orgel aufgrund des defekten Daches.
Die Kirche ist inzwischen umfassend saniert worden, einer Orgelrestaurierung steht also nichts im Wege.
Sie ist mehr oder weniger eine Fleißarbeit und braucht eine Werkstatt, die Erfahrungen im Umgang mit diesen Orgeln hat. Die Orgel muss zerlegt und in allen ihren Teilen eingehend restauriert werden.
Die Untersuchung zeigte, dass am Klang des Instrumentes – an der Intonation – in all den vergangenen Jahren nichts manipuliert wurde, sie also einen hohen Original-Wert besitzt.
nach einem Gutachten von Friedrich Drese
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde |