Die Lutherkiche in Krefeld wurde geschlossen und soll nach dem Willen der Gemeinde nicht wieder geöffnet werden.
Anlass war die Feststellung eines Dachschadens durch einen internen Gutachter bei einer so genannten Routine-Begehung.
Am 22.8.24 wurden Mitarbeitende und der Förderverein Walcker-Orgel per Mail von der Gemeindeleitung informiert: "Nach einer Begehung des Dachstuhls ist die Lutherkirche heute mittag durch den Bausachverständigen unseres Kirchenkreises mit sofortiger Wirkung gesperrt werden. Das gesamte Gebäude darf nicht betreten werden!"
Dabei ist es geblieben.
Auf der Webseite https://www.evangelischimsueden.de/information-zur-lutherkirche-krefeld/ heißt es weiter (im folgenden Auszüge aus dem Informationstext - gekürzt!):
"Zu diesen Schäden hat die Gemeinde für bislang etwa 65.000 Euro eine Notsicherung durch spezialisierte Gutachter und Fachbetriebe durchführen lassen. ...
Eine Wiederfreigabe der Kirche zur Nutzung kommt nach sachverständiger Einschätzung nur nach einer „gesamtheitlichen Sanierung“ in Betracht. Die Kosten einer Sanierung liegen schon nach dem, was der Gemeinde bisher bekannt ist, bei einem mittleren einstelligen Millionenbetrag. ...
Leider fehlt für die Lutherkirche aufgrund ihrer Entstehungszeit eine Berechnung der Statik. Eine solche Berechnung kam erst nach dem Zeitunkt der Erbauung auf. ...
Sie jetzt anzufertigen ist zeitaufwendig und kostspielig. ...
Das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Krefeld-Süd hast beschlossen, auf eine Sanierung der Lutherkirche zu verzichten – in dem Wissen, dass dann voraussichtlich keine Nutzungsfreigabe mehr erteilt werden wird. ...
Die Gemeinde ist bereit, das für Lutherkirche und Orgel zur Verfügung stehende Geld aufzuwenden, um ein Konzept für Kirche und Orgel zu entwickeln und so alles Mögliche zu tun, um den weiteren Lebensweg bzw. die weitere Nutzung des Gebäudes und der Orgel durch eine*n andere*n Eigentümer*in vorzubereiten."
Der Förderverein Walcker-Orgel ist in diese Überlegungen nicht einbezogen und erhält keine Kenntnis über Sachlage und Finanzbedarf; seine Angebote, sich um Kontakte und Finanzierungsmöglichkeiten zu kümmern, waren von der Gemeinde nicht erwünscht.
|