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Klangraum Augustinerkirche Würzburg

Interpreten: Christian Bischof, Erwin Horn, Hans-Bernhard Ruß
Klangraum Augustinerkirche Würzburg
Label: Organum Classics

Das ist eine zwiespältige Eindrücke hinterlassende Produktion: Einerseits hat man sehr wohl den Eindruck, dass dieses Instrument in der Live-Begegnung sehr beeindruckend sein könnte, andererseits ärgert einen diese Aufnahme doch arg.

Die Orgel wurde ursprünglich erbaut von der renommierten Firme Johannes Klais aus Bonn, 2011 aber im Zusammenhang mit einer aufwändigen Renovierung des Kirchenraums komplett neu intoniert. Die ohnehin bereits von Klais „romantisch-sinfonisch“ angelegte Orgel wurde dabei von der Firma Seifert nach Aussagen im Booklet in ihrer Grundausrichtung noch verstärkt. Ob das so glücklich gewesen ist, das kann man nach dem Hören dieser CD nicht recht beurteilen. Zweifel entstehen und bleiben auch nach mehrmaligem Hören bestehen. Dieses ganz auf das deutsche Repertoire des 19. Jahrhunderts ausgerichtete Instrument ist eine ideale Reger-Orgel, aber die Akustik des Raumes oder vielleicht auch nur Akustik dieser Produktion stellt alles in Frage.
Auf jeden Fall verfügt das Instrument in der Tiefe und im grundtönigen Bereich über eine phänomenales Volumen und eine enorme Farbenvielfalt. Jedoch fehlt dem Instrument der Glanz und vor allem die Möglichkeit, so zu spielen, dass man auch eine Struktur wahrnehmen kann. In dieser Aufnahme wirkt der Raum extrem überakustisch. Da hätten die Mikrofone viel näher an die Orgel gemusst. So schwimmt alles. Man hört oft nur Soße statt gestaltete Klangmassen und Klangbewegungen.

Das ist bei Regers großer Phantasie und Fuge über BACH fatal, denn so hört man von den gigantischen Klangwellen des Stückes nichts außer diffusem Brei. Und das ist sehr schade, denn Organist Christian Bischof scheint das Stück sehr virtuos und auch in der Gesamtanlage sehr souverän spielen zu können, was in Anbetracht der technischen und musikalischen Schwierigkeit des Stückes keineswegs selbstverständlich ist. Die beiden gleichfalls von ihm gespielten Stücke von Olivier Messiaen und von einem anonymen Meister des 17. Jahrhunderts funktionieren da viel besser, weil mehr mit kleinereun Registerkombinationen gearbeitet werden kann. Allerdings wirkt die frühe Orgelmusik auf diesem sinfonischen Instrument ziemlich deplatziert. Nie würde ich behaupten, dass man eine solche Musik zwingend auf einer entsprechend alten Orgel spielen müsste. Aber wenn man diese Musik auf einem modernen Instrument spielt, dann muss man dieses Instrument auch so nutzen, dass eine optimale Wirkung entsteht. Hier wollte man wohl nur demonstrieren, dass man auch so etwas auf diesem Instrument spielen kann. Ja, das kann man. Klingt aber nicht.

Als zweiter Organist dieser CD spielt Erwin Horn eine eigene Phantasie, die in äußerst eklektischer Art Anton Bruckners Klangsprache auf die Orgel zu übertragen versucht. Das funktioniert aber nicht besonders gut, denn Horns Komponieren ist mehr eine akademische Fleißarbeit und Stilkopie denn in irgendeiner Weise inspiriert. Man wartet 18 Minuten auf wenigstens eine melodische oder rhythmische Idee, findet aber keine. Und relativ bald langweilen auch die immer gleichen harmonischen Wendungen, die sich wohl irgendwie steigern sollen. Dazu hätte das Stück aber besser registriert werden müssen. Sorry, die Orgelstücke von Bruckner sind eigentlich nichts anderes als Improvisiervorlagen, dieser Brucknerverschnitt will wohl mehr sein, ist es aber nicht. Lauter laute und leise Langeweile.

Wie gut, dass danach mit Cesar Francks a-moll-Choral ein Meisterwerk folgt, das Hans Eberhard Ruß bestens zur Wirkung bringt. Und auch die drei nachfolgenden Stücke von Vierne und Langlais lassen erkennen, dass diese Orgel eigentlich beeindrucken könnte. Wenn sie denn richtig gespielt wird.
Möglicherweise kommt die Stärke dieser Orgel viel mehr zur Wirkung, wenn man live zuhört und der Raum voll besetzt ist. Vielleicht reduziert sich dann der Hall so stark, dass man nicht nur halliges Durcheinander hört, wie so oft auf dieser Aufnahme. Sehr schade, denn diese Orgel hat eine bessere CD als Porträt verdient.


Reinald Hanke - für www.orgel-information.de
April 2021 / Juli 2021

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Klangfarben aus Reiste

Interpret: Gabriel Isenberg

Dem Rezensenten ist es in der Vergangenheit schon öfter passiert, dass die versteckten Perlen unter den Orgel-CD-Neuerscheinungen zunächst übersehen wurden. So auch fast hier im Fall der Einspielung aus Reiste. Beim flüchtigen Blick auf das sehr schöne Cover glaubt man zunächst, eine kleinere Ladegast-Orgel oder einen Buchholz-Prospekt im herrlich naturbelassenen Zustand zu sehen. Die Neugier, sich mit dieser CD ausführlich zu beschäftigen, wird vollends durch den Verweis auf die Orgelsonaten (!) von Pater Chrysologus Heimes geweckt. Pater wer? Obwohl der Rezensent über ein Archiv von inzwischen über 1.000 Orgel-CDs verfügt, ist dieser Name eine echte Neuentdeckung. Und beim Lesen des kompakten, aber nicht minder informativen Booklets erweist sich die CD gleich in dreifacher Hinsicht als Glücksgriff und Perle.
  1. Die Aufnahme wurde im April 2020 eingespielt. Eine Orgel-CD mit überwiegend unbekannten Orgel-Sonaten im ersten Corona-Lockdown einzuspielen ist mutig und das rundum gelungene Ergebnis kann auch vor diesem Hintergrund nicht hoch genug gewürdigt werden – künstlerisch wie auch als Statement.

  2. Die Reister Orgel wurde von der Firma Eule aus Bautzen ab 2016 renoviert mit dem Ziel, die Fischer-Orgel in den Zustand zurückzuversetzen, den sie zu ihrer Erbauungszeit vor über 150 Jahren nie erreicht hatte. Sie wurde also im Zuge der Renovierung entsprechend den Ideen ihrer Erbauer erst vollendet. Mit 29 Registern und einer eigentlichen Erbauungszeit ab 1852 weist das Instrument den Weg aus der Klassik in die Frühromantik, u. a. mit Viola di Gamba und Gemshorn 8‘ als originale Streicherstimmen im Hauptwerk und dem Salicional 8‘ als Streicher im Positiv und dem Violonbass 16‘ im Pedal – alles Originalregister von 1854. Die Besonderheit sind allerdings auch mehrere schon damals wieder eingebaute barocke Register von 1633 in höherer Tonlage, wobei 2018 dann u. a. die gewichtigen Zungenstimmen wie Trompete 8‘ im Hauptwerk und die 16‘-Posaune im Pedal ergänzt wurden.

  3. Die vorgestellten Sonaten wurden von Pater Heimes in Reiste (im Sauerland) komponiert. Er war ab 1822 über 13 Jahre als Pfarrer tätig und komponierte dort u. a. seine 6 Orgel-Sonaten, wovon allerdings die erste gar nicht und die sechste nur in Teilen überliefert sind. Da die Orgel originale Register aus dieser Zeit hat, bietet die CD also die nicht so oft gegebene Möglichkeit, über die Zeit vergessenes, regionales Repertoire am Originalinstrument wiederzuentdecken. Die CD neben Bach mit Werken von Mozart und Rinck zu vervollständigen ist ebenso schlüssig und gelungen. Wie im Booklet ausgeführt wird, verband Heimes und Rinck eine langjährige Freundschaft.

Obwohl die CD eine kleine regionale Produktion ist (ohne Major-Label im Hintergrund), erfreut die Klangqualität auch den anspruchsvollen Hörer mit hochwertigen Lautsprechern (der Rezensent nutzt eine Anlage mit Air-Motion-Transformer nach Dr. Heil im Hochton). Die Orgel klingt direkt, aber nicht steril trocken, sondern alle Stimmen und Register sind klar und gut durchhörbar ohne Schrillheit in den Klangkronen. Sehr positiv zu bewerten ist der Ansatz des Organisten Dr. Isenberg, die Farbigkeit der Musik in voller Strahlkraft zu zeigen, ohne dabei auf vordergründige Effekthascherei mit extremen Tempi zu setzen. Die Orgel-Sonaten von Pater Heimes sind im positiven Sinne verspielt (es kommt einem durchaus etwas C.P.E. Bach in den Sinn), wodurch aber auch die Schönheit der Solo-Register wunderbar zum Tragen kommt. In der 4. Sonate (die Registrierung ist leider nicht angegeben) dürften es die Hohlflöte bzw. die Flauto Travers sein, die anmutig und gefühlvoll den lyrischen Vortrag übernehmen. Gleiches gilt für das zart und gefühlvoll gespielte „Andante cantabile“ aus der 3. Sonate. Im Adagio F-Dur vom Mozart hören wir den emotionalen Vortrag der barocken Vox Humana ergriffen zu – eine ganz tolle Solo-Stimme, der man stundenlang lauschen könnte, denn die Noten haben Raum, dürfen im Vortrag atmen. Die Sonaten von Heimes folgen zwar dem klassischen Schema schnell-langsam-schnell, aber es sind gerade die langsamen Sätze, in denen sich ganz viel Poesie und Klangschönheit entdecken lässt. Aber auch das Tutti der Reister Orgel ist von edler Strahlkraft. Die Mixtur gibt dem Werk einen funkelnden, aber gut integrierten Glanz, die Pedal-Posaune verfügt genau über die richtige Mischung aus trockenem Schnarren und frühromantischer Noblesse. Es fügt sich einfach alles in bemerkenswerter Farbigkeit zu einem großen Gesamtklang zusammen, was nicht zuletzt das Präludium und Fuge über B-A-C-H von Rinck eindrucksvoll zu Gehör bringt.

Man kann St. Pankratius in Reiste nur gratulieren zu diesem klangschönen Instrument, das auch einmal mehr die Kompetenz der Firma Eule für Restaurierungen ganz im Sinne des mitteldeutschen Klangideals unter Beweis stellt. Bleibt für den Hörer zu hoffen, dass dies nicht die letzte CD von Herrn Dr. Isenberg aus Reiste war.

Heiko Andersch - für www.orgel-information.de
April 2021 / Juli 2021

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Apocalyptica Covid-19: Silent Infection for Organ

Komponistin: Ann-Helena Schlüter
Verlag: Laurentius-Musikverlag

Die Corona-Zeit hat tiefe Spuren hinterlassen, vieles abverlangt, aber ebenso auch kreative Leistungen erzeugt. So ist „Silent Infection“ (siehe Titelblatt / nochmals in abweichender Schreibweise „Silent Infektion“ auf Notenseite 1) dem schwedischen Komponisten und Organisten Hans-Ola Ericsson gewidmet: ein herausragendes Beispiel für das Engagement zeitgenössischer Orgelmusik. Laut Geleitwort des Weimarer Komponisten Prof. Wolf-Günter Leidel kann dieses Werk den Horizont  „bei noch allzu brav Orgelnden“ erweitern.
Das Künstlerportrait der Künstlerin ist ebenso aufgeführt wie auch die virtuose YouTube-Einspielung der Komponistin auf der 2013 erbauten zweimanualigen Beckerath Orgel in St. Stephanus in 59073 Hamm-Heessen. Diese lohnt sich mehrmals anzuhören, um Details herauszuhören und ja: Kompliment für das Auswendig-Spielen! Allerdings: Interpretatorische improvisative Spielweise ist eine Sache, eine nachträgliche Niederschrift oft eine andere.

Die Musik klingt teils dissonant bis spröde, aufgrund von Zwei- (reduziert auf Einstimmigkeit) auch stellenweise etwas dünn. Wenige Pedaltöne (sehr hell, glitzernd) sind vorgesehen. Registrierungsangabe: für Pedal ist Prinzipal 8´ genannt, somit ein Verzicht auf 16´-Wirkung. Zunächst sind die Registrierungshinweise und detaillierte Angaben zur Verteilung der beiden Manuale (SW: Schwell-, HW: Hauptwerk), Hinweise RH, LH hilfreich. Ebenso eine Vielzahl von Nuancenangaben, die sowohl Tempo (keuchend, hysterisch) , Registrierung (spitzer Klang), interpretatorische Raffinessen (vom Tremolo ins Trillern übergehend) betreffen. Auch an Assoziationen zu Kunstwerken wurde gedacht, und so kommen die Farbbegriffe „dunkelgelb“ (HW) und „blau“ (SW) auf Seite 5 vor.

Ein Vorteil ist, dass  bereits ein zweimanualiges Instrument für diese Komposition genügt, das aber unbedingt farbige Aliquotregister (Terz, Quinte)  enthalten sollte, ebenso einen 16´ im SW. Ärgerlich hingegen sind die viel zu kleinen Taktangaben bei ständigen Taktwechseln, und insbesondere fehlende Oktavierungsangaben, weil die gewählte Notation doch den üblichen Manualumfang (C bis g´´´) mehrfach übersteigt.

Gott sei Dank ist auf exotische Schlüssel (Tenor-, Bratschenschlüssel etc.) verzichtet, dafür kommen aber Pedaleinsätze im Violin(!)schüssel daher. (Warum? Vorsicht Falle? Oder ein Transponierungstest?). Sicher eine Kleinigkeit, aber gleichermaßen gewöhnungsbedürftig ist auch die Innenseitenpaginierung.

Wirkung: Das quirlige Stück mit enormen spieltechnischen Hürden (Hände überkreuzt etc.) beginnt zunächst „Paralysiert“ und endet (senza Ped.) „aussterbend“ mit Terzfolge e, #g versöhnlich. Passagen in Triolen, Quintolen, Sextolen sind bewusste Stilmittel und weitere  Herausforderungen. Der Notensatz ist angenehm, allerdings wäre eine Notierung, die mehr auf reduzierte Orgelmanualtastatur (anstelle Klavierumfang!) Rücksicht genommen hätte, noch spielerfreundlicher gewesen. Vielleicht können diese Schönheitsfehlerchen, um nicht zu sagen Desiderata bei einer Neuauflage noch berücksichtigt werden.
Der virtuose Charakter des Stückes bleibt hingegen unvermindert erhalten.
Somit liegt hier ein lohnendes Werk in einer außergewöhnlichen Konstellation vor, wobei die Hürden und Hindernisse bewältigbar scheinen.

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Juli 2021

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Johannes Brahms - Sein Orgelwerk

Interpret: Klaus-C. van den Kerkhoff
Label: harp

Gute Orgel, akademisch gespielt

Das Orgelwerk von Johannes Brahms ist sehr überschaubar. Und es gehört weitgehend nicht zu den meisterhaften Werken dieses in anderen Sparten doch so bedeutenden Komponisten. Gerade die freien Werke von Brahms wirken doch wenig inspiriert. Sie verlangen vom Interpreten schon eine sehr mutige Herangehensweise um aus ihnen all das herauszuholen, was an Besonderheiten oder auch Kantigkeiten, die vielleicht befremdlich, vielleicht aber auch faszinierend wirken, aus den Stücken herauszuholen. Genau das aber ist bei dieser Produktion nicht zu erleben. Organist van den Kerkhoff spielt zu brav und auch oft zu wenig pointiert.

Keine Frage ist hingegen, dass van den Kerkhoff die 1994 gebaute, 2016 überarbeitete und mit einer Setzeranlage versehenen Orgel in der Aachener Annakirche registrieren kann. Er verblüfft immer wieder mit reizvollen Klangfarben, die mehr sind als Selbstzweck. Es gelingt ihm sehr wohl, die musikalischen Strukturen dieser Musik zwischen klassischem Formbewusstsein und romantischem Ausdruckswillen erlebbar zu machen. Aber immer, wenn er innerlich befreit spielen müsste, er es im Tempo laufen lassen müsste, nicht sklavisch im einmal gewählten Tempo bleiben sollte, da spielt er akademisch sauber, aber ohne dass er sich die Freiheiten nehmen würde, die man braucht um diese Musik, speziell die der Choralvorspiele, in ihrer existentiellen Dimension auszuloten. Und das gilt auch für die Registrierung, was sich allerdings möglicherweise dadurch erklärt, dass die Aufnahme vor dem Einbau der Setzeranlage gemacht wurde. Bei den ohnehin nicht sonderlich bedeutenden freien Orgelwerken mag das lässlich sein, bei den teilweise genialen und auch erstaunlich modernen 11 Choralvorspielen aus Brahmsens letztem Lebensjahr bräuchte es den Mut des Organisten, die Musik auszuloten bis in die letzten strukturellen, aber auch emotionalen Winkel.

Diese Musik spiegelt Gefühlsextreme und dabei ganz häufig Melancholie, Verzagtheit, Zerrissenheit oder auch Verzweiflung wider, aber immer wieder bricht auch Licht durch in dieser Musik, die manchmal wie die Musik eines Depressiven klingt. Und es gibt Passagen, in denen es so klingen muss als ob man die Kontrolle über das eigene Spiel verloren hat. Das mag im Konzert riskant sein, bei einer CD-Aufnahme kann das doch aber kein Problem sein, außer wenn man gar nicht merkt, was diese Musik eigentlich braucht. Hier müsste man in Tempo und Lautstärke immer wieder viel mehr in die Extreme gehen als das hier zu erleben ist. Gerade die langsamen Stücke sind am Anfang fast durchweg zu schnell. Da müssten manchmal geradezu stehende Klänge erklingen wie im Requiem dieses Komponisten. Und die Stücke im mittleren Tempo würden oft etwas mehr Zug vertragen. Feinste Schattierungen im leisesten Bereich sind in dieser Musik enorm wichtig, aber diese wird man hier kaum einmal hören.

Insgesamt wird dieses Orgelspiel weder der Orgel noch dem Komponisten gerecht. Aber gerne würde man diese Orgel einmal live hören. Oder mit anderem Repertoire. Diese Orgel ist mit 34 Registern verteilt auf 3 Manuale plus Pedal nicht besonders groß, aber sie scheint schon ziemlich gut zu sein. Und sie ermöglicht es mit Sicherheit auch, sowohl ältere als auch neuere Musik an ihr zu spielen.

Reinald Hanke - für www.orgel-information.de
April 2021 / Juli 2021

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Giuseppe Verdi

Interpret: Roberto Cognazzo
Label: Elegia Records

Verdi auf der Orgel, da zuckt man doch erst einmal zusammen. Aber wer weiß, wie weltlich die italienische Orgelmusik des 18. und 19. Jahrhundert klingen kann, der ist dann vielleicht doch gespannt darauf, wie und ob das klingt. Wenn man diese CD gehört hat, ist man allerdings nicht unbedingt klüger betreffs der Sinnhaftigkeit der Übertragung von Verdi auf das Instrument Orgel. Die Eindrücke sind nämlich außerordentlich zwiespältig. Dafür verantwortlich ist nicht der hervorragende Organist Cognazzo. Und auch nicht die sehr klangvolle Turiner Orgel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts von Tiburzio Gorla. Aber die Auswahl der Stücke, die hier in Orgelbearbeitungen zu hören sind, ist doch problematisch.

Keine Frage, die Musik einer italienischen Banda, also Musik von Militärkapellen, wie sie Verdi oft adaptiert hat als Bühnenmusik, die kann sehr reizvoll wirken auf einer Kirchenorgel, denn die italienischen Orgeln des 19. Jahrhunderts zeichnen sich nicht zuletzt durch eine Vielfalt bei den Zungenstimmen aus. Da passt das Klangbild gut für die Übertragung einer Bandamusik in den Kirchenraum. Und Sonderregister wie in die Orgel integrierte Schlaginstrumente sind natürlich ideal dafür.

Überhaupt sind die italienischen Orgeln in ihrer Art generell infiziert von der Opernliebe der Italiener, vor allem von ihrer Liebe zum dramatischen Gesang. In Italien ist man im 19. Jahrhundert sehr flexibel gewesen in der Verwendung weltlicher Klänge im Kirchenraum. Der praktizierte Katholizismus hat eben immer versucht nah am Alltagsleben zu sein. Und darum klingt so manch italienische Kirchenorgel für unser von Bach und Co geprägtes Kirchenmusikohr eher weltlich, manchmal bekommt man vielleicht gar die Assoziation, dass italienische Kirchenorgeln dieser Zeit wie Jahrmarktsorgeln klingen. Und so ist dann auch das Repertoire dieser Zeit und dieser Region. Man schaue oder höre sich mal die gerade erschienen kleinen Orgelwerke Puccinis an. Die sind sehr erhellend für  den Orgelbau und den Zeitgeschmack Italiens. Und insofern verbietet sich ein abwertendes Naserümpfen über derlei Orgelmusik an einer Kirchenorgel.

Jedoch: Wenn man auf einer Orgel versucht Opernarien zu spielen, dann kann es doch leicht skurril werden. Bei den beiden Arien aus Verdis Schillervertonungen „Die Räuber“ und „Kabale und Liebe“, bei Verdi dann „Luisa Miller“ ist das hier der Fall. Diese wirken in diesen Orgelarrangements eher unfreiwillig komisch als irgendwie überzeugend. Bei den Vorspielen diverser Opern, vor allem aber den Ballettmusiken aus der „Sizilianischen Vesper“ und „Aida“ ist das schon eine andere Sache. Diese haben in diesen Fassungen durchaus ihren Reiz. Und werden von Cognazzo auch hervorragend gespielt. Problem bei den meisten anderen ausgewählten Stücken ist es, dass es sich doch zumeist um zweitrangige Werke aus der Frühzeit Verdis handelt, bei denen dem später so oft so genialen Verdi nicht viel eingefallen ist. Und das kann dann auch auf einer Orgel nicht kaschiert werden auch wenn Cognazzo teilweise interessanter und reizvoller registriert als Verdi die Stücke selbst instrumentiert hat.
Zwei Ausnahmen wären noch zu benennen. Das Finale von „Ernani“ ist sicher eines der ersten kleinen Meisterwerke Verdis. Die Bearbeitung allerdings ist teilweise ungeschickt, weil die internen Proportionen des Stückes zerstört werden. Cognazzo spielt dieses Stück zwar so, dass man zunächst fasziniert zuhört, aber sich dann doch wundert über die Seltsamkeit einzelner Übergänge. Da wäre es einfach besser gewesen, wenn der Organist den Mut gehabt hätte, diese Bearbeitung selbst noch weiter zu bearbeiten. Entweder freier und kreativer damit umzugehen, oder sich eben doch mehr ans Original zu halten. Sehr gelungen hingegen ist das Arrangement der „Tarantella“ und des „Rataplan“ aus der „Macht des Schicksals“, nur ausgerechnet hier wirkt Cognazzo gehemmt und etwas steif in der Umsetzung. Er spielt dieses Arrangement zwar gekonnt, aber fast so als sei er kein Italiener. Da fehlt der Esprit und die Klanglust. Seltsam. Und etwas schade.

Als Exotikum ist diese CD sehr reizvoll. Die Ausstattung des Booklets mit Texten beinhaltet leider nur Ausführungen in Italienisch und Englisch, aber wer sich die Mühe macht, sie trotzdem zu lesen, der wird Interessantes erfahren. Die Disposition der Orgel ist auch abgedruckt, wenngleich die italienischen Orgelfachbegriffe doch teilweise schwer verständlich sind.

Reinald Hanke - für www.orgel-information.de
April 2021 / Juli 2021

You'll never walk alone

Komponist: Oscar Harmmerstein II & Richard Rodgers
Arranged for organ by Robert Coates
Verlag: Cantando

You´ll Never Walk Alone.
Die Frage nach dem unterschiedlichen Einsatz (Berechtigung!) in Fußballstadion oder Trauerhalle stellt sich für mich nicht mehr. Ich denke, in vielen Situationen ist dieses Musikstück legitim, weil es auch immer darum geht, Musik als persönliche Inspirations- , Energie- und Trostquelle zu erfahren. Immerhin fand der Song auch Eingang in das Zusatzheft EG+ (genannt EG plus). Im Liedtext geht es ja kurz gesagt darum, optimistisch in die Zukunft zu schauen. Wer denkt da nicht automatisch an momentane Corona-Turbulezen?

Robert Coates hat am 6.4.2020 sein stimmiges Arrangement in 68 Takten mit luftiger Achtelbegleitung in Tonart C-Dur geschaffen. Zunächst geht es darum, die Melodie (mf) gegen Begleitung (p) auf verschiedenen Manualen hervorzuheben, ab Takt 18 sind beide Klangflächen additiv (Manualkoppel!) zu betrachten, ein crescendo (poco a poco) ist zu beachten, damit es Steigerungseffekte gibt (Takt 31 forte / Takt 35 fortissimo).
Ideal dafür ist hier sicher ein romantisch disponierte Orgel mit Jalousieschweller. In Takt 43 ist die Soprannote von (e in f analog Takt 7) zu korrigieren und ab Takt 55 wird ein Manual 16´ gute Wirkung leisten. Überhaupt muss der Manualempfang bis g3 reichen (Takt 63), ansonsten sind hier
Alternativlösungen (Oktavieren) gefragt.

Musik verbindet Menschen unter- und miteinander. Mit diesem wunderbaren emotionalen Arrangement kann dieser Anspruch gut gelingen:
Geh weiter mit Hoffnung in deinem Herzen. Du wirst niemals alleine gehen. Danke für diesen Zuspruch!

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Februar 2021 / Juli 2021

Meditasjonsmusikk hefte 4

Komponist: Robert Coates
Verlag: Cantando

Laut den erfolgten Datumsangaben von 1994 und 1995 und auch beim Copyright mit genanntem Veröffentlichungsjahr 1995 enthält dieses Notenheft die folgenden Titel (Tonarten sowie Taktangaben dazu in Klammern) :

1. De vaere aere (D – 75)
2. Requiem Aeternam (e - 55)
3. Den dag du gav oss (D – 64)
4. Eg veit i himmerik ei borg (d – 38)

In diesem Heft findet man gottesdiensttaugliche Miniaturen augenfreundlich gesetzt zu unterschiedlichsten Gelegenheiten.
Nr. 1 bringt Händels Ohrwurm „Tochter Zion“ in einer neuen Variante im 3/4-Takt. Warum nicht! Im angelsächsischen Raum ist diese populäre Melodie auch bekannt unter Maccabaeus bzw. Thine Be The Glory.
Nr. 2 eignet sich aufgrund des meditativen Charakters für Trauerfeiern und ähnliche Anlässe mit dezenter Registrierung. Aufgrund von Stimmenkreuzungen sind unbedingt zwei Manuale erforderlich. Besonderen Hinweis verdient das eingängige Girlanden-Achtelmotiv das hier sogar vom tiefen E0 bis zum hohen E3 (Takt 28 bis 30) hinaufreicht. Eine Streicherschwebung dürfte hier besondere Wirkung entfalten.
Nr. 3 ist ein echter Evensong, ein Abendlied (hier mit Überschrift „St. Clement“) zum Tagesausklang: Den dag du gav oss (findet sich im Gotteslob GL 96 in F-Dur-Melodienotierung unter „Du lässt den Tag, o Gott, nun enden“ bzw. Im Evangelischen Gesangbuch EG 266 in G-Dur-Melodiefassung unter „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“). Auch hier die Hinweise SV – HV (Schwell- Hauptwerk). Auch hier sind dezente Register angesagt, die den eleganten Eindruck verstärken werden.
Nr. 4 ist wohl eher wenig(er) bekannt unter: Ich weiß ein ewiges Himmelreich / I know there is a castle in Heaven. Hier findet sich die erklärende Angabe: Norsk folketone. Die Tempobezeichnung ist Adagio, wobei manche Dissonanzen und Akkordrückungen schon etwas bemüht wirken. Ein
Tremulant könnte solche Härten sicher etwas kompensieren, wobei auch hier wieder die Devise angesagt ist: Probieren geht über Studieren.

Gut gelöst ist die Zusammenstellung auf Seite 16. Hier gibt es in einer alphabetischen Übersicht weitere Komponisten und deren Werke, die nach den
Sparten Orgel Solo, Orgel 4 händig, Klavier, Diverse, Trompete mit Orgel, Orgel mit weiteren Instrumenten gelistet sind. Abwechslungsreiche Musik für den gottesdienstlichen Alltag.

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Februar 2021 / Juli 2021

Wolfgang Rihm improvisiert an der Orgel in Karlsruhe-Durlach

Interpret: Wolfgang Rihm
Label: Cybele

Welch Entdeckung! Wolfgang Rihm als cirka 18-jähriger jugendlicher Stürmer und Dränger an der Orgel – eine unglaubliche CD, die jedem Freund von Orgelmusik genauso ans Herz gelegt sei wie jedem Freund zeitgenössischer Musik. Und außerdem jedem, der Lust hat mal Orgelmusik zu hören, bei der es so zur Sache geht, dass man es kaum glauben mag. Das liegt nicht nur daran, dass Rihms pianistische Qualitäten schon als Jugendlicher so groß waren, dass diese ihn auch dazu befähigten auf einer Orgel zu brillieren. Und wie: Er spielt einerseits einfach drauf los und lässt dabei seinen Gefühlen freien Lauf, ja gibt sich geradezu hemmungslos dem eigenen Musizieren hin und lässt sich dabei in eine Art und Weise gehen, dass man nur so staunt. Da hört man genau die eruptiven musikalischen Prozesse, die er später genau bis in Detail für Orchester ausgestaltet hat in einer jugendlichen Spontaneität und Direktheit, dass man seinen Ohren kaum traut.

Rihm mag als Jugendlicher in seinem Umgang mit anderen Menschen eher zurückhaltend und schwierig gewesen sein, als Musiker ist er wohl immer Expressionist gewesen. Und das hört man hier in jedem Moment. Natürlich erinnert in dieser frühen eruptiven Musik vieles an andere Komponisten, die Rihm wohl zu dieser Zeit wichtig waren. Mal klingt ein ganzer Einstieg in eine Improvisation wie bei Reger oder auch bei Liszt, dann eher wie bei den großen französischen Romantikern oder auch deren Nachfahren im 20. Jahrhundert. Aber keine Improvisation dieser CD bleibt in einem Stil. Rihm arbeitet mit gigantischen Kontrasten und wellenartigen Steigerungen, in denen er auch immer wieder auch ganz moderne Klänge kreiiert. Cluster gibt es genauso wie atonale Passage, die dann wieder in etwas ganz anderem münden. Auch Momente archaisch alter Klänge tauchen auf, dann aber auch wieder Ostinate wie im Jazz oder im Barock.

Immer ist es so, dass Rihm die Orgel so bedient als sei es sein erstes Orchester. Er hält sich dabei nicht an irgendwelche klassische Registrierregeln, sondern kombiniert alles mit allem. Das ist im Endeffekt viel reizvoller als die Musik von Organisten die nach  erlernten Mustern improvisieren. Und immer wieder wird diese Musik exzessiv wie im Rausch.

Rihm selbst hat seinerzeit seine nächtelangen Sitzungen, die er selbst aus der Distanz fast ironisch „Obsessions-Seancen“ nennt, auf Tonband mitgeschnitten. Ein Teil dieser Aufnahmen wurden auf dieser CD zusammengestellt. Darunter sind auch Stücke, die zumindest so wirken als seien sie doch weitgehend durchkonstruiert, die dann aber beim Spielen ein Eigenleben bekamen. Natürlich wiederholen sich gewisse Effekte auch ein wenig, aber trotzdem ist diese Produktion spektakulär. Sie ist nicht nur als musikalisches Dokument für die Entwicklung eines der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit von Bedeutung, sondern macht beim Hören ungemeinen Spaß. Und ganz nebenbei lernt man eine Menge über den Komponisten und seine Jugend im so informativen wie gut gemachten Booklet. Eine großartige CD!

Reinald Hanke - für www.orgel-information.de
April 2021 / Juli 2021

Charles-Marie Widor - 8. Symphonie

Interpret: Jean-Baptiste Dupont
Instrument: Cavaille-Coll-Orgel Toulouse

Label: audite

Jean-Baptiste Dupont, Organist der Kathedrale von Bordeaux, aufstrebender Orgelvirtuose, hat sich für seine erste Widor-Einspielung die achte Symphonie von 1887 vorgenommen. Zu dem ungewöhnlichen Einstieg hat ihn sein Jugendtraum motiviert und die Cavaille-Coll-Orgel der Basilika Saint-Sernin in Toulouse (1889, III/54, 2018 restauriert von Robert Fréres), Charles-Marie Widor widmete ihr seine 10. Orgelsinfonie, die Symphonie romane. Nachdem die Verbreitung der widorschen Orgelwerke maßgeblich ursächlich für den Bau neuer Orgeln in Deutschland im französisch-romantisch-sinfonischen Stil ist, gewinnt eine solche Einspielung auch für den deutschen Sprachraum besonderes Gewicht.

Im Booklet beschreibt Dupont auf sehr sympathische Art, wie seine Interpretation Gestalt annahm, was an sich nichts Besonderes ist, aber doch Nähe zur Persönlichkeit des Solisten herstellt. Die sechssätzige Symphonie verlangt hohes Virtuosentum, u.a. das Spiel einer Hand auf zwei Manualen gleichzeitig, Widors Improvisatoren-Ruhm gründete sich u.a. auf derlei anspruchsvolles „Kunsthandwerk“. Seine aphoristische Klangsprache spielt mit den Möglichkeiten der symphonischen Orgel, Reger ist da nicht mehr weit, was eine Nähe zu Duponts viel beachteter Gesamteinspielung der Reger-Orgelwerke herstellt. So wirkt das Orgelbrausen Widors hier ähnlich dem Regers, etwas überladen, ruhelos und selbstbezogen. Was nichts ändert an der stupenden klavieristischen Leistung des Interpreten, die man nur bewundern kann. Der etwas stumpfe Klang der Orgel, typisch natürlich für die Zeit, macht das Zuhören anstrengend, analytisches Hören weicht dem großen Rauschen und Wellen des Widorschen Klangflusses. Vielleicht hat der Komponist das ja so gewollt, Weltruhm aber erlangte nur die viel schlichtere Toccata der V. Symphonie.

Der mehr als nur überzeugenden Einspielung der achten Symphonie fügte Dupont noch zwei Werke von Joseph Guy Ropartz und Camille Saint-Saens hinzu. Allein der Klang der Cavaille-Coll-Orgel ist so überzeugend eingefangen, dass sich schon deshalb der Kauf der CD rentiert!

Rainer Goede
März 2021 / Juli 2021

Jazz.Spors.Bach - Trio Sonatas

Interpreten: Ulrich Walther / Michael Spors
Label: Organum

Bach goes Jazz

Dass sich Bachs Musik gut eignet zur Verwendung als Ausgangspunkt für Jazz-Improvisationen, das ist eine bekannte Sache. Wenn eine solche Verwendung dann auch sinnfällig herüber kommen soll und zugleich auch als Jazz bestehen können will, dann müssen allerdings schon erstklassige Könner am Werk sein. Selbst beim klassischen Bearbeiter der Musik Bachs als Jazz, Jacques Loussier muss man konstatieren, dass nicht jedes Jazz-Arrangement gelungen ist. Bei der CD von Organist Ulrich Walther und dem Jazz-Trio Michael Spors ist der Jazz-Anteil leider weitgehend so uninspiriert, dass man staunt. Organist Ulrich Walther erweist sich nämlich durchaus als vorzüglicher Musiker, und sowohl auf der klassischen Kirchenorgel als auch auf der Hammondorgel.

Wenn jedoch das Jazz-Trio spielt, da wundert man sich schon ein wenig, dass dann über weite Strecken nur Loungemusik im Plätschersound erklingt. Ja, als Hintergrundgeräuschkulisse mit Niveau mag das gefallen, aber welche Welten liegen denn da zwischen dem Bachschen Original und diesen Arrangements? Da muntert es einen auch nicht unbedingt auf, wenn in den Triosonaten, die vom Jazz-Trio gespielt werden, eine Menge Zitate oder Anspielungen sehr bekannter, aber auch unbekannter Werke Bachs eingebaut sind. Das wirkt vor allem wie der Hinweis, dass man sich doch auskennt in der Welt der Bachschen Musik. Es wird mit diesen bachschen Querverweisen aber leider rein gar nichts gemacht. Nichts führt auf Sie hin, nichts entwickelt sich daraus. Dabei  soll eines von vornherein klar gestellt sein: Gegen eine mutige Bearbeitung der Musik Bachs spricht überhaupt nichts, aber alles spricht gegen solch klingende Belanglosigkeiten.

Dabei  gibt es sehr wohl immer wieder auch Momente positiver Irritationen. Zum Beispiel, wenn sich im langsamen Satz der d-moll-Sonate, der einzigen Aufnahme hier mit Trio plus Hammondorgel, der Pianist und der Organist gegenseitig die musikalischen Bälle zu werfen. Da entsteht für wenige Minuten einmal ein gegenseitiges sich Inspirieren, bei dem das Zuhören Spaß macht. Sobald dann aber der Bassist und der Schlagzeuger dazu kommen, wird es wieder banal. Bei beiden hat man den Eindruck, dass diese einfach keine Ideen haben, wie Sie sich kreativ einen eigenen Weg durch die Musik Bachs bahnen könnten.

Wie gut ist es da, dass es auf dieser CD aber eben auch zwei Triosonaten an der Pfeifenorgel gespielt zu hören gibt, sehr gekonnt musiziert mit viel Sinn für die richtigen Phrasierungen und Artikulationen wie auch für die Tempi.

Die beiden ausgewählten Instrumente bringen verschiedene Farben ins Spiel. Die an die Naumburger Hildebrandt-Orgel gespielte d-moll-Sonate überzeugt nicht nur seitens des hervorragenden Organisten und seiner Registrierung sondern lässt den Klang einer Orgel zur Zeit Bachs erahnen, denn diese Orgel ist ganz im Stil des mitteldeutschen Barock erhalten bzw. restauriert. Und zwar auf hohem Niveau.
Instrumental vielleicht noch interessanter, aber sicher auch strittiger, ist die Ausnahme der c-moll-Sonate an der Walcker-Orgel in Ludwigsburg. In der dortigen Stadtkirche steht ein romantisches Instrument, das von der renommierten Bonner Werkstatt Klais auf Topniveau gebracht wurde und so auf eine gänzlich unhistorische Weise im Stil des 19. Jahrhunderts Bachs Musik so erklingen lässt wie  ein paar Jahrzehnte später als zur Zeit der Wiederentdeckung der vergessenen Werke Bachs im 19. Jahrhundert durch Mendelssohn.

Highlight ist dieser Produktion ist allerdings die Einspielung der C-Dur-Sonate auf einer Hammondorgel. Organist Walther traut sich zwar nicht recht, mit Bach innovativ und innerlich so frei wie offen umzugehen, aber trotzdem stimmt in dieser Wiedergabe alles. Der Klangsinn im Umgang mit der Hammondorgel genauso wie der Sinn für diese Musik Bachs. Walther spielt hier Bach fast notengetreu, denn die Änderungen beziehen sich fast nur auf rhythmische Momente, aber diese sind dermaßen stimmig, dass man gerne mehr Bach von Ulrich Walther auf der Hammondorgel hören würde. Und vielleicht gewönne er dann ja die Freiheit, sich mehr mit eigenen Ideen in diese Musik hinein zu begeben wie in dieser Aufnahme.  Das ist aber möglicherweise einfach auch eine Sache, die live entstehen muss und nur so als produktive Aneignung historischer Musik fasziniert. Eine CD, die sich wegen der Hammondorgelaufnahme und der beiden Pfeifenorgel-Produktionen sehr lohnt.

Reinald Hanke - für www.orgel-information.de
April 2021 / Juli 2021

Two Organ Pieces for a Confirmation op. 87

Komponist: Robert Coates
Verlag: Cantando

Komponiert 2010, veröffentlicht 2012, soweit die nüchternen Zahlen. Konfirmation zählt als „Kasualie“ zu wichtigen Lebensereignissen. Dafür geeignete Musik zu haben ist eine große Chance. Robert Coates ist das zu verdanken. Keine Panik zunächst bei 6x # in der Maestoso-Einstiegsphase,
zu der die Erkennungsmelodie in H-Dur ab Takte 9 hinzutritt. Ab Takt 26 folgen zunächst viermal Moll-Ruhepunkte mit Fermaten auf den Basstönen: Dis / B / H / Fis. Harmonischer Wechsel in die neue Tonart G-Dur folgt ab Takt 32, bis es in der Coda wieder zur Ursprungstonart kommt. Ein klanglicher
Reiz der Schluss in klingend GIS-Dur, der sicher einige grifftechnische Kniffe erforderlich macht.

Nachdem bei Konfirmationsanlässen häufig das Motto „sehen und gesehen werden“ zutrifft - um das Wort Modenschau zu vermeiden- darf die Orgel auch hier mit exquisitem Flair mithalten. Dieses farbige Prelude macht´s möglich!

Dafür wird es mit Postlude eher wieder gediegen, weil hier ein klassischer Choral im Tenor-Cantus firmus erklingt. Folgerichtig steht am Anfang auch gleich die Tempobezeichnung Marziale, sowie in Takt 9 zur Pedalstimme der Zusatz non legato. Eine ff Registrierung versteht sich bei (hoffentlich
voller Kirche) von selbst. Wem „Marche triomphale“ von S. Karg-Elert zu schwierig erscheint, der findet somit in diesem Postlude zu „Now Thank We All Our God“ eine dankbare Alternative in Tonart Es-Dur.

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Februar 2021 / Juli 2021

Die Orgelbauerfamilie Voit in Schweinfurt

Autoren: Hermann Fischer / Ernst Petersen
Herausgeber: Uwe Müller
Verlag: Hist. Verein Schweinfurt e.V.

Dank der jahrzehntelangen Forschungen des Aschaffenburger Organologen Hermann Fischer (†) hat der Historische Verein Schweinfurt nun posthum diesen Band, der Leben und Arbeiten der Schweinfurter Orgelbauerfamilie Voit beschreibt, herausgeben können. Deren wichtigste Vertreter waren Johann Rudolf Voit (1695 – 1768), sein Sohn Johann Michael Voit (1744 – 1819) und sein Enkel Carl Friedrich Voit (1774 – 1854). In übersichtlicher Reihenfolge folgen Abschnitte zum mainfränkischen Orgelbau vom 17. bis 19. Jh., zur Familiengeschichte, das Werkeverzeichnis, dann Einzelbeschreibungen, Voit-Merkmale und verschiedene Verzeichnisse. Den Hauptteil bilden die gut bebilderten Einzelbeschreibungen, die leider manchmal nicht die vollständige Orgelgeschichte bringen, sondern sich auf die Tätigkeit der Voits konzentrieren.

Die Verzeichnisse erleichtern das Suchen nach speziellen Angaben zu den einzelnen Orgeln, die ansonsten chronologisch behandelt werden, was sehr schön verdeutlicht, wie sich der Stilwandel von Barock zum Klassizismus bei den Voits vollzog. Das Inhaltsverzeichnis gibt leider falsche Lebensdaten zu Carl Friedrich Voit wieder. Verwendet wurde ein sehr starkes Papier, das hinderlich fürs Blättern ist. Anmerkungen finden sich hingegen auf derselben Seite, was Blätterei überflüssig macht. Die Fotos sind von hoher Qualität, manchmal etwas klein, um allen Text für eine Orgel auf einer Seite unterbringen zu können.

Der Band ergänzt Fischers große Orgelbauermonographien zu den Seufferts, Schlimbachers und zum Untermain. Man kann nur dankbar sein, dass er noch vor Fischers Tod verfasst und gesetzt (Satz und Layout: Ernst Petersen) werden konnte. Wer Näheres zum Orgelbau der Voits im 18. Jh. in Mainfranken und Umgebung wissen möchte, der muss hier nachlesen.

Rainer Goede - für www.orgel-information.de
März 2021 / Juni 2021

Francois Benoist "Pièces pour d'orgue" Vol. I und II

Herausgeber: Nanon Bertrand, Tor Nordström, Francois Sabatier
Verlag: Éditions Publimuses (Auslieferung: Butz-Verlag)

Der Verlag Butz hat die Auslieferung der Editionen des Pariser Verlags Publimuses mit Orgelmusik des 19. Jahrhunderts für Deutschland übernommen. Die gesamten Orgelwerke von Boëly, René Vierne, Benoist, Boëllmann, Chauvet, Louis Niedermeyer, Sigismond Neukomm und Ribollet sind damit problemlos auch in Deutschland zu bekommen, wofür der Verlagsleitung sehr zu danken ist.

Beide Bände liegen hier in der zweiten verbesserten Auflage vor (11996), jeder Band (frz./engl.) verfügt über ein gründliches Vorwort (Tor Nordström), bzw. Werkeinführung (Francois Sabatier) sowie den Kritischen Bericht und sind sehr gut lesbar.

François Benoist (1794–1878) wurde 1819 Premier Organist der Roy Chapelle und Professor für Orgel am Conservatoire. Als Orgellehrer war er über 50 Jahre die prägende Figur der Pariser Orgelszene, so zählten zu seinen Schülern u. a. César Franck, Théodore Dubois, Louis Lefébure-Wély und Camille Saint-Saëns. Ab 1840 war er außerdem Premier chef de chant an der Pariser Oper, für die er auch zwei Opern, eine Opera comique und Ballettmusiken schrieb. Aber u.a. auch eine groß besetzte Messe und zwei Requiemvertonungen für Chor und Orgel hat er hinterlassen.

Sein Orgeloeuvre umfasst in 12 Suiten Offertoires, Elévations, Communions, Sorties, Versetten sowie Piècen ohne liturgische Zuordnung. Erschienen zwischen 1841 und 1861 gehören sie also seiner reifen Zeit an. Stilistisch wandelte er sich vom Klassikstil mit der Sonatenform zum Romantiker mit Liedformen etc. Die beiden vorliegenden Bände bringen die Suiten 1 bis 8 aus den Jahren 1840 bis 1859 mit zwei Grand Choeurs, in denen er auch ein Bombarde-Manual verlangt, was ihm selbst nie zur Verfügung gestanden hat. Die Begegnung mit Aristide Cavaille-Coll hat da gewichtige Spuren hinterlassen. Aber auch die damals viel gepflegte Orgue expressiv (Harmoniumzunge) auf einem eigenen Manual wird verlangt. Andere Stücke sind betitelt mit Versette, Prélude, Prière, Communion, Sortie sowie nicht-liturgischen Bezeichnungen wie Solo, Duo, Trio. Benoists Musik ist in den späteren Stücken reich an Modulationen, der Pedalgebrauch ist sparsam, wie es die Pedalklaviaturen im Frankreich seiner Zeit mit einem Umfang von meist AA oder C – f0 vorgaben. Zu seinem Orgelwerk gehören noch weitere Einzelstücke wie die Deux Préludes (1860) und die Sammlung Recueil de quatre morceaux pour orgue: Andante, Fugue sur le Pange lingua, Marche religieuse, Communion (1861). Sie sind in einem weiteren Band zu haben. Die schöne immer gediegene Musik verdient allemal eine Wiederbelebung.

Rainer Goede - für www.orgel-information.de
März 2021 / Juni 2021

Camillo Schumann - Sämtliche Orgelsonaten

Herausgeberin: Antje Wissemann
Verlag: Breitkopf & Härtel

Camillo Schumann (1872 – 1946), geboren in eine Musikerfamilie, ausgebildet am Dresdener, dann am Leipziger Konservatorium von u.a. Carl Reinecke, Salomon Jadassohn und bei Woldemar Bargiel und Robert Radecke in Berlin, war von 1896 bis 1914 Organist an St. Georg in Eisenach sowie an der dortigen Wartburgkapelle, was ihm 1906 den Titel Großherzoglich Sächsischer Musicdirector und Hoforganist einbrachte. Schumann muss ein bemerkenswerter Orgelvirtuose gewesen sein, spielte aber auch noch andere Instrumente. Ab 1914 widmete er sich ganz seiner kompositorischen Arbeit, die kaum überschaubare Mengen an verschiedenster Kammermusik, Liedern, Orchester-, Klavier-, Orgel- und Harmoniummusik brachte. So sind neben den Sonaten viele Choralbearbeitungen zu nennen sowie Choralphantasien, Praeludien und Fugen und nicht weniger als sechs Suiten für das damals allgegenwärtige Harmonium.

Kompositorisch war er bei Mendelssohn und Brahms stehengeblieben, was ihn nach 1918 ins Abseits brachte. So ist es nicht verwunderlich, dass Schumann auch heute noch kaum rezipiert wird. Vermutlich wird daran auch die Neuausgabe von Antje Wissemann, die den Erstdrucken und Autographen folgt, nicht viel ändern, sind doch Schumanns Sonaten gleich in mehreren Verlagen seit vielen Jahren greifbar. Ein nicht nur finanzieller Gewinn ist allerdings die Zusammenfassung aller sechs Sonaten, die zwischen 1899 und 1910 entstanden, in einem Band. Die Übernahme von Schumanns Fingersätzen ist zwar ein philologisch geschichtlicher Gewinn, belastet aber das Notenbild auch, für die Praxis eher unnötig. Musikalisch dankbar sind zumeist die letzten Sätze, in Sonate 1 mit dem Choral „Lobt Gott, ihr Christen alle gleich“, in Sonate 2 eine Fuge über B-A-C-H, in Sonate 3 eine ernste c-Moll-Fuge, in Sonate 4 „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“, in Sonate 5 ein Canonsatz und eine Fuge, die eher an Rheinberger erinnert, und in Sonate 6 eine umfangreiche Toccata mit einem melodisch schönen Mittelteil. Wie überhaupt sich Schumanns Musik durch schöne Melodien auszeichnet, die sich auch deshalb gut greifen lässt. Die Ausgabe bringt ein etwas sparsames Vorwort und am Ende den Kritischen Bericht.

Rainer Goede - für www.orgel-information.de
März 2021 / Juni 2021

Wiener Klänge

Herausgeberin: Katharina Hieke
Verlag: Cantando

Spätestens seit Cesar Franck dürfte allgemein anerkannt und klar sein: die Orgel sie ist (m)ein Orchester! Ja und warum müssen es nur immer die Wiener Philharmoniker sein? Dank dieser Noten bekommen viele kreative Musiker/innen endlich neue konzerttaugliche Literatur, die sich als Schmankerln nicht nur für Neujahrskonzerte sondern auch als gefällige Bravour- und Zugabestücke eignen.

Als Herausgeberin für diesen 45-seitigen Notenband zeichnet Katharina Hieke (Lysvik 2016) verantwortlich. Wer mag, findet von der vielseitigen schwedischen Musikerin (Stichwort: organist stream) neben Strauss, ebenfalls Musik von Händel, Buxtehude, Duruflé als soundcloud-Dateien.

Unter dem Titel „Wiener Klänge“ hat sie spannende Orgeltranskriptionen der beiden Komponisten Fritz Kreisler (1875-1962) und Johann Strauss d.J. (1825-1899) veröffentlicht. Unbedingt lesenswert ist schon allein Kreislers schillernde Biografie. Und originell ist seine Musik noch immer. So finden sich von Kreisler folgerichtig die beiden ursprünglich für Violine konzipierten Charakterstücke Liebesfreud und Liebesleid, während es von Strauss („Sohn“) eine fast 10-minütige Konzertwalzerfolge (Rosen aus dem Süden Op. 388) gibt. Hier geht es munter und gekonnt „querbeet“ durch verschiedene Tonarten. Neben diesen Klängen, die ausnahmslos im 3/4-Takt stehen, gibt es die Tritsch-Tratsch-Polka („schnell“!) Op. 214, die von jedem Interpreten gehörige Virtuositätsleistungen abverlangt. Übrigens: keine Angst vor hohen Tönen. Angesagt ist zwar Umfang im Manual bis a 3 und im Pedal bis g1, doch diese wenige Passagen lassen sich oktavieren.

Ich zitiere aus dem Vorwort: Erfahrungsgemäß bringen viele Zuhörer eine größere Offenheit im Umgang mit den klassischen Stücken mit, wenn hin und wieder auch die Grenzen zur Unterhaltungsmusik überschritten werden. Diese auf Seite 2 gemachte Beobachtung kann ich voll und ganz unterschreiben. Somit gratuliere ich zu diesem wunderbaren Notenheft mit stets angenehmem Notensatz. Bitte mehr davon!

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Februar 2021 / Juni 2021

20th Century Organ Music

Interpret: Simon Preston
Label: Decca

The Argo Organ Recordings

Die hier vorliegende CD hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Ursprünglich aufgenommen wurde sie zwischen 1963 und 1971. Somit könnte man schon fast von einer historischen Aufnahme sprechen. Der heute 82-Jährige Simon Preston war damals noch in verschiedenen Kirchen Londons bzw Oxfords angestellt, seine internationale Konzert-Karriere begann erst im Jahre 1987.
Die vorgestellten Werke wurden auf den Orgeln der Kirchen Church of Saint John the Evangelist in Islington, der Orgel der Royal Festival Hall in London und der Orgel der Colston Hall in Bristol eingespielt.

Simon Preston widmete sich auf dieser Doppel-CD den folgenden Werken:

  • Den Orgelsonaten 1 bis 3 von Paul Hindemith
  • Gemeinsam mit dem Chor der Cirenster Grammar School und dem Orchester der selbigen Schule - unter Leitung von Peter Maxwell Davies dem Magnum Mysterium von Peter Maxwell Davies.
  • Weiterhin sind auf der CD eingespielt: die Sonate für Orgel Opus 28 von Sir Edward Elgar, das Werk Paean von Kenneth Leighton, ein Adagio von Frank Bridge, die Rhapsodie für Orgel op. 17 Nr. 3 von Herbert Howells, das Preludio al Vespro di Monteverdi von Sir Michael Tippett und das Prelude and Fugue on a theme of Vittoria von Benjamin Britten.
Es mag durchaus sein, dass es heute modernere und vielleicht auch zeitgemäßere Aufnahmen gibt. Doch trotzdem sind diese Interpretationen von Simon Preston wunderbar anzuhören. Selbst die klanglich etwas ungewohnten Stücke, die nicht immer harmonisch und leicht ins Ohr dringen, sind vom Interpreten sehr durchsichtig und "gut verständlich" gespielt worden. Die Orgeln überzeugen alle durch abwechslungsreiche und angenehme Klänge. Der volle Klang-Reichtum der Instrumente ist niemals spitz oder schrill, sondern auch in Höhen angenehm rund.

Somit empfiehlt sich diese CD vielleicht nicht für den immer auf "das neueste Pferd setzenden Orgel-Freund", ist aber für den Quereinsteiger oder kundigen Orgellaien sehr zu empfehlen.

Daniel Kunert - www.orgel-information.de
Februar 2020 / Juni 2021

Der Schwan von Tuonela

Komponist: Sibelius, Jean
Herausgeber: Arter, Matthias
Verlag: Breitkopf & Härtel

für Englischhorn und Orgel op. 22/2

Nein, hier geht es nicht um das Orgelregister „Cor anglais“, das sich in romantischen Orgeln von Walcker, Koulen, Moser in 16´ und 8´ -Lage nicht gerade unbedingt häufig findet. Matthias Arter hat sich für die Fassung: Soloinstrument Englischhorn plus Orgelbegleitung entschieden.

Aufgrund intensiver Auseinandersetzung mit dem finnischen Nationalepos Kalevala entstand u.a. die „Lemmikäinen-Suite-Vier Legenden op. 22“ als Orchesterzyklus, der sich auf Leben und Wirken des Helden Lemminkäinen bezieht. Der Schwan von Tuonela op. 22/2 bezieht sich auf das Totenreich Tuonela (vergleichbar mit Hades), welches von einem reißenden, schwarzen Strom umgeben ist, auf dessen Wellen ein Schwan, der für den Totengott Tuoni durch seinen Gesang die Seelen der Verstorbenen anlockt, seine Kreise zieht.

In Tonart a-Moll mit Taktmetrum 9/4 lotet Sibelius diese düstere Szenerie mit Streichern, Harfe, Basstrommel in einem dunkel gefärbten Orchestersatz aus, über dessen Klangteppich sich ein intensives Englischhorn-Solo legt, das für den Schwanengesang steht. Bereits Otto Taubmann (1859-1929) hatte diese Tondichtung für Klavier zu zwei Händen arrangiert. Siehe entsprechendes Klangbeispiel in youtube. Für 7,50 € ist diese Ausgabe seinerzeit ebenfalls beim Verlag Breitkopf & Härtel erschienen, denn wohlgemerkt, die von Martias Arter 2019 erfolgte Notenpublikation hat ihren doch sehr stolzen Preis von immerhin 17,90 € für 102 Takte Orgelarrangement (Querformat) samt Einzelstimme Englischhorn (Hochformat). War in Taubmanns Fassung noch die Melodie in den dichten Klaviersatz integriert, so hat sich Martias Arter für einen schlichteren Orgelsatz mit Melodieauslagerung entschieden. Für den Vortrag ist romantisch-orchestral disponierten Instrumenten unbedingt der Vorzug zu geben, die über Streicher-Chöre verfügen. Aeoline und Salicional, oft auch zusammengefasst zu Vox coelestis 8´ und eine Suboktavkoppel, samt Jalousieschwellwerk werden hierbei gute Dienste leisten. Bei neobarocken Instrument könnte eine Gedacktschwebung (Gedackt, Quintatön evt. noch mit Tremulant) zu einem ähnlich adäquaten Vortrag passen.

Zur Ausgabe selbst ist festzustellen: Der großzügige Notensatz ist immer sehr angenehm lesbar und Buchstabenhinterlegungen (A bis H) sind hilfreiche Zusätze für Einstudierung sowie das Zusammenspiel. Bei Ausfall bzw. Ermangelung eines Solisten müsste für einen reinen Orgelvortrag allerdings die Englischhorn-Stimme um eine Quinte herunter transponiert werden, und die derzeitige üppige Begleitung dementsprechend ausgedünnt werden.

Mit dieser besonderen Notenausgabe, die sicherlich zum Bereich Exoten gehört, ist für Freunde romantischer Musik mit Vorlieben für Alterationsharmonik im Stile von Richard Wagner, somit ein weiteres Repertoirestück zugänglich.

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Februar 2021 / Mai 2021

The Argo Organ Recordings

Interpret: Simon Preston
Instrument: Orgel Westminster Abbey, London
Label: Decca

Mit Werken von Bach, Mozart, Walton, Clark, Händel, Elgar, Vierne, Wagner, Guilmant, Schumann, Karg-Elert und Widor

Es scheint, als gäbe es tausende Aufnahmen der Schübler-Choräle von Johann Sebastian Bach. Vielleicht stimmt das ja sogar. Auf der mir vorliegenden CD werden diese von Simon Preston gespielt. Die Aufnahme könnte man schon historisch nennen, eingespielt wurde sie zwischen 1963 und 1965 an der Orgel der Westminster Abbey. Prestons Interpretation ist klanglich sehr ruhig und ausgewogen. Man hat nie das Gefühl dass er in Hektik oder überzogene Tempi verfällt. Im Gegenteil: dieser Bach strahlt eine große Souveränität und Ruhe aus. Das hört man sich gerne mehrfach an.

Das Orgelstück (Fantasie in f-Moll KV 608) von Wolfgang Amadeus Mozart kommt schon schwungvoller daher. Kräftig registriert, mit Elan und Mut gespielt, macht auch dieses Werk viel Freude beim Hören. Besonders angenehm ist, dass auch kleine Nuancen und Einsätze gut hörbar sind. Trotz großer Klänge und Spielfreude spielt Preston diesen Mozart sehr durchsichtig. Großartig.

Das Adagio und Allegro in f-Moll KV 594 von Mozart beginnt am Anfang mit sehr verhaltenen und fast düsteren Streicherstimmen. Nach und nach entwickeln sich die zarten Klänge zu größerem Volumen, dabei stets durchsichtig, ja fast filigran. Und als es dann endlich zum Allegro kommt, sind die wunderschönen Stimmen und Klangfarben der Westminster Abbey-Orgel eindrucksvoll zu erleben. Nicht spitz und scharf, sondern in einer runden und weichen Helligkeit. Unbeschreiblich schön gespielt und registriert.

Auf der zweiten CD sind dann Werke von Walton, Clark, Händel, Elgar, Vierne, Wagner, Guilmant, Schumann, Karg-Elert und Widor zu hören. Zum Beispiel der "Imperial March" von Elgar oder der "Coronation March" von Walton. Von Guilmant der "Marsch nach einem Thema von Händel" und von Widor die weltbekannte Toccata aus der 5. Sinfonie. Die Orgel der Westminster Abbey kann mit diesen Werken und dieser Auswahl wunderbar brillieren. Ihre Klangschönheit, ihre Klangfarbenreichtum und die hervorragenden technischen Fähigkeiten von Simon Preston werden aufs Schönste dargestellt. Es bleibt die Empfehlung, diese CD zu kaufen und dem eigenen CD-Regal hinzuzufügen. Es lohnt sich.

Daniel Kunert - www.orgel-information.de
Februar 2021 / Mai 2021

Four Christmas Interludes

Komponist: Henrik Ødegaard
Verlag: Cantando

Henrik Ødegaards Interludien entstanden für eine Aufführung einer Weihnachtskantate, die 1999 entstand und ebenfalls im Cantando Verlag erschienen ist. Die Auskoppelung der „Fire jule-interludier“ ermöglicht eine separate Aufführung der Stücke.
Die Titel der vier kurzen Stücke beziehen sich auf Textstellen aus dem Lukasevangelium:

  1. The Angels message (Lk. 1,28)
  2. Mary’s song of praise (Lk. 1,53)
  3. The birth of Jesus (Lk. 2,7)
  4. The shepherd’s praise (Lk. 2,20)

Die Uraufführung fand 1999 an der damals neuen Orgel der Sauherad kirke in Telemark statt. Die Orgel, die Disposition (II/P 17) ist im Vorwort abgedruckt, stand daher auch Pate für die Registrierangaben in der Ausgabe.

Zur Musik: Die Stücke sind keine Weihnachtsmusik im klassischen Sinne, sondern zeichnen sich durch dissonante Harmoniefolgen aus. Im Weihnachtsgottesdienst dürfte das für Verwirrung sorgen. In einem moderierten Adventkonzert oder musikalischen Andacht können die Miniaturen aber durchaus ihren Platz finden. Ganz leicht sind sie zusätzlich auch nicht. Aber, wer nicht wagt, gewinnt auch nicht…..

Sven Dierke - für www.orgel-information.de
Januar 2021 / Mai 2021

Orgelwerke Band 11

Komponist: Andreas Willscher
Verlag: Butz

Acht Kompositionen für Orgel manualiter

Wer Willscher kennt, weiß sofort, was er mit diesem neuen Band bekommt. Gut gemachte, leicht bis mittelschwere Gebrauchsmusik im besten Sinne, geeignet für Gottesdienst und konzertante Abwechslungen.

Miniaturen mit Humor, wie „Der Olmützer Kuckuck“ über ein altes Volkslied, Variationssätze über bekannte deutsche Lieder „Jesus, zu dir rufen wir“ oder „Es geht ein dunkle Wolk‘ herein“, und zwei mehrsätzige Sonatinen sind im vorliegenden Band versammelt. Besonders schön: die Daniel Roth gewidmete 8. Sonatine, die mit zarten Klängen und chromatischer Satztechnik an Karg-Elert erinnert.

Alle Stücke sind auf einmanualigen Instrumenten darstellbar, wenn auch grade für die genannte 8. Sonatine zwei getrennte Werke vorteilhaft wären. Ganz in französischer Tradition kann die Mehrzahl der Stücke auch auf einem, nach Möglichkeit französischem, Druckwindharmonium aufgeführt werden. Lohnend nicht nur für Lernende, auch als leichte Kost zwischendurch bestens geeignet.

Sven Dierke - für www.orgel-information.de
Januar 2021 / Mai 2021

Orgel-Codas zu den Halleluja-Rufen im Gotteslob

Komponist: Franz Leinhäuser
Verlag: Bärenreiter


Im Zuge der Begleitmaterialien zum mittlerweile nicht mehr ganz neuen Gotteslob, legt der Bärenreiter Verlag in Person von Franz Leinhäuser Orgelcodas zu allen Halleluja-Rufen im Stammteil vor. Dazu kommen noch sechs Codas zu Rufen aus dem Eigenteil des Bistums Trier und sechs Stücke aus dem „alten GL von 1975“ (532, 2-6). Alle Werke sind übersichtlich kurz und leicht realisierbar, kein Stück ist länger als 20 Takte. Stilistisch den jeweiligen Rufen angepasst, gibt es zu jedem Ruf die Möglichkeit zur Auswahl zwischen zwei Modellen, die zwischen figurierten Variationen bis zu Toccatenähnlichen Sätzen reichen. Ein festlicher Abschluss des Hallelujarufes in Gottesdiensten ist damit immer gegeben.

Ein versierter Kirchenmusiker wird das sicher auch schnell selber improvisieren können, für die schnelle Verwendung im Gottesdienst ist der Band aber durchaus sinnvoll, auch für nebenamtliche Kirchenmusiker mit D- oder C- Ausbildung dürften die Bearbeitungen eine gute Hilfe darstellen.
Empfehlenswert.

Sven Dierke - für www.orgel-information.de
Januar 2021 / Mai 2021

Module zur Orgelimprovisation im Gottesdienst
Band 4: Barocke Formen der c.f.-Bearbeitung

Autoren: Torsten Laux / Stefan Antweiler
Verlag: Are


„Back to the Roots“ ist das Motto des vierten Teils der Module von Laux und Antweiler, denn die Publikation schließt nahtlos an Band 1 der Handreichung an. Ist der erste Band noch etwas schmal ausgefallen, finden sich hier umfangreiche Anleitungen zur Melodiebearbeitung in barocken Stilen.

Auf Basis von Choralmelodien aus EG und GL bearbeiten die Autoren auf 156 Seiten etwa 100 verschiedene Arten von Improvisationsanleitungen.
Neben dem klassischen vierstimmigen Satz, rhythmisch figurierten Varianten, Solo-Sätze für verschiedene Registermischungen, Ritornelle bis hin zum Triosatz mit c.f. in verschiedenen Stimmen. Wie schon bei den ersten drei Teilen gibt es am Schluss auskomponierte Stücke als Anschauungsmaterial, hier eine „Suite française“ über „Wer nur den lieben Gott lässt walten“.

Natürlich kann man diese umfangreichen Übungsanleitungen nicht ohne weitere Materialien als vollständig bezeichnen, dazu geben die Autoren Hinweise auf weitere Choräle, die sich zur Improvisation in den verschiedenen Stilen eignen. Eine professionelle Anleitung hilft sicherlich, aber auch zum Selbststudium ist dieser Band geeignet, vielleicht sogar besser als die Bände 2+3.

Druck und Aufmachung sind übersichtlich, die Notenbeispiele sind teilweise etwas groß geraten. Die Bindung ist gut, so lässt sich der Band auch gut aufs Pult stellen. Zusammen mit den Bänden 1-3 hat man eine komplette Improvisationsschule, die sehr gut im Orgelunterricht für liturgisches Orgelspiel eingesetzt werden kann.

Sven Dierke - für www.orgel-information.de
Januar 2021 / Mai 2021

Adventsmusikk op. 41 for Orgel

Komponist: Robert Coates
Verlag: Cantando


Der britische, in Norwegen tätige Komponist und Organist Robert Coates legt eine festliche Adventmusik für Orgel vor. Das 1994 entstandene und Til Torkil Baden gewidmete Stück verwendet in 72 Takten die Melodien von „O komm, o komm Immanuel“ und „Nun komm, der Heiden Heiland“.

Die Vorliebe des Komponisten für abgelegene Tonarten ist auch in diesem Stück unverkennbar. Gis-Moll und dis-Moll sind die vorherrschenden Tonarten. Die Musik ist festlich, etwas „quartig“ bis konservativ mit einigen dissonanten Akkordfolgen. Sicher keine ganz große Musik.

Die Partitur ist übersichtlich im typischen Cantando-Outfit mit den immer wieder abfärbenden Coverbildern. Ein Vorwort oder Registerhinweise gibt es nicht. Kann man spielen, muss man aber nicht.

Sven Dierke - für www.orgel-information.de
Januar 2021 / Mai 2021

German Romantic Composers

Interpret: Marco Limone
Instrument: Orgel von Carlo Vegezzi Bossi in der Basilica of Corpus Domini, Turin
Label: Elegia


Brahms, Karg-Elert, Mendelssohn, Rheinberger, Reger, Schumann.

Nein, ein 16´ Fuss Zungenregister hat die italienische Bossi nicht, dafür aber Tromba (I), sowie Oboe (II). Es ist deshalb umso erstaunlicher, welche tragfähigen Klangflächen der Interpret Marco Limone, Jahrgang 1973, aus diesem spätromantischen Instrument zaubert. Wunderbar passt dazu auch das sorgsam ausgewählte Repertoire, das von Mendelssohn bis Reger einen großen Bogen spannt. Von Reger ist die Improvisation mit Spieldauer über 8 Minuten auch das längste Stück. Ansonsten gibt es sehr viele facettenreichere Stücke mit deutlich kürzerer Spieldauer. Sehr angenehm fallen die Skizzen von R. Schumann (op. 58) aus, ursprünglich für Pedalflügel (!) gedacht, die eine belebende rhythmische Wirkung ausstrahlen. Deutlich intimer und verinnerlichter wirkt die Cantilene von Rheinberger aus Orgelsonate XI. Natürlich darf auch der pompöse Marche Trionfale von Karg-Elert über „Nun danket alle Gott“ op. 65 nicht fehlen.

Schon der eher klassische, aber doch frühromantische Einstieg mit Mendelssohn (op. 37) und später mit Brahms (Herzlich tut mich verlangen) erwies sich als Glücksgriff. Passend zu den weichen und weiten Klängen ist auch das Cover gewählt, welches ein romantisches Landschaftsgemälde von C.D. Friedrich zeigt. Das Booklet ist zweisprachig (Italienisch und Englisch) und die komplette Orgeldisposition der Bossi-Orgel ist hinterlegt. Für Freude (nicht nur deutscher!) romantischer Orgelmusik bietet diese CD einen guten Einstieg sowie eine gelungene repräsentative Auswahl.

Christoph Brückner - für www.orgel-information.de
Januar 2021 / Mai 2021

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Reformation und Romantik – Historische Orgeln in Hessen

Reformation und Romantik? Man mag im ersten Moment stutzen, denn die Romantik ist nun nach allgemeiner Auffassung eine späte Gegenbewegung zur Reformation. Trotzdem hatte die Tonsprache der Romantik natürlich einen erheblichen Einfluss auf die protestantische Kirchenmusik und so fanden dann die ursprünglichen Antipoden zu einer geglückten Synthese, deren Höhepunkt in ...

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BACH - Organ Landscapes - Dritter Theil der Clavier-Übung

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BACH - Organ Landscapes
Der komponierende Organist um 1700

„Urschweigen starrt ... Es waltet Finsternis ... Da bricht ein Strahl aus zackigem Wolkenriß…“ So beschreibt Hermann Hesse den Beginn des wohl berühmtesten Orgelstücks in seinem Gedicht Zu einer Toccata von Bach. Musikalisch ausgedrückt erklingt ein Mordent, der sich abwärts in eine Tirata entlädt und nach einem kurzen Stopp am Leitton in den Grundton mündet. Jeder, der diese prägnante musikalische Aussage hört, weiß, dass es sich hierbei um „die Toccata von Bach“ handelt.

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Widor & Vierne
Carlo Curley - Inaugural Concert November 30, 1996
The Organ of Today - Festivity

In den letzten Jahren ist immer wieder die Debatte um Orgelmusik in populären Stilen entbrannt. Inzwischen haben sich zahlreiche Autoren an Kompositionen versucht, die sich an stilistischen Mustern aus Jazz und Pop orientieren. Gleichzeitig ist es fast zur Glaubensfrage geworden, ob eine solche Komposition nun „statthaft“ oder eher nicht ernst zu nehmen sei. Dabei ist die ...

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Bach in Lübeck

Eigentlich seltsam, dass Arvid Gast mit dieser Programmidee eine Lücke im derzeitigen CD-Angebot schließt. Denn dass Bach bei Buxtehude war, ist sicher bezeugt, wenn auch keine Einzelheiten bekannt sind. Ob und welche direkten Auswirkungen dieser Besuch auf Orgelwerke Bachs gehabt hat, ist in den letzten beiden Jahrhunderten vielfältig diskutiert worden, aber nach wie vor nur zu vermuten. Gasts Auswahl von evtl. Buxtehude-geprägten Stücken gibt da einen guten Ansatz, den er als ...

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Peter Planyavsky - Capriccio cha-cha-cha
Kulturelle Entdeckungen Musikland Thüringen
Romantische Martinesque - orgelmusik zeitlos
BACH - Kare Nordstoga
Carl Friedrich Christian Fasch: Works for Keyboard
Frederick William Holloway - Symphonic organ Works
Die Orgel in St. Jacobi zu Stralsund
Bertoldo / Borgo - Complete Organ Music
A late medieval Mass on the Rysum Organ
Johann Krieger - Complete Harpsichord and Organ Music
Clavierists at the Organ in 18th Century Sweden
Die Johann-Franz-Kannhäuser-Orgel in Kašperské Hory / Bergreichenstein (CZ)
Die Onofrio-Zefferini-Organ der Badia Fiorentina
Ein feste Burg / In dulci jubilo / Silent Night

Rezensionen zu Werken von Jostein Dalebo und Audun Frode Ringkjob. Orgelmusik für viele Gelegenheiten

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Wiener Orgelmusik um 1600
Best loved Melodies 4
Johann Simon Kreuzpointner: Sieben Orgelstücke in Form von Choralvorspielen zu Liedern aus dem Gotteslob
Robert Coates: Scottish Fantasy op. 58
Wolfgang Amadeus Mozart: Eine Kleine Nachtmusik - Werke für eine Orgelwalze
Über die Maßen herrlich
Iván Eröd: Fastenmusik - Böjti Zene op. 79
Mendelssohn Bartholdy - Orgeltranskriptionen Band 4
Bernd Richard Deutsch - Toccata octophonica
Gottfried Holzer - Partita "Alles Leben ist dunkel"
Carson Cooman - Expressions for Organ

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Orgeln 2021 & Straße der Backsteingotik 2021

Blickfang für den traditionellen Bildkalender „Orgeln 2021“ ist in diesem Jahr einer der schönsten norddeutschen Renaissance-Prospekte, derjenige der Scherer-Orgel in St. Aegidien in Lübeck von 1625. [...]
Ferner glänzen die wohl bekannten Prospekte der ...

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Intrada

Der Verlag Dr. J. Butz macht, in Person seines Inhabers, seiner Devise, unbekannte und neue, leichte bis mittelschwere Orgelwerke anzubieten, mit vorliegendem Band alle Ehre. Achtzehn, speziell für dieses Album komponierte festliche Präludien, Intraden, Fanfare und Processionals, bieten dem geübten Organisten eine abwechslungsreiche Sammlung, für den C-Organisten eine anspruchsvolle Edition, die das Üben lohnt.

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History Live – Virtuoso organ music from four centuries
Joseph Haas - O Ewigkeit, du Donnerwort
Mal festlich, mal feierlich
Concertino über „Nun danket alle Gott“ für Orgel
Edvard Grieg – Ballade & Geirr Tveitt – Hundrad Hatdingtonar
Zipoli in Diamantia - Complete Organ Works
Musica Baltica 6
Alessandro Scarlatti - Opera omnia per tastiera Vol. V
Sinnbilder im Sakralraum - Die Kirche in Lucklum
Ralph Vaughan Williams - English Folk Song Suite
Richard Strauss - Festmusik der Stadt Wien
Edward Elgar - Pomp and Circumstance March no.6
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Die Wochenlieder zum EG - Band 2

Mit diesem Band ergänzt der Verlag seine zweibändige Ausgabe der Choralvorspiele zu den neuen EG-Wochenliedern, die die leider wenig begründete neue Perikopenordnung samt einer neuen Ordnung der Graduallieder in der EKD hervorgerufen hatte.

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Orgeln 2021

Von vielen Orgelfreunden wird er alljährlich sehnlichst erwartet: Der Orgelkalender aus dem St.-Benno-Verlag. Es gehört schon zur Tradition, ihn für sich selbst oder gute Freunde zu erwerben und Jahr für Jahr ist es eine Freude, die großformatigen Fotografien zu betrachten.

Auch der Kalender für das Jahr 2021 besticht wieder durch ...

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Mallorca Edition
Schöne Orgeln

[...] 38 Orgeln, wirklich schöne Orgeln, werden ausführlich vorgestellt. Dispositionen sind natürlich enthalten, ebenso ein Überblick über die Geschichte und Besonderheiten der jeweiligen Orgel.

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Kleine große Orgelwelt

Man könnte sagen, die Orgelwelt sei eine Welt voller Widersprüche. Es gibt kleine Orgeln mit wenig Registern und riesige Instrumente, die eine schier unüberschaubare Zahl an Registern bieten. Instrumente, die kaum zu sehen sind und andere, die den Blick des Betrachters stundenlang fesseln. Auch Organisten scheinen widersprüchlich zu sein. Zum einen sind es meist ...

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Johann Pachelbel - Complete Organ Works III
Widor - Organ Symphonies 1+2, op. 13
Edvard Grieg - Geirr Tveitt
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Die Riesenorgel im Wiener Stephansdom

Es hat nicht sollen sein, die Wiedereinweihung der Riesenorgel im Wiener Stephansdom zum Wunschtermin am 12. April 2020, dem Ostersonntag, genau 75 Jahre nach ihrer Zerstörung, Corona diktiert auch in Wien die Termine.

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Cabanilles - Keyboard Music Vol. 3
 

Die Wäldner-Orgel im Dom zu Halle

Das Portrait dieses herausragenden Instrumentes begeistert in hohem Maße. Schon die Geschichte dieser ursprünglichen Dominikaner-Kirche von 1280 ist eine ganz besondere durch die Rolle, die Kardinal Albrecht von Brandenburg dort in der Reformationszeit spielte.
[...]
Das Instrument bannt durch die modernsten Klänge seiner Zeit, warm und charakteristisch, eine Meisterleistung der Wäldners wie von Wegscheider.

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Leben und Werk einer Orgelbauerfamilie

“Begegnungen mit Carl Gottlieb Jehmlich und seinen Söhnen” lautet der Untertitel dieses Buches, zusammengetragen, verfasst und herausgegeben von Siegfried Meyer. Und es sind wirklich viele Begegnungen, die der Autor mit der ...

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Grandes Orgues 1710 Chapelle Royale Versailles
65 Jahre Orgelbau Ahrend

Gratulation, Fazit, auch Rechtfertigung und natürlich uneingeschränktes Lob für 65 Jahre engagierten Orgelbau von 1954 bis 2019, Markus Zimmermann tut sich da...

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Zur Orgelmusik Petr Ebens
Die innovative Orgelschule - Band 1-6

Vor mir türmen sich sechs Bände mit eintausendvierhundertzdreiundsiebzig Seiten… - nein, die Rede ist hier nicht von einer neuen Musik-Enzyklopädie, sondern von der neu erschienenen „innovativen Orgelschule“ der Musikpädagogin, Konzertorganistin und Kirchenmusikerin Dr. phil. Andrea Kumpe (Luzern).

Die Autorin selbst bezeichnet ihr umfangreiches Opus als „kurzfristig aufwendig, langfristig nachhaltig“. Dies erhofft man sich als neugieriger ...

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Orgeln und Organisten der St. Martha Kirche zu Nürnberg / Evangelisch-Reformierte St. Martha Kirche Nürnberg
Haydn - Seven last words
Module zur Orgelimprovisation im Gottesdienst - Band 1-3

Der Are Verlag legt ein dreibändiges Werk „Module zur Orgelimprovisation im Gottesdienst“ von Torsten Laux und Stefan Antweiler vor. Die drei Bände beschäftigen sich mit verschiedenen Themen.

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Franz Liszt - Sonate h-Moll
Zur Orgelmusik Petr Ebens
Inaugural Concert – November 30, 1996
Schneeberger Orgel- und Clavierbuch um 1705
Der Klang der Reformation
Pronkjuwelen in Stad en Ommeland

Der Verlag Butz hat die Auslieferung einer Reihe von stattlichen Buch/DVD/CD-Sets übernommen, die ganz verschiedene Orgellandschaften vorstellen. Stellvertretend für diese Reihe sei hier der Prachtband über die Provinz Groningen aus dem Jahr 2009 besprochen.

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J. S. Bach - 7 Toccatas BWV 910-916
César Franck - Sämtliche Orgel- und Harmoniumwerke Band 1
Robert Jones - Verleih uns Frieden / Grant us peace
Timothy Miller - Organ Sonata Nr. 14
Buxtehude-Studien 3
Peter and the Wolf

Prokofievs vielleicht bekanntestes und populärstes Werk möchte Kindern die Instrumente des Symphonieorchesters im Rahmen einer musikalischen Märchenerzählung nahebringen. [...] Dass auch eine Bearbeitung für Orgel entstehen würde, war nur eine Frage der Zeit, denn die verschiedenen Farben der Orchesterinstrumente können auch mit Orgelregistern dargestellt oder zumindest imitiert werden. Bjørn Vidar Ulvedalen gelang es, den Orchesterpart in eine ...

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Beethoven auf der Orgel
Die Wochenlieder zum EG - Band 1
Basiswissen Kirchenmusik

Es ist inzwischen gut zehn Jahre her, dass mit den vier Bänden „Basiswissen Kirchenmusik“ ein umfangreiches und exzellent redigiertes Kompendium für die ökumenische Kirchenmusikausbildung erschienen ist. [...]Der große Erfolg der Edition gibt den Herausgebern Recht und hat nunmehr eine dritte Auflage nötig gemacht.
Schwere theoretische Kost, höchst lesenswert, attraktiv und nah an der Praxis aufbereitet - das ist der rote Faden, der sich durch die ganze Veröffentlichung zieht. Insgesamt 45 Autorinnen und Autoren haben Artikel beigesteuert, die es inhaltlich und sprachlich ausnahmslos ...

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The Nordic Journey Series

Der vorliegende Band enthält acht Werke zeitgenössischer nordischer d.h. dänischer, schwedischer, norwegischer, finnischer und isländischer Komponisten, durchwegs Auftragskompositionen des amerikanischen Organisten Dr. James D. Hicks, eines Freundes des europäischen Nordens und seiner Musik, der ...

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Mechler "Triptychon - Organum"
Sixten, Fredrik "Symphonia Aurora Borealis"

Der 1962 geborene schwedische Komponist Fredrik Sixten wirkte u.a. in Göteborg und in Trondheim. Seit 2014 lebt er freischaffend dank einer wachsenden Anzahl von Kompositionsaufträgen.

»Aurora Borealis« möchte man zunächst wörtlich mit »Nördliche Morgenröte« übersetzen, gemeint ist aber das geheimnisvolle, selten zu sehende Nordlicht. Die Satzbezeichnungen der sechs Sätze kreisen denn auch ...

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Bach spielen auf der Orgel - eine Leidenschaft

Zu der neuen zehnbändigen Breitkopf-Ausgabe der Orgelwerke Bachs erschien nun noch ein Begleitband, in dem Zehnder auf 128 Seiten Aspekte zur Registrierpraxis der Bach-Zeit über spieltechnische Fragen bis hin zu Überlegungen zu Textbezug, Proportionen und Symbolik beleuchtet.

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Miller, Timothy "Suite Jubilaire"

Der Komponist und Kirchenmusiker Timothy Miller, *1957 in England und dort auch ausgebildet, lebt seit 1990 in Norwegen, wo er u.a. in Stavanger tätig war. Folgerichtig erscheinen seine Werke im norwegischen Cantando-Verlag.

Die vorliegende Suite, entstanden auf Anregung des amerikanischen Organisten Carson Cooman, kann man in das Genre „Neue Musik auf historischen Orgeln“ einordnen, denn ...

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Miller, Timothy - Fragments of Luther
Saint-Saens - Poulenc

In der Nacht zum 1. Dezember 2019 starb Mariss Jansons im Alter von 76 Jahren in St. Petersburg im Kreis seiner Familie an den Folgen einer Herzerkrankung. Die Süddeutsche Zeitung titelte in ihrem Feuilleton-Leitartikel: "Die Welt mit Klang umarmen: Der aufrichtigste, integerste, empathischste Dirigent der Welt ist tot." 

Die CD ist eine Live-Aufnahme aus der Philharmonie im Gasteig vom März 2019, die Konzertatmosphäre ist der Aufnahme anzumerken, es knistert vernehmlich.

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Vickery, Justin - Toccata "Spiritus Vitae"
Orgelschule mit Hand und Fuß - Band 1
Feller, Harald - Beethoven-Variationen für Orgel
Strungk / Mohrhardt
Carl Nielsen - The Organ Works
Lieblingsstücke - Folge 6
Meinhold, Wieland - Mecklenburg-Sequenzen
Arp Schnitger Orgel Neuenfelde Vol. 2
Peter Trom und die Orgelpfeifen-Konferenz
César Franck - L'Organiste (Orgelbearbeitung)
Kay Johannsen - Concerto for organ, strings and percussion
Die Wochenlieder zum EG - Choralvorspiele für Orgel - Band 1

Da am 1. Advent 2018 eine neue Perikopenordnung samt einer neuen Ordnung der Graduallieder in der EKD eingeführt wurde, war es (wieder einmal) notwendig, für diese neue Ordnung - nun mit jeweils zwei Liedern für jeden Sonntag bei verschiedenen Änderungen von Gedenktagen sowie der Epiphaniaszeit -  auch eine neue Choralvorspielsammlung zusammenzustellen. Der Tübinger Stiftskantor Ingo Bredenbach (*1959) hat jetzt den ersten Band mit 88 Vorspielen zu den Wochenliedern von Advent bis Pfingsten herausgegeben, der zweite folgt im Frühsommer 2020.

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Musica Baltica 6
Vickery "Ite, missa est. Deo gratias"
Variations on "Veni Creator Spiritus"

Justin Vickery aus Nottingham stammender britischer Organist, der in Norwegen lebt und arbeitet, legt 6 kurze, nicht sonderlich schwere Variationen über das gregorianische „Veni creator Spiritus“ vor, die sich an französischen Versetten und deren typisch klassischen Reistrierungsvorgaben anlehnen.

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Beethoven-Variationen für Orgel
Vickery - Celtic Suite
Mit Bach durchs Jahr
Sigfrid Karg-Elert - Complete Organ Works Vol. 15
Johann-Ernst-Hähnel-Orgel St. Lukas Krippehna
"Denn Silbermann wird aus dem Werck erkennt"

Die Titel gebende Zeile stammt aus dem Weihegedicht zur Crostauer Orgel (1732, II/20), die der Musik und Literatur liebende damalige Besitzer des Rittergutes Crostau in der Oberlausitz Christian Heinrich Graf von Watzdorff gestiftet hatte. Wie bei den ...

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Splendid Silbermann
Orgelschule mit Hand und Fuß
Magnificat & Nunc dimmittis

Timothy Miller, Jahrgang 1957, studierte am King’s College in Cambridge und wanderte 1990 nach Norwegen aus. In seinen Kompositionen ist viel geistliche Musik vertreten.

Sein Magnificat und Nunc dimittis entstand 2017 für den Stavanger Chathedral Girl’s Choir und wurde im Rhamen eines Evensongs in der Winchester Cathedral uraufgeführt.

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Louis Marchand & Jean-Adam Guilain
Hieronymus Praetorius - Motets in 8, 10, 12, 16 & 20 Parts
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Arp Schnitger

Rechtzeitig zum 300. Todestag Arp Schnitgers am 28. Juli 1719 brachte der Freiburger Musikgeschichtler Konrad Küster, breit bekannt geworden  durch seine Veröffentlichungen zur Orgelkultur in den Marschen und zur Musik zur Lutherzeit, seine Schnitger-Monographie mit dem Untertitel Orgelbauer – Klangarchitekt – Vordenker heraus. Erstaunlich bei der Popularität und Bedeutung Schnitgers ist, dass seit Gustav Focks grundlegender Monographie (Kassel 1974) nur ein bedeutender Bildband zu den erhaltenen Orgeln und Prospekten Schnitgers, herausgegeben von Cornelius H. Edskes und Harald Vogel (Bremen 2009), erschienen ist. Insofern war eine neue Biographie überfällig.

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Praeludien zum Weihnachtskreis
Jacques Boyvin
Dieterich Buxtehude - Triosonaten aus den Uppsala Manuscripten
CD Le Grand Siècle de l’Orgue Liégeois
Brahms - Complete Organ Music
Ernst Ludwig Gerber - Choralvorspiele
Manuel Rodrigues Coelho - Flores de Musica 1
Die Orgeln in Hamburg

Bei diesem Orgelinventar handelt es sich um die „Vollständig überarbeitete, aktualisierte und ergänzte Neuausgabe“ des 1997 von Günther Seggermann herausgegebenen Bandes. Alexander Steinhilber und Hans-Jürgen Wulf haben den Bestand durchgesehen, korrigiert und ergänzt, Konrad Küster schrieb eine umfassende Einführung „Orgelbau und Orgelspiel in Hamburg im Wandel der Jahrhunderte“

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Frescobaldi - Orgel- und Clavierwerke IV
Bach - Dritter Theil der Clavier Übung
Die verwitwete Frau Capellmeisterin Bach

Mit „Studie über die Verteilung des Nachlasses von Johann Sebastian Bach“ ist dieser Band untertitelt, dessen Autor der Gewandhaus-Kontrabassist Dr. Eberhard Spree ist, der damit seine Dissertation vorlegte. Er ging der Frage nach, warum Bach eine „Bergwerksaktie“ besaß und was sie für die Erbteilung bedeutete.

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  Hinter den Kulissen - Die Königin lädt ein

Ein Verlag, dessen Existenz an ein Wunder grenzt und ein wunderliches, wohl einzigartiges Orgelbuch: Jenny Setchell „Hinter den Kulissen – Die Königin lädt ein – Tatsachen und Turbulenzen aus der Orgelwelt“

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Das Mannheimer Wunderwerk

Leider hat die ideologische Sicht der „Orgelbewegung“ spätromantische orchestrale Orgeln geradezu „verteufelt“. (Orgelfabrik…) [...]
Im Aufsatz von C. Ferrulli erfahren wir die ausführliche Historie von Steinmeyers Opus 1.100 aus 1911 in der Christus-Kirche in Mannheim. Diese monumentale Ausnahme- und Prachtorgel erfährt heutzutage wieder ...

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William Byrd - Orgel- und Clavierwerke

Mit seiner Edition von 15 Kompositionen rückt Desmond Hunter den englischen Virginalisten William Byrd (1544 – 1623) wieder einmal ins Rampenlicht. Die 3 Preludes, 5 Fantasien ...

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