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Hymne „Sörg, o kjaere fader du“

Komponist: Kurt Nystedt
Verlag: Cantando

Norwegische Orgelmusik gilt in Mitteleuropa noch immer als exotisches Terrain. Dabei hat der Autor Knut Nystedt (1915 – 2014) seit seinem Drama „Hiob“ für Sprecher + Orgel längst viel Bewunderung, über Fachkreise hinaus, erfahren dürfen.

1963 legte er mit einer bündigen in Noten gefaßte Orgelimprovisation „Sörg, o kjaere fader du“ eine Hymne vor, die nun jüngst beim norwegischen Verlag Cantando/ Stavanger erschienen ist. Man spürt, dass Nystedt selbst zeitlebens orgelbewandert war. Das Stück liegt gut in der Hand, gut in den Füßen; es gewinnt rasch in der Einleitung durch griffige Akkorde. Das sich aus diesem thematischen Material entwickelnde Laufwerk umgarnt stets den cantus firmus. Freilich auf einem größerem Instrument gewiß wirkungsvoll darzustellen, dürfte es jedoch auch auf kleineren Orgeln (ohne Lingualbreich) überzeugend klingen, zumal der Komponist Registervorgaben dankenswerterweise vermeidet und somit nicht einengt. Die vierseitige Fantasie mündet am Ende wieder in jene kraftvolle Quarten, die anfangs das Tor zur Choralbearbeitung bildeten und dürfte eher im mittelschweren Bereich – geeignet also auch für semiprofessionelle Organisten- anzusiedeln sein.

Ein über den gottesdienstlichen Rahmen hinaus knappes solid-gearbeitetes Werk, dem man (nicht nur) hierzulande rasche Verbreitung wünscht.

Wieland Meinhold - für www.orgel-information.de
November 2018 / Juni 2019


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