Dimension Domorgel I 2026
„Domorganisten³“ – Die drei jüngsten deutschen Domorganisten ihrer Zeit
Beim ersten diesjährigen Konzert der „Dimension Domorgel“-Reihe musizieren gleich drei Domorganisten am Mittwoch, 11. Februar in einer heiteren musikalischen Begegnung.
Zu einem knapp einstündigen Abend laden mit Domorganist Sebastian Küchler-Blessing am Mittwoch, 11. Februar, um 19.30 Uhr gleich zwei weitere deutsche Domorganisten in den Essener Dom: der 28-jährige Trierer Domorganist Marcel Eliasch ist gegenwärtig der jüngste deutsche, der 1998 im selben Alter nach Limburg berufene Markus Eichenlaub war zwischenzeitlich Folkwang-Professor und amtiert nun an der größten erhaltenen romanischen Kathedrale der Welt.
Jeder der drei Organisten wird dreimal solistisch in die Tasten greifen – so erklingen Werke wie die beschwingte Gigue-Fuge von Johann Sebastian Bach neben weiterer Barockmusik von Buxtehude und Pachelbel. Romantischen Einschlag weisen Werke von Mendelssohn Bartholdy und dem Kanadier MacMillan auf.
„Zentrale Aufgabe für jeden Domorganisten ist immer die Improvisation“, so Küchler-Blessing, „und so freuen wir uns sehr, dass unser längst im Ruhestand befindlicher Würzburger Kollege Paul Damjakob, der ebenfalls in seinen Zwanzigern Domorganist wurde, uns fünf Themen gegeben hat, über die wir improvisieren werden. Spontan Musik zu erfinden ist das eine – an diesem Abend werden wir zusätzlich auf das Improvisieren der anderen reagieren können.“
Als großen Schlusspunkt wird es eine gemeinsame Improvisation mit allen drei Organisten gleichzeitig am Spieltisch der Rieger-Orgel geben.
„In der katholischen Kirchenmusik stellen die Domorganistenstellen das höchste dar, was man in Sachen Orgel erreichen kann, und auf jede freie Stelle gehen regelmäßig über 30 Bewerbungen ein. Der hohe Anspruch und die große Vielfalt der Arbeit, aber auch die Vorbildfunktion jeder Kathedrale üben einen sehr hohen Reiz aus. Nicht zuletzt stehen häufig besonders schöne Instrumente in den Bischofskirchen. So unterschiedlich die Räume in Trier, Speyer und Essen sind, so unterschiedlich sind auch die jeweiligen Orgeln – und ihre Organisten“, betont Küchler-Blessing. „Ich bin sehr neugierig darauf, diesen künstlerischen Austausch, aus dem im Konzert womöglich auch so etwas wie ein freundschaftliches Wetteifern wird, zu erleben. Denn schlussendlich: jeder von uns hatte das große Glück, sich mit unter 30 Jahren im Bewerbungsverfahren um eine solche Stelle durchsetzen zu können.“
Eine Videoübertragung in den Altarraum ermöglicht, ganz hautnah beim Agieren der drei Domorganisten mit dabei zu sein.
Der Eintritt zum Konzert ist frei. Nach dem Konzert bittet die Essener Dommusik um eine Spende für die Durchführung dieser Reihe.
Nach Beginn des Konzerts ist kein Einlass mehr möglich.
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